Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das Die Einstiegs-Chance

Indizes

Anmerkungen zu Apple – und China..

Wertvollstes Unternehmen der Welt? Apple als Beispiel für individuelles und kollektives Versagen der Urteilskraft..

Veröffentlicht

am

Manchmal haben die Aktienmärkte doch eine etwas lange Leitung! Das gilt etwa für Donald Trump und seine Präsidentschaft – kaum wartet man zwei Jahre, schon haben die US-Aktienmärkte die erste Ahnung davon, dass Trump möglicherweise doch nicht so gut ist für die Wall Street mit der Einführung von Zöllen etc.

Ein anderes Beispiel ist Apple. Lange war das Unternehmen das nach Marktkapitalisierung Wertvollste der Welt – und das mit eigentlich nur einem einzigen wirklich erfolgreichen Prosukt, dem iPhone. Nun scheint der Markt gesättigt – und schon kommt die Apple-Aktie massiv ins Rutschen.

Das hat scheinbar auch die vermeintlichen Gurus wie Warren Buffett auf dem falschen Fuß erwischt:

Aber Buffett ist nicht alleine – von 33 Analysten-Ratings ist kein einziges ein Verkauf (siehe mehr dazu hier..)

Wie schnell die Einschätzung von Apple über sein Geschäft in China selbst umgeschlagen ist, zeigt die Aussage von CEO Tim Cook aus dem November für das 4.Quartal:

„business in China was very strong last quarter. We grew 16 percent, which we’re very happy with. iPhone in particular was very strong. Very strong double-digit growth there. Our other products category was also stronger, in fact a bit stronger than even the company, overall company number.“

Davor von Tim Cook auch schon geradezu Hymnisches zum 3.Quartal in Greater China:

„This is the fourth consecutive quarter that we’ve had double-digit growth in Greater China … if you look more holistically at our complete line, we had double-digit growth from services to iPad to iPhone and to our other product category, which the Watch did extremely well. So there are lots of good things happening there“.

Aber gestern plötzlich der Satz Cooks in seinem Brief an die Investoren:

„While we anticipated some challenges in key emerging markets, we did not foresee the magnitude of the economic deceleration, particularly in Greater China.“

Hier das Interview Cooks mit dem US-Finanzsender CNBC:

Watch CNBC’s full interview with Apple CEO Tim Cook from CNBC.

Dabei zeigen die Konjunkturdaten Chinas schon länger nach Süden – kürzlich die Einkaufsmanagerindizes (Caixin und die offiziellen) unter der Marke von 50, rückläufige Auto-Verkäufe in China (erstmals seit der Asienkrise 1998/1999) etc. ect.

Für Apple dürfte das der Beginn des Niedergangs in seinem zweitwichtigsten Markt nach den USA sein: denn nach der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin ist die Stimmung im Reich der Mitte komplett umgeschlagen, es ist nicht mehr wirklich sexy, mit amerikanischen Produkten wie iPhones gesehen zu werden:

China: Aufrufe zum Boykott amerikanischer Produkte – Apple wird das Haupt-Opfer!

Die Zahlen Apples in Greater China werden also schon aus diesem Grund schlechter – der dicke Hammer kommt nämlich dann erst im nächsten Quartal, wenn der indirekte Boykott von Apple-Produkten voll durchschlagen wird! Und das jenseits der Frage, wie stark China abkühlen wird..

Aber es ist mal wieder Zeit für ein bißchen gute Laune bei Thomas Cook:


Cook with Chongqing Mayor Huang in Apple Store Jiefangbei, China, August 17, 2016
By Junyi Lou – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69750529

3 Kommentare

3 Comments

  1. tm

    3. Januar 2019 13:46 at 13:46

    „von 33 Analysten-Ratings ist kein einziges ein Verkauf“

    Das ist allerdings ein allgemeines Phänomen, was sich nicht auf Apple beschränkt. In den kommdenen Wochen wird sich das ein wenig ändern und ein paar Analysten werden Apple auf Verkauf setzen.

