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US-Aktien: nicht gerade billig!

FMW-Redaktion

Wenn es so kommt mit der US-Berichtssaison, wie es die Analysten erwarten, dürfte die USA vor einer Rezession stehen. Das zumindest zeigt ein Blick in die Geschichte, wie ihn die britische Barclays unternommen hat. Demnach folgte seit dem Jahr 1973, wenn die Gewinne der S&P500-Unternehmen durchschnittlich um 0,6% zurück gingen im Zeitraum von einem Jahr, eine Rezession – mit einer einzigen Ausnahme. Sollte die Fed dagegen, so Barclays, die Zinsen weiter anheben – und nicht die Geldpolitik wieder lockern, wäre es das erste Mal seit dem Jahr 1953, dass die Unternehmensgewinne sinken, ohne dass dann eine Rezession folgt.

Seit dem 11.Februar hat der S&P500 14% zugelegt – am stärksten die am meisten geshorteten Aktien, die durchschnittlich um 31% gestiegen sind. Diese US-Berichtssaison düfte die schlechteste werden seit dem Jahr 2009 – die Aktienmärkte steigen zu Beginn dieser Berichtssaison dennoch weiter. Und so liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P500 derzeit bei 19 – so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Und das, obwohl die Analystenschätzungen für die Gewinne der US-Unternehmen stetig nach unten korrigiert wurden – von 10% auf nun nur noch 2,3%.

Nach Konsenprognose der Analysten dürften die Einnahmen der S&P500-Firmen im ersten Quartal um 9,5% gefallen sein, die Umsätze um 1%. Das liegt auch an der geringen Produktivität – also der Wertschöpfung pro geleisteter Arbeitsstunde. In den letzten fünf Jahren stieg die Produktivität nur um 0,5% pro Jahr – so wenig wie seit dem Zeitraum 1978 bis 1982 nicht mehr.

Und das könnte sich bald negativ für die US-Unternehmen auswirken – schließlich steigen die US-Löhne kontinuierlich. Das bedeutet, dass die US-Unternhmen ihre Zahlen nur dann verbessern können, wenn ihre Absätze steigen. Daran ist besonders problematisch, dass die Löhne steigen, während das BIP-Wachstum mau ist in den USA.

Billig ist der US-Aktienmarkt also nicht – im Gegenteil. Und vieles spricht dafür, dass sich die Lage für die US-Unternehmen nicht verbessern wird..



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1 Kommentar

  1. FMW immer auf dem loser-track, auf der highway sind die andern unterwegs.
    Nicht immer über Risiken und Nebenwirkungen grübeln,einfach machen.

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