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Märkte

API-Daten geben Öl-Bullen Hoffnung – alle Augen auf heute 17 Uhr

Gestern kamen aber bereits die privat erhobenen API-Daten rein, die wie immer vom Markt als Indikation genommen werden. Laut API gingen die Rohöl-Lagerbestände in den USA letzte Woche um satte…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach der Verlängerung der Fördermengen-Kürzungen betonte der saudische Öl-Minister, dass es ihm nicht auf den Ölpreis, sondern auf die Lagerbestände ankäme. Die müssten endlich fallen. Und da der Markt die 9 Monate-Kürzungsverlängerung vor einer Woche nicht in steigende Ölpreise umgemünzt hat, blickt nun jeder Öl-Interessierte heute auf die wichtigste Zahl der Branche zu den Lagerbeständen, nämlich die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA.

Wenn die Amerikaner Feiertag haben, verschieben sie alle Statistikdaten um einen Werktag nach hinten. Daher werden die normalerweise Mittwochs veröffentlichten Daten dank dem Memorial Day vom Montag erst heute präsentiert, nämlich um 17 Uhr deutscher Zeit. Gestern kamen aber bereits die privat erhobenen API-Daten rein, die wie immer vom Markt als Indikation genommen werden. Laut API gingen die Rohöl-Lagerbestände in den USA letzte Woche um satte 8,67 Millionen Barrels zurück, wobei die Erwartungen bei -3 Millionen Barrels lagen.

Vermutlich ist dies der Effekt der beginnenden „Driving Season“ in den USA, wo man deutlich mehr verreist mit seinem Auto, und der Benzinverbrauch daher steigt. Daher wohl die größere Nachfrage in den USA, und deshalb wohl auch dieser Rückgang bei Rohöl-Lagern. Aber beim tatsächlichen Benzin-Verbrauch muss man gerade heute auch auf die Benzin-Lager schauen! Die gehen laut API um 1,73 Millionen Barrels zurück bei -1,5 Millionen Barrels Erwartung.

Wenn die heutigen offiziellen Daten die API-Daten von gestern Abend bestätigen, wäre das der achte Wochen-Rückgang in Folge. Und – 8,67 Millionen Barrels, das wäre mal ein starker Rückgang nach den Mini-Schritten der letzten Wochen. Natürlich bleibt es fraglich, ob diese Rückgänge nachhaltig sind. Der WTI-Ölpreis (Chart) reagierte gestern Abend um 22:35 Uhr deutscher Zeit positiv auf die rückläufigen Lager, die ja die Angebotsseite schrumpfen lassen. WTI-Öl stieg ruckartig um 0,50 Dollar auf 48,80 Dollar gestern Abend.

Das hielt der Ölmarkt bis vorhin durch. Exakt dieser Gewinn ist aber in den letzten zwei Stunden wieder abhanden gekommen. Es wird spannend um 17 Uhr. Wir berichten sofort nach Veröffentlichung hier auf finanzmarktwelt.de

Anmerkung: Nach ungesicherten Informationen aus Libyen soll die dortige Ölproduktion von April bis jetzt um gut 130.000 Barrels pro Tag gestiegen sein. Libyen ist zwar OPEC-Mitglied, ist aber aufgrund der desaströsen Lage im Land von den Fördermengenkürzungen ausgenommen, und kann pumpen was die Rohre hergeben. Mehrere Felder haben vor Kurzem wieder ihre Arbeit aufgenommen – da dürften die anderen OPEC-Mitglieder wenig glücklich sein, falls es in dem Tempo weitergehen sollte in Libyen. Das mag aktuell mit ein Grund für den labilen Ölpreis sein. Aber jetzt ist auch mal gut – blicken wir heute auf die Lagerdaten um 17 Uhr!


Der WTI-Ölpreis seit gestern früh.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    1. Juni 2017 16:21 at 16:21

    Darf ich mal eine Prognose wagen?
    Der Rückgang wird ähnlich hoch sein, wie gestern bei den privat erhobenen Daten oder gar noch höher. Der Ölpreis geht danach erst mal nach oben, um dann deutlicher nach unten nachzugeben.
    Warum? Ganz einfach: Der saudische Minister sagt, der Preis ist egal, nur die Lagerbestände sind wichtig. Wenn die Lagerbestände also fallen, wird es keine weitere Verlängerung der Förderkürzung durch die OPEC geben und der Preis fällt.

