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Anleiherenditen-Anstieg in den USA: Ray Dalio sah es kommen

Die Anleiherenditen in den USA steigen massiv. Bei dramatischer Neuverschuldung muss an Anreiz her. Die Legende Ray Dalio sah es kommen.

Dollar-Scheine
Dollar-Scheine. Foto: Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Die Anleiherenditen in den USA steigen kräftig an, die Kurse fallen (Anleihen-Crash). Anleger wollen Kompensation für die hohe Inflation sehen, und für die massive Ausweitung der Staatsschulden. Die Hedgefonds-Legende Ray Dalio wies bereits vor mehr als einem Jahr genau auf die Entwicklung hin, die wir jetzt sehen. Stark steigende Zinsen am freien Anleihemarkt!

Ab Minute 12 im folgenden Video findet man dazu seine Aussagen. Die USA wollten eine sehr große Menge von Anleihen ausgeben, die die Welt aber nicht kaufen wolle. Man stehe vor einem sehr ernsten Problem zwischen Nachfrage und Angebot bei Staatsanleihen. Das US-Defizit in Relation zum BIP müsse auf 3 % sinken (aktuell über 7 %). Sonst werde es ernste Probleme geben, so Ray Dalio.

Wie kann man seine damalige Warnung einordnen? So eine große Menge neuer Schulden aufzunehmen, und das nicht nur einmal, sondern in einem immer größeren Ausmaß – das geht nur, wenn man den potenziellen Käufern immer höhere Renditen anbietet. Oder umgekehrt: Die Käufer sind nur dann bereit zu kaufen, wenn sie durch immer höhere Renditen entlohnt werden. Man kann es auch so formulieren: Anleger ahnen vielleicht zunehmend, dass die USA – egal ob Trump oder einer seiner Nachfolger – nicht willens sind die Defizite abzubauen. Also versucht man als US-Regierung durch eine zu hohe Inflation die Schuldenproblematik „wegzuinflationieren“. Und wer als Anleger an dieses Szenario denkt, will eben deutlich höhere Renditen als Entschädigung sehen.

Der folgende Chart reicht zehn Jahre zurück. Seit September 2016 stieg die Rendite für eine zehnjährige US-Staatsanleihe von 1,66 % auf heute 4,78 %. Im März 2025, also Ray Dalio seine Aussagen im Video tätigte, lag diese Rendite noch bei 4,28 %. Der Trend ist klar aufwärts gerichtet.

Zehnjährige US-Anleiherenditen im Verlauf der letzten zehn Jahre



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. I här immer Ray Dalio hät gsocht. Dees hot
    mir mein Hamster schon vor Jahren an seiner Zinsleiter mit seiner rechten vorderen Kralle angezeigt. Jedes Kleintier hat des schon gewußt. Ober man härt halt immer auf die Großviecherten. Ist ja klar, wer hört an Kleinen wenn der Elefant mal einen rausrüsselt. Was ist der Vethaltens Unterschied zwischen den Tieren und Menschen? Nichts.
    Zwischen den Primaten und Menschen? Nichts. Außer der Zins. Der ist der Unterschied.

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