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Anlage-Strategie: Wie lege ich jetzt und heute 100.000 € an?

Anlage-Strategie wie lege ich an

Anlage-Strategie in Zeiten von Krieg, Inflation und Wirtschaftskrise

Börse und Wirtschaft haben viel mit beobachten und analysieren zu tun: Wenn man darüber redet, welche Anlage-Strategien besonders lukrativ sind, könnte man fast selber glauben, man hätte eine Ahnung. Und am Ende wäre man sich sicher gewesen, im Nachhinein genau das Richtige getan zu haben. Tatsächlich gibt es eine redende Mehrheit und eine handelnde Minderheit, ein hier recht treffendes, leider unbekanntes Zitat. Oder wie man es noch ausdrücken könnte: „Fragen Sie nicht nach der Meinung oder Strategie eines Investors, sondern fragen Sie ihn, welche Werte er persönlich in seinem Depot hält!“

Aktuell spielt sich vor unseren Augen eine in ihrem Ausmaß kaum überschaubare Wirtschaftskrise ab, zudem tobt ein Krieg im Osten Europas. Verschiedene Anlagethemen sind neu aufgetaucht, alte, vorher heiß gelaufene Trends werden plötzlich ignoriert. Einstige Überflieger erleben herbe Kurseinbrüche, zuletzt traf es Amazon, die nach schlecht aufgefassten Quartalszahlen glatt ein Viertel an Wert verloren. Zudem ist die Inflation spürbar angekommen, alles wird teurer. Die Notenbanken weltweit, außer der EZB, ziehen merklich die Zinsen an.

Wie soll ein normaler Anleger, der so wie Sie und ich im Euroraum lebt und arbeitet, damit umgehen? Angenommen, Sie erhalten die Aufgabe, für Ihre Enkel 100.000,00 € an der Börse anzulegen. Sie dürfen Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs kaufen. Das Geld ist per Blitzüberweisung gerade auf dem neu eröffneten Depot eingegangen, nur Sie haben die Zugangsdaten. Was genau machen Sie? Welche Anlage-Strategie verfolgen Sie?

Dieser Frage musste sich der Autor stellen und hat folgende Lösung gefunden:
Dieser Artikel stellt bewusst keine Anlageempfehlung dar, sondern soll Ihnen als Leser einen Einblick gewähren, wie ganz normale Menschen, die einen ähnlichen Wissenszugang wie Sie haben, Geld an der Börse anlegen. Die nun folgenden Positionen wurden in der Woche vom 25. Bis 29. April eingekauft:

Anlage-Strategie Anleihen

Anlage-Strategie ETFs

Anlage-Strategie Aktien Europa

Anlage-Strategie Aktien Europa

Aktien weltweit

     Depotübersicht

Welche Anlage-Strategie steht hinter dem Depotaufbau?

In erster Linie soll das Kapital vor der aktuellen Inflation geschützt werden, deshalb wurden über 60 Prozent der Anlagesumme direkt investiert. Dabei lag der Fokus auf einem interessanten Währungsmix. Aktuell sind das, außer dem Euro, der US-Dollar, Schweizer Franken, Kanadische Dollar und Gold.

Ein weiterer Schwerpunkt wurde bei Rohstoffen aufgebaut. Glencore, Neste, Exxon, Newmont, Golar LNG, Franco-Nevada und Wheaton, Chevron und Occidental Petroleum sind alles Rohstoff-Konzerne. Auf Finanzmarktwelt wurden einige der ausgewählten Unternehmen vorgestellt. Alle weiteren Einzelaktien sind weltweit operierende Konzerne, die ihre Umsätze auch weltweit in verschiedenen Währungen erzielen. Da weiterhin mit hoher Volatilität an der Börse zu rechnen ist, wird eine große Cash-Position gehalten, die aber in den nächsten Monaten oder bei sich kurzfristig ergebenden Chancen, z.B. starke Kurseinbrüche, abgebaut und am Markt investiert wird. Dabei werden bestehende Position nicht nachgekauft, sondern neue, interessante Unternehmen hinzugekauft. Die Schweizer Franken Anleihe hat eine Laufzeit bis 16.05.2024 und stellt im Prinzip auch eine Cash-Reserve da, falls wir einen längere Phase der Kursschwäche erleben.