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Devisen

Türkische Lira mit neuem Rekordtief – warum die Zinsanhebung verpufft ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira stand seit letzter Woche Donnerstag vor einer möglichen Kurswende. Denn seit geraumer Zeit hangelt sie sich von einem Rekordtief zum nächsten – ein Desaster! Hauptverantwortlich dafür war die von Präsident Erdogan befürwortete Politik der türkischen Zentralbank, den Leitzins tief unterhalb der Inflationsrate zu belassen – Hauptsache es gibt günstige Kredite für Unternehmen und Verbraucher in der Türkei. Aber damit war am Donnerstag Schluss. Völlig überraschend wurde der Leitzins von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent angehoben – eine mutige, kräftige Anhebung!

Türkische Lira aktuell mit neuem Absturz auf Rekordtief

Und die türkische Lira reagierte entsprechend positiv mit einer Aufwertung. US-Dollar vs Lira fiel bis Freitag von 7,69 auf 7,51. Endlich mal ein Aufatmen für die Lira, könnte man sagen. Aber vor allem seit Start des Devisenhandels heute Nacht wertet die türkische Lira wieder deutlich ab, auf neue Rekordtiefs gegen US-Dollar und Euro. Der folgende Chart, der bis letzten Mittwoch zurückreicht, zeigt den beschriebenen Verlauf seit Donnerstag. Aktuell muss man 7,78 Lira für 1 US-Dollar zahlen (Hoch heute schon bei 7,86). Und für einen Euro muss man heute schon 9,08 Lira aufbringen.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

Geopolitik durchkreuzt Lira-Erholung

Da könnte man bei der türkischen Zentralbank in Ankara ja fast verrückt werden, möchte man meinen. Da erhöht man den Leitzins um kräftige 200 Basispunkte, und nur zwei Handelstage später notiert die türkische Lira tiefer als jemals zuvor. Aber in diesem Fall muss man die Notenbanker von jeglicher Schuld freisprechen. Die geopolitische Lage hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Denn direkt um die Ecke sind zwischen Armenien und Aserbaidschan sind heftige Kämpfe entfacht. Jetzt gilt in beiden Ländern sogar der Kriegszustand. Schweres Artilleriefeuer, zahlreiche Tote und Verletzte – die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach gehen weiter. Die Türkei hat sich umgehend an die Seite Aserbaidschans gestellt, so besagen es aktuelle Berichte. Dies setzt die türkische Lira plötzlich kräftig unter Druck. Heute verkündete Maßnahmen der türkischen Bankenaufsicht (siehe hier) gehen bei diesem kriegerischen Konflikt derzeit völlig unter.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schafft der Euro zum Wochenstart den Rebound?

Agata Janik

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Mehrere Euro-Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar musste in der vergangenen Handelswoche herbe Verluste hinnehmen. Innerhalb nur weniger Tage hat der Euro gegenüber dem US-Dollar über 200 Punkte verloren. Aus technischer Sicht war diese Reaktion auf der Short-Seite zu erwarten. Die Indikatorenlage war im mittelfristigen Zeitfenster ausgereizt. Zu oft hat der Major vergeblich versucht, die höheren Regionen über 1,19 nachhaltig zu erobern. Nach der letzten Seitwärtsbewegung und einem erneuten misslungenen Angriff, kam es zu einer großen Enttäuschung im Markt. Der Widerstand bei 1,1875 hat endgültig bestätigt, dass es für den Euro an der Zeit war, eine Korrektur zu erfahren. Die Bullen haben ihre Long-Trades sukzessive in Laufe der Woche geschlossen und den Euro vs USD somit unter Druck gesetzt.

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Während der ganzen letzten Woche wurde die Short-Seite von den Händlern klar favorisiert. Der frische Abwärtstrend wurde zusätzlich durch die allgemeine Dollar-Stärke beschleunigt. Der Greenback scheint momentan eine kleine Renaissance zu erleben. Nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors konnte sich die amerikanische Währung in der letzten Handelswoche gut durchsetzen. Obwohl es in den USA weiterhin brodelt und die Lage sich vor den Präsidentschaftswahlen immer mehr zuspitzt, gewinnt der USD gegen die anderen Hauptwährungen wieder an Wert. In Europa haben die Experten die zweite Welle des Covid-19 fast schon fest einprogrammiert. Die infektionszahlen steigen an und immer mehr Regionen werden zum Risikogebiet erklärt. Die Sorgen und Ängste vor der wirtschaftlichen Krise kommen zurück. Das belastet den Euro. Das Vertrauen in die europäische Leitwährung scheint zu schrumpfen.

