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Aussagen der Bank of America Anything-But-Dollar Trade kurbelt Aktien außerhalb der USA an

Einer der renommiertesten Strategen der Wall Street spricht aktuell vom "Anything-But-Dollar" Trade. Anleger investieren außerhalb der USA.

Donald Trump am 2. April 2025
Donald Trump am 2. April 2025. Foto: Jim Lo Scalzo/EPA/Bloomberg

Die Bank of America spricht aktuell vom Anything-But-Dollar Trade. In letzter Zeit strömen deutlich mehr Anlegergelder in internationale Aktienmärkte als in den Leitmarkt USA. Donald Trump hat viel Chaos verursacht: Grönland, Venezuela, Iran, Fed-Attacken, Chaos pur. Zölle haben weltweit Handelspartner vergrault, Anleger zweifeln immer mehr an der Verlässlichkeit der USA als großer Kapitalmarkt, wo man sein Geld investieren kann. Und schließlich sehen viele Anleger außerhalb der USA eben auch gute Investitionsmöglichkeiten, wo Aktien günstiger bewertet sind. Der Boom in Südkorea, wo zwei der Mega-Speicherchiphersteller sitzen, ist ein gutes Beispiel.

Anything-But-Dollar Trade

Die Handelspolitik der USA schafft eine „neue Weltordnung”, da Investoren den Dollar und amerikanische Aktien gegen internationale Vermögenswerte eintauschen, so sagt es laut Bloomberg aktuell Michael Hartnett von der Bank of America. Die „Run-it-hot-Politik” der Trump-Regierung bedeute neue „Anything-but-Dollar”-Geschäfte, bei denen sich der US-Exzeptionalismus in eine globale Neugewichtung verwandle, so schreibt es der Stratege in einer Mitteilung.

Michael Hartnett schreibt weiter, dass dies internationale Aktien beflügeln werde, wobei Rohstoffproduzenten in Schwellenländern von der höheren Nachfrage nach künstlicher Intelligenz profitieren dürften. Investoren seien außerdem in China und Indien unterrepräsentiert, merkte er an. Die Geldströme stützen Hartnetts Ansicht des „Anything-But-Dollar“ Trades. Aktienfonds in Europa, Japan und anderen internationalen Industrieländern haben in diesem Jahr insgesamt 104 Milliarden US-Dollar angezogen und damit die 25 Milliarden US-Dollar, die in US-Fonds geflossen sind, in den Schatten gestellt, wie aus der Mitteilung der BofA unter Berufung auf EPFR Global hervorgeht.

US-Vermögenswerte sind seit der historischen Zollankündigung von Präsident Donald Trump im April 2025, die Befürchtungen über das Ende der amerikanischen Dominanz auf den globalen Wirtschafts- und Finanzmärkten schürte, in Aufruhr. Obwohl Trump seitdem viele der Abgaben zurückgenommen hat, bleibt der S&P 500 Index im Vergleich zu internationalen Pendants ein Nachzügler, während der Dollar seit Ende 2024 um 10 % gefallen ist.

Michael Hartnett hat seit Ende 2024 eine Präferenz für internationale Aktien beibehalten, eine Entscheidung, die sich als vorausschauend erwiesen hat, da der 15-prozentige Anstieg des S&P 500 in diesem Zeitraum hinter dem 39-prozentigen Anstieg des MSCI ACWI ex-US Index zurückblieb.

Seit Jahresanfang flossen viel mehr Anlegergelder in internationale Aktien als Richtung USA

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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