Wie hätten Sie als Anleger reagiert, was hätten Sie getan? Schreiben Sie uns in den Kommentaren, wie Sie aktuell in diesem Umfeld angelegt haben oder welche Anlage-Strategie Sie bevorzugen. Und bedenken Sie, es geht hier nicht um kurzfristiges Trading, sondern um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Vermögen Ihrer Enkel (oder wer Ihnen persönlich ganz besonders wichtig ist). Altmeister Andre Kostolany hat viele Weisheiten von sich gegeben, eine davon war: „Ob jemand ein guter Börsianer war, das entscheiden seine Erben!“

Kursdaten aus https://de.tradingview.com

 

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte:

Der Autor dieser Veröffentlichung erklärt, dass er jederzeit in einem der genannten und analysierten bzw. kommentierten Finanzinstrumente investiert sein kann. Dadurch besteht möglicherweise ein Interessenkonflikt. Der Autor versichert jedoch, jede Analyse und jeden Marktkommentar unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erstellt zu haben.
Diese Veröffentlichung stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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5 Kommentare

  1. Gut differenziert.
    Würde noch eine Prise Uran.
    Die Berkshire Positionen san bis jetzt immer gut gelaufen 1 zu 1 nachgebaut nicht schlecht oder gleich die B. AK.
    Wenn Öl, ja wir san halt immer a bisserl spät dran.
    A us Chevron ist, und auch
    politisch Sieger, weil……………und des geht erst los.Kurziel Jahr 2068 bei………………..

    1. Guter Ansatz, vielen Dank fürs teilen.

      Ich persönlich nutze bespare/halte
      einerseits Global Portfolio One / WKN A2PT6
      und andererseits einen Multifactor etf A14YPA.

      Das Rohstoffthema ist sicher interessant. Als ETF hätte ich WKN A0F5UK erwogen.

      In Crash Situationen würde ich vielleicht kurzfristig auf Momentum ETFs setzen, je nach Situation.

  2. Dieses Depot entspricht meiner Einschätzung grundsätzlich. Ich finde nichts zu kritisieren, außer, dass ich IShares grundsätzlich nicht mein Geld gebe. Die haben schon genug zu bestimmen.

    Ich würde etwas mehr Gold bevorzugen, aber auf jeden Fall EUWAX II. Für die interessanteste Spekulation halte ich Silber. Das ist mit Wheaton gut vertreten, aber auch hier kann man etwas mehr wagen, insbesondere, wenn es langfristig ausgelegt ist. Wenn es ein internationales Depot ist, empfiehlt sich der PSLV von Sprott, der hat tatsächlich das Silber physisch und das könnte Bedeutung erlangen, weil ein deutlicher Anstieg des Silberpreise nach meiner Ansicht mit einer physischen Knappheit einhergehen wird.

    Meine Frage wäre, warum Rio Tinto nicht auftaucht? Gibt es da Bedenken, die ich nicht kenne, oder hat Glencore hier wegen bewiesener, sagen wir „Härte“, den Vorzug bekommen, weil Sie sehr schwierige Zeiten kommen sehen?

    1. Danke für die Anregung!
      Zu Ihrer Frage: Mit EUWAX-Gold, Glencore, Newmont, Franco-Nevada und Wheaton ist der Bereich ganz gut abgedeckt. Alle Rohstoff-Titel zusammen ergeben jetzt schon gut ein Viertel der Analgesumme.

  3. Nix physisch Gold? Nix Bitcoin? Unvorteilhaft bei Währungsreformen… Soviel Diversifizierung muss schon sein! Cash ok, aber bitte nicht in EUR…

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