    Bei Daimler von 36 Analysten gerade einmal sechs auf sell, davon drei Einschätzung aus dem Dezember und zwei aus dem Oktober, also nachdem die Verluste schon erheblich waren (die sechste aus Juli ist auch nicht viel besser).

    Bayer: von 37 Empfehlungen eine auf Verkauf.

    Siemens: 32 Empfehlungen, kein Verkauf.

  2. Hobby-Analyst

    3. Januar 2019 14:34 at 14:34

    Das heisst:
    Die Anal- isten liegen wirklich meistens falsch, oder was nicht besser wäre, sie reden es schöner ,aus welchen Gründen auch immer. Gibt es überhaupt freie ,unabhängige Analysten? Sind doch die meisten Angestellte einer Bank, deren Interessen sie vertreten müssen.
    Was wäre wohl, wenn Chauffeure, Ärzte, Piloten, Zugführer, FMW. – Kommentatoren oder normale unterbezahlte Handwerker soviele Fehleinschätzungen machen würden ?
    Braucht jemand Leute, die Firmen erst nach einem Kursrückschlag von 30% auf die Verkaufsliste setzen?
    Hatten wir hier nicht kürzlich ein Video, wo uns zwei Baby- Börsianer den total ungerechfertigten Abverkauf von Apple erklären wollten.
    Da verlasse ich mich lieber auf meine Sonderschul-Ausbildung u.meine gesunde Einbildung als auf solche
    hochbezahlte BERUFSSCHÖNREDNER

    • tm

      3. Januar 2019 15:34 at 15:34

      Nicht alle Analysten arbeiten bei Banken. Aber ob die anderen unabhängig sind, hägt wohl er davon ab, was man darunter versteht.

      Von Philip Tetlock gab es m.W. mal eine Untersuchung über die Prognoseleistungen diverser Prognostiker (also nicht bezogen auf Aktien, sondern auf alles) und da kam heraus, dass die prominentesten Prognostiker die schlechtesten Prognosen aufstellten. Das tat ihrer Prominenz aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Sie waren gerade prominent, weil sie klare Standpunkte vertraten und diese auch im Zeitablauf wenig verändern. Das ist gut für jede Talkshow. Die besten Prognostiker hingegen denken eher in Wahrscheinlichkeiten und wägen ab, „außerdem“, „unter Annahme, dass“, „falls“, sind häufig verwendete Wörter. Das ist für Prominenz eher schlecht und ein Aktienanalyst muss sich klar auf buy/hold/sell festlegen, das Publikum will außerdem keine Aussagen, dass Trump zu 29% die Wahl gewinnt…. Nate Silver wurde für letzte Aussage stark gescholten, er hätte das Wahlergebnis falsch prognostiziert.

      Insofern ist das Publikum, sind die Kunden auch zum Teil mit verantwortlich.

      Aber stimme schon zu: Wozu benötigt man Analysten, die den Trend mit mehreren Wochen Verspätung anzeigen?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Dax: Die zentrale Unterstützung

Reicht die substanzlose Dampflauderei von Kudlow aus, um den Dax vor einem Bruch der zentralen Unterstützung bei 11.000 Punkten zu bewahren?

Veröffentlicht

am

Der Dax steht nun vor der zentralen Unterstützung bei 11.000 Punkten – also vor der alten Widerstandsmarke aus der Seitwärts-Zone zwischen 10780 und 10980/11000 Punkten:

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€


(Chart durch anklicken vergrößern)

Gestern auf X-Dax-Basis wurde diese Marke bereits angestestet – erfolgreich, weil Trumps Dampfplauderer Larry Kudlow schlicht bestritt, dass die Vorbereitungsgespräche der beiden chinesischen Vize-Minister überhaupt geplant gewesen sei! Das ist schon ungemein dreist von einer Person, deren Urteilskraft ohnehin nicht gerade besonders stark ausgeprägt ist (zur Lektüre empfohlen seien zwei Artikel von Kudlow: „The Housing Bears Are Wrong Again“ und „Bush Boom Continues“ – hier zeigt sich der stete Schönredner-Charakter von Kudlow, der selbst Fakten entspannt leugnet!).