Am Freitag wurde der Euro vs USD weiter abverkauft. Nachdem der wichtige Widerstand bei 1,1681 gehalten hatte, schlugen die Bären erneut zu und schicken den Euro weiter in den Keller. Es hat sich frische Dynamik auf der Unterseite entwickelt und der Kurs rutsche im Laufe des Tages immer tiefer. Im Low notierte EUR/USD vor dem Wochenschluss bei 1,1610. Diese Unterstützung war stark und konnte die Short-Bewegung stoppen. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, erholte sich der Euro dann wieder leicht. Es waren aber überwiegend die Gewinnmitnahmen der Daytrader, die diese Gegenreaktion auf der Oberseite ausgelöst haben. Im späten Handel notierte der Euro zum USD bei ca. 1,1637.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro vs USD bei 1,1632. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, geriet der Euro erneut leicht unter Druck. Der Kurs rutsche bis 1,1615. Hier hat die Dynamik wieder nachgelassen. Der Angriff auf die 1,1600 Marke war somit gescheitert. Danach hat sich der Euro wieder ein wenig erholt. Die 1,1600 „big figure“ wird für die weitere Entwicklung von EUR/USD von großer Bedeutung sein. Es ist eine wichtige psychologische Marke, die nicht zu vernachlässigen ist. Die Bären werden heute wieder versuchen, den Euro unter Druck zu setzen.

Der Weg bis 1,1600 ist nicht lang. Darunter liegen viele Stop-Loss Marken. Wenn diese gezogen werden, wird sich der neue Abwärtstrend weiter fortsetzen. Die nächste signifikante Unterstützung befindet sich erst bei 1,1516 (120er Moving Average). Wenn dagegen die 1,1600 Marke aber hält, kann es zu einem schnellen Rebound kommen. Auf der Oberseite hat EUR/USD den ersten wichtigen Widerstand bei 1,1663 und dann bei 1,1681. Wenn auch diese Marke erobert wird, wird der Kurs die 1,1700 Marke suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar liegt heute bei 1,1641.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Gold/Silber

Markus Krall und Florian Homm über Manipulation im Handel mit Gold

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren Gold

Markus Krall ist nicht nur als Degussa-Chef einer der Vertreter der Gold-Branche in Deutschland. Er ist Bankenexperte und scharfer Kritiker des derzeitigen Finanzsystems (immer obszöneres Gelddrucken durch die Notenbanken). Zunehmend wird er von großen Medienpublikationen auch in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gedrängt. Man darf anmerken, ohne sich gegen oder für ihn zu positionieren: Einige seiner Formulierungen (ganz unabhängig von Inhalten) sind doch relativ derbe und grenzwertig! Aber gut, kommen wir zum Thema Gold.

Markus Krall über die Notenbanken und Gold

Markus Krall hat aktuell mit Florian Homm über Manipulationen im Handel mit Gold gesprochen. Notenbanken und IWF würden ein nicht unberechtigtes Interesse daran haben, dass der Goldpreis nicht wilde Kapriolen schlage. Trotz Papiergeldsystem (Fiat-Geldsystem – hier erklärt) würden die Notenbanken immense Mengen an Gold halten und zukaufen – sie seien Netto-Käufer von Gold. Sie seien nicht an all zu großer Volatilität im Preis von Gold interessiert. 40.000 von 200.000 Tonnen Gold lägen bei den Notenbanken, als ultimative Rückversicherung für den Wert des Geldes. Die Notenbanken seien grundsätzlich darauf bedacht, dass der Goldpreis nicht zu stark schwanke, weil dies zu großen Schwankungen in den Notenbank-Bilanzen führen würde. Dies sei nicht erwünscht.

Aktuelle Marktlage

Die gesamte Marktlage hinsichtlich der langfristigen Geldwertstabilität erzeuge eine Flucht in Assets, die gegen Inflation schützen würden, so Markus Krall. Der Trend nach oben bei Gold sei solange intakt, wie die Notenbanken wie wild Geld drucken würden. Hochinteressant: Er wirft eine Theorie auf, was sich seit März am Goldmarkt geändert habe. Durch die Coronakrise und die immense Nachfrage nach echtem physischen Gold habe sich der Preis für das physische Edelmetall vom synthetischen Preis für Buchgold entkoppelt. Von daher sei der Goldpreis für die Notenbanken seitdem nicht mehr einfach über Derivate (hier dazu die Begriffserklärung) steuerbar.

Die Theorie von Markus Krall ist sehr interessant. Wollten die Notenbanken nämlich jetzt den Goldpreis drücken, dann müssten sie physisches Gold auf den Markt werfen, anstatt wie früher mit Derivaten den Goldpreis zu drücken. Aber die Notenbanken hätten ja ein Interesse ihre Goldbestände weiter auszubauen, und würden daher das Edelmetall nicht verkaufen. Von daher sei ihnen seit März die Kontrolle über den Goldmarkt nicht mehr so einfach möglich, so Markus Krall. Eine interessante Theorie, so möchten wir meinen.

Die Anleger vom