Der Anleihen-Crash läuft längst, doch der Druck auf die Finanzmärkte nimmt weiter zu. Handelskrieg, Zölle und Inflation verschärfen die Lage, während die Renditen weltweit steigen und die Aktienmärkte zunehmend nervös reagieren. Portfoliomanager André Stagge sieht darin eine gefährliche Gemengelage – und vor allem die USA geraten dabei immer stärker unter Druck.
Handelskrieg verschärft Inflationsdruck
Auslöser der neuen Spannungen sind US-Zölle von bis zu 50 Prozent auf ausgewählte Waren aus Kanada. Washington greift dafür auf Section 338 des Tariff Act von 1930 zurück. Betroffen sind unter anderem Autos, Stahl und Industriegüter. Strategisch wichtige Importe wie Energie und bestimmte kritische Rohstoffe bleiben dagegen weitgehend verschont – ein Hinweis darauf, wie abhängig beide Volkswirtschaften voneinander sind.
Kanada will sich diesmal nicht zurückhalten. Ab dem 8. September sollen amerikanische Waren im Wert von 27,6 Milliarden Dollar mit Gegenzöllen von bis zu 50 Prozent belegt werden. Gleichzeitig versucht Ottawa, seine Abhängigkeit von den USA zu reduzieren und die wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa und anderen Handelspartnern auszubauen.
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Für Stagge liegt darin ein strukturelles Inflationsrisiko. Weniger Globalisierung, höhere Handelsbarrieren und hohe Energiepreise verteuern Waren nicht aufgrund stärkerer Nachfrage, sondern durch ein knapperes und kostspieligeres Angebot. Zusätzlichen Inflationsdruck erzeugt inzwischen wieder der Iran-Krieg: Die anhaltende Krise an der Straße von Hormus hat den Ölpreis in den vergangenen Tagen kräftig steigen lassen.
Brent-Öl kletterte am Mittwoch zeitweise über 96 Dollar je Barrel – damit rückt die Marke von 100 Dollar wieder in Reichweite. Genau diese Kombination aus Zöllen und steigenden Energiepreisen erschwert den Notenbanken den Kampf gegen die Inflation.
Noch brisanter wird die Lage durch den Anleihencrash, der längst nicht mehr auf die USA beschränkt ist. Weltweit stehen vor allem langlaufende Staatsanleihen unter massivem Verkaufsdruck. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries liegt bei rund 4,81 Prozent, während 30-jährige Papiere bereits 5,28 Prozent abwerfen und auf dem höchsten Stand seit 2007 notieren. Auch in Japan, Deutschland und Großbritannien sind die Renditen kräftig gestiegen. Dahinter stehen hohe Staatsschulden, große Haushaltsdefizite und hartnäckige Inflation.
Anleihen-Crash wird zum Risiko
Besonders problematisch wird der Anleihen-Crash für die USA. Die Staatsschulden haben inzwischen die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Werden fällige Anleihen zu höheren Zinsen refinanziert, steigt die Zinslast schrittweise weiter. Das US-Finanzministerium versucht gegenzusteuern und will unter Scott Bessent die Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen ausweiten. Doch Stagge bezweifelt, dass solche Maßnahmen die strukturellen Probleme lösen können.
Steigende Treasury-Renditen wirken schließlich weit über den Anleihemarkt hinaus. Hypotheken, Unternehmenskredite und Investitionen werden teurer, während höhere Diskontierungssätze die Bewertungen an den Aktienmärkten belasten. Besonders betroffen sind hoch bewertete Wachstums- und Technologieunternehmen mit schwachen oder noch fehlenden Cashflows.
Entscheidend wird deshalb die Marke von fünf Prozent bei den Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Sollte sie nachhaltig überschritten werden, erwartet Stagge zunehmenden Druck auf die Aktienmärkte.
Der Handelskrieg mit Kanada allein dürfte die US-Wirtschaft kaum aus der Bahn werfen. Gefährlich ist vielmehr die Kombination aus Zöllen, Inflation, steigenden Energiepreisen, hoher Verschuldung und einem Anleihemarkt, der immer höhere Renditen verlangt. Genau dort könnte sich entscheiden, wie lange die Aktienmärkte den wachsenden Belastungen noch standhalten.
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Jans, einfach. Ein Imperium muss ein anderes Land erobern, einkassieren, vereinigen, wenn es Finanzierbar bleiben will. Kanada bietet sich da an. Alle anderen Strategien die eine Millitärische Supermacht vorgaukeln, oder Projektion, sind gescheitert. Der Papiertiger ist durchschaut.
Das Personal woke esiert. Mit denen kannst zum Psychiater wenn eine Patrone fällt oder eine Schußverletzung eintritt. Für einen Krieg mit höchster Intensität und einen gleichwertigen Gegner nicht zu gebrauchen.
Der taktische Atomschlagstraum ist nichts.
Schon durchgespielt. Wenn ein Präsident das versucht. Stecken die ihm weg. was war das Thema..? Im Ernstfall geht die Bilanzsumme eben auf 18 Billiönchen?
Oder USA wird bei Southebys versteigert?