Die Märkte aber scheinen etwas auf die Worte von Kudlow zu geben – und stiegen gestern von den vorherigen Tiefs wieder an. Aber reicht diese Vertrauensseligkeit lange hin? Klar ist, dass in Sachen Handelskrieg die Tonlage sich wieder verschärft, sichtbar schon in Trumps Tweet vom Montag mit dem letzten, an China gerichteten Satz „stop playing around“ – also hört mit der Eierei endlich auf.

Dazu ist die US-Berichtssaison bislang alles andere als ein Erfolg – heute dürften United Technologies (12.55Uhr) und Texas Instrumeents (22.00Uhr) die Weichen vor allem im Tech-Sektorstellen.

Und es wird natürlich wieder die Wall Street sein, die den weiteren Weg vorgibt – und hier vor allem der Leitindex S&P 500. Der Index nun schon in Sichtweite der 2600er-Marke, deren Bruch zahlreiche US-Vermögensverwalter (CTAs) als Anlaß nehmen dürften, die Reißleine bei bestehenden Long-Positionen zu ziehen (wie der derzeit beste Prognostiker vo Schieflagen am Markt, Charlie McElligott von Nomura, vorhersagt):


(Chart durch anklicken vergrößern)

Auffallend ist, dass der Dax sich seit einigen Tagen sogar etwas besser hält als die US-Indizes – das war zuvor lange nicht mehr der Fall gewesen:


(Chartvergleich Dax und S&P; Dax schwarz)

Aber das kann sich auch schnell wieder ändern – denn der Dax ist besonders sensitiv für das Thema Handelskrieg, weil die Europäer wissen, dass wenn Trump seine harte Haltung gegen China beibehält, auch Europa an der Reihe ist mit Zöllen (wohl zunächst gegen Autos aus der EU)..

 

Foto:Deutsche Börse AG

weiterlesen

Finanznews

Der zweifelhafte Retter der Märkte! Videoausblick

Wie Trumps Schönredner Larry Kudlow versuchte, den Abverkauf der Märkte durch eine skurrile Aussage zu stoppen!

Veröffentlicht

am

Gestern nach erneut schwachen Zahlen von US-Konzernen notierte die Wall Street im Minus – dann kam noch die Meldung der „Financial Times“ dazu, dass die vorbereitenden Handels-Gespräche (vor dem Eintreffen von Liu He am 30.Januar) in Washington mangels Fortschritten abgesagt worden seien. Diese Absage wird auch duch andere Quellen bestätigt – aber Trumps Schönredner Larry Kudlow versuchte den Abverkauf der Märkte durch eine skurrile Aussage zu stoppen: es sei gar kein vorbereitendes Treffen geplant gewesen. Die Märkte glaubten dieser absurden Behauptung Kudlows – aber so oder so: die Zeit wird jetzt knapp, bis zum 01.März muß ein Abkommen geschlossen sein, sonst treten Trumps Zoll-Erhöhungen gegen China in Kraft. Im Fokus heute die US-Berichtssaison..

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

weiterlesen

Finanznews

Alle im Minus! Marktgeflüster (Video)

Warum heute rote Vorzeichen dominieren!

Veröffentlicht

am

Alle wichtigen US-Konzerne, die heute ihre Zahlen vorgelegt haben, handeln im Minus: Johnson&Johnson, Travelers, Halliburton und vor allem Black&Decker, in Europa drückt UBS den Banken-Sektor ins Minus. Dazu auch wieder ganz schwache Daten vom US-Immobilienmarkt – das vergrößert die Konjunktursorgen weiter, nachdem der IWF bereits gestern seine Wachstumsprognose gesenkt hatte. Dazu Sorgen um eine weitere Abkühlung in China bei gleichzeitig nachlassendem Optimismus in Sachen Handelskrieg – daher die US-Indizes ebenso im Minus wie der Dax. Ist die Rally jetzt vorbei? Das werden wohl erst die nächsten Zahlen der US-Konzerne zeigen – aber bisher ist die US-Berichtssaison eine glatte Enttäuschung..

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen