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Ölpreis stagniert – 1,5 Mio Kürzung? Russland als OPEC-Problem

Ölpumpe Beispielfoto

Vorhin hatten wir über die ersten Meldungen aus Wien berichtet. Am ersten Tag des außerordentlichen Treffens der OPEC sickerte durch, dass man sich geeinigt hat, dass die OPEC und ihre Partner gemeinsam 1,5 Millionen Barrels Öl-Fördermenge pro Tag kürzen sollen – um die Nachfrageschwäche auszugleichen, welche durch das Coronavirus verursacht wird. Damit soll der Ölpreis hochgepusht werden. Der WTI-Ölpreis stieg vorhin auch um gut 50 Cents über 47 Dollar. Bei so einer starken Kürzung, die größer wäre als erwartet, müsste der Ölpreis doch viel stärker ansteigen?

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Ölpreis stagniert – Russland lässt alle zappeln

Dazu kommt noch, dass WTI-Öl aktuell eher stagniert. Mit aktuell 47,03 Dollar sind es nur gut +50 Cents nach den ersten Veröffentlichungen  – eine Stagnation. Also, wo ist der Haken an der Sache? Inzwischen wurde die heutige OPEC-Sitzung beendet, worauf morgen die OPEC-Sitzung zusammen mit den externen Partnern wie Russland folgen wird. Klar ist, dass sich die OPEC geeinigt hat, dass man zusammen mit den Externen insgesamt 1,5 Millionen Barrels pro Tag kürzen will. Nur hat man offenbar noch immer keine definitive Aussage von russischer Seite gehört. Gemäß Aussagen von wichtigen OPEC-Funktionären hängt der Gesamterfolg dieser Kürzung wohl davon ab, ob und in welchem Umfang Russland mit an Bord ist. Der Deal könnte sogar noch ganz scheitern, wenn Russland sich morgen verweigert – so darf man die aktuellen Aussagen des langjährigen und angesehenen iranischen Energieministers Zanganeh interpretieren.

Die Spannung steigt also nochmal bis zum morgigen Freitag! Russland wird zum Problem für die OPEC. Auch könnte morgen passieren, was die letzten Jahre schon mehrfach passierte, und was wir jüngst als Idee erwähnt hatten. Reicht die Kürzung letztlich nicht aus um den Ölpreis nach oben zu pushen, könnten die Saudis im Alleingang nochmal kräftig Kürzungsmenge oben drauf packen. Im Raum stehen diesbezüglich aktuell 600.000 Barrels pro Tag an zusätzlicher Kürzungsmenge. Raucht Ihnen bei diesem Chaos auch schon der Kopf? Die Lage ist unklar. Klar ist nur: Heute und vor allem morgen könnte es nach oben oder nach unten zu plötzlichen Sprüngen im Ölpreis kommen – je nachdem wie Russland sich entscheidet, und ob die Saudis in Eigenregie die Kürzungsmenge ausweiten.

Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 24. Februar
WTI-Ölpreis seit dem 24. Februar.



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