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Antizipieren: Trader aufgepasst, es tut sich was bei Öl, Türkischer Lira und kanadischem Dollar

Das „Antizipieren“ half zuletzt sehr gut bei der Türkischen Lira. Nein, wir wollen uns an dieser Stelle nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber wir hatten den erneuten Abwertungsschub der Lira mehrmals angekündigt. Auch wir wussten nicht, ob der charttechnische…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Wer an der Börse kräftig was verdienen will, sollte zumindest mal darüber nachdenken einzusteigen, bevor ein gewisses Ereignis verkündet wird (Wirtschaftsdaten), oder bevor eine große charttechnische Marke überlaufen wird. Dann sind zügig große Gewinne möglich. Das ist nie eine Garantie, und kann auch genau so große Verluste bringen. Aber die Möglichkeit besteht große Gewinne in relativ kurzer Zeit zu machen. Nicht jeder Trader favorisiert diese Variante, und das ist auch völlig in Ordnung. In diesem Zusammenhang möchten wir hier erst einmal ein Musterbeispiel präsentieren, wo der vorausschauende Blick gute Gewinne für Forex-Trader ermöglicht hat.

Türkische Lira

Das „Antizipieren“ half zuletzt sehr gut bei der Türkischen Lira. Nein, wir wollen uns an dieser Stelle nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber wir hatten den erneuten Abwertungsschub der Lira mehrmals angekündigt. Auch wir wussten nicht, ob der charttechnische Durchbruch wirklich erfolgen wird – wir hatten nur auf diese Chance hingewiesen. Denn mehrmals in den letzten Jahren kratzte die Lira wochenlang gegen Euro und Dollar an wichtigen Marken, um dann nach dem Unterschreiten dieser Marken weiter kräftig abzuwerten.

Denn charttechnisch war danach der Weg stets frei, so wie jetzt auch. In den Charts muss man immer spiegelverkehrt denken. Denn die Währungspaare notieren immer auf Dollar gegen Lira und Euro gegen Lira. Also steigen die Kurse hier immer weiter, weil man immer mehr Lira aufbringen muss um einen Dollar oder einen Euro zu kaufen. Nach dem monatelangen Kratzen an der 4,72 bei Euro vs Lira gelang vor zwei Wochen der Durchbruch. Heute Nacht ging es sogar rauf bis auf 4,97 (immer weitere Abwertung der Lira). Weitere Anstiege sind möglich.

Türkische Lira
Euro vs Türkische Lira seit letztem August.

Öl

Genau wie die türkische Lira ist auch der Ölpreis ein Paradebeispiel, wie man gewisse Ereignisse antizipieren kann. Der WTI-Ölpreis liegt seit mehreren Wochen in einer charttechnischen Range zwischen 58 und 66,50 Dollar. Diese Range hatten wir Anfang März schon einmal angesprochen. Je nachdem ob er nach oben oder nach unten ausbricht, ist aus rein charttechnischer Sicht erstmal der Weg frei für weiter steigende oder fallende Kurse.

Diese Woche hat sich WTI-Öl deutlich an die obere Kante angenähert, und vorgestern fehlten nur noch 80 Cents zum Erreichen der 66,50 Dollar. Im Augenblick wirkt es doch deutlich wahrscheinlicher, dass der Ölpreis diese obere Grenze durchbrechen wird (aktuell 65 Dollar). Auch dafür gibt es keine Garantie, aber es ist eine interessante Tradingmöglichkeit für alle, die schon vor dem Überlaufen der Marke mit an Bord sein wollen. Natürlich kann man in solchen Fällen auch mit einem Stop-Buy arbeiten, um im steigenden Markt automatisch mit dabei zu sein.


WTI-Öl seit September 2017.

Kanadischer Dollar

Letzte Woche zeigten Daten eine extrem robusten kanadischen Arbeitsmarkt, dafür aber schlimme Einbrüche am Immobilienmarkt. Das schwächte letzte Woche den kanadischen Dollar. Heute Mittag nun wurde für Kanada die Inflation für Februar veröffentlicht. Sie stieg mit +2,2% stärker als erwartet, und auch stärker als im Januar mit 1,7%. Ein Sprung in der jährlichen Teuerung von +0,5% in nur einem Monat, das ist verdammt viel.

Also: Hausmarkt katastrophal, aber Arbeitsmarkt und Inflation sehr stark! Aktuell pusht die Inflation den kanadischen Dollar. Wer antizipiert, und ein sehr großes Risiko eingehen will, könnte auf einen weiter steigenden CAD spekulieren, weil er an eine baldige Zinsanhebung in Kanada glaubt. Das ist aufgrund der Immobiliendaten alles andere als sicher, aber die sonstigen Daten könnten die Notenbank dazu bewegen. Die nächste Zinsentscheidung verkündet die Bank of Canada am 18. April.

Aktuell verliert US-Dollar vs CAD 90 Pips (Aufwertung des kanadischen Dollar), weil die Inflation ja anzieht. Wer will hier auf auf einen weiter schwächelnden USDCAD setzen?


Die aktuelle Bewegung im USDCAD seit gestern früh.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    m.d

    23. März 2018 17:05 at 17:05

    danke für diese kolumne „trader aufgepasst“. ist einfach klaase. habe einige gewinne nur durch diese artikel eingefahren. nochmals danke.
    vg

  2. Avatar

    hans

    23. März 2018 22:39 at 22:39

    Kriegsverbrecher Aktien und deren Zulieferer(Faltenfrosch; IM Erika) haben keine Zukunft.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

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am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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