Indizes

Anleihemärkte versus Aktienmärkte – beiden können nicht Recht haben. Jetzt wissen wir es!

Wochenlang liefen sie auseinander. Die Aktienkurse stiegen und die Zinsen fielen, aus Sorge vor einer Rezession. Mit der Veröffentlichung des US-BIP für das erste Quartal mit 3,2 Prozent ist dieses Szenario erst einmal komplett vom Tisch – vorerst. Die Aktienmärkte haben die Erholung antizipiert und bestätigen damit einmal mehr die schon öfters geäußerte These, dass von allen Frühindikatoren die Börse die früheste Indikation liefert und die mit der besten Trefferquote. Wenngleich sie immer wieder Fehlsignale liefert, ist sie allen anderen Voraussagemethoden überlegen. Welcher Analyst aus der Riesengemeinde hatte dies erwartet?

Wir hatten es doch auch erst bei unserem Dax gesehen. Am 23. Januar 2018 lieferte er sein Allzeithoch ab und fiel, obwohl sich die Konjunktur weltweit in einem synchronen Aufschwung befunden hat. Erst Monate später kam eine negative Meldung nach der anderen über die Probleme der Wirtschaft Chinas und damit der Weltwirtschaft.

Aber jetzt kommt das Skurrile. Das höchste Wachstum der USA seit Langem ist eingepreist und ob es in in den nächsten Monaten mit der Konjunktur doch abwärts geht, werden wir sehen – vermutlich wird es an den Indexständen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit ablesbar sein. Damit könnten wir auch das Hoch an den Märkten gesehen haben. Who knows? Seltsam nämlich die Reaktion der Anleihemärkte. Fallende Zinsen und das bei diesem starken Konjunkturwert! Man glaubt an den Abschwung.

Wie heißt es seit Urzeiten? Der Markt hat Recht und nicht die beste und teuerste Analyse.

 

Foto: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=243386



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3 Kommentare

  1. Hallo Wolfgang ,

    Der Anleihemarkt kann gar nicht „Recht“ haben, weil, der Anleihemarkt manipuliert ist und bleibt, bis heute !

    Was wäre bei Euch eigentlich los gewesen, hätte die EZB den Aktienmarkt manipuliert ? – Na dann würde ich mal gerne sehen, was hier, auf dieser „Bärenseite“ los gewesen wäre ? :D

    Also, ehrlich liebe Bären ?

    Wenn der Anleihemarkt bis heute (!!!) seit über 10 Jahren, nicht manipuliert sei, tja dann habt Ihr Bären gewonnen ? Diese „komischen Geldbomben“, alles „normal“ ?

    Negative Zinssätze für die Banken, ein BUFU um die 165 ?

    Na , wenn das „normal“ ist und „nicht manipuliert“ ist, tja dann …

    Shortet doch den Markt… Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Was machen eigentlich die Lebensversicherungen bei diesen „höchst realistischen Zinsen“ ?

    VG

    Marko

    1. @Marko. Was schreiben Sie denn da eigentlich? Wie oft muss ich noch schreiben, dass der Anleihemarkt durch die Notenbanken verzerrt ist (ganz besonders in Europa und Japan), im Sinne einer finanziellen Repression. Sie reagieren gar nicht auf den Inhalt von Kommentaren und schreiben immerwährend Ihre Geschichte mit dem BuFu 165. Darum ging es gar nicht bei der Betrachtung der US-Hausse. Wer hat denn ein Wort gesagt zu den Nullzinsen in Europa und wie oft wurde der Anlagenotstand der Kapitalsammelstellen durch diese Zinsen schon thematisiert? Das scheint Sie nicht zu interessieren.
      Ein schönes Wochenende

  2. Wenn sich der gutmütige Wolfgang M. aufregt muss einer schon ziemlich dumme Sachen erzählen.
    Also dass die Zinsen manipuliert sind weiss jedes Kind, u.dass dadurch die Aktienmärkte 4 Fach gepusht werden weiss jeder Säugling.
    Weil: 1.Konkursite Zombifirmen werden am Leben erhalten.
    2.Aktien auf Kredit lohnen sich nur bei Tiefzinsen.
    3.Anleihen als Anlagen werden uninteressanter.
    4.Schuldenfinanzierte Aktienrückkäufe sind auch nur bei Tiefzinsen möglich.
    Zudem weiss man dass sowohl die SNB wie auch die Japan Notenbank Aktien kaufen, nur der Tausendsassa Marko weiss das nicht.
    Ich glaube, dass eine grosse Mehrheit auf dieser interessanten Plattform die tausendfach gleichen Kommentare des @ Marko ins Pfefferland wünschen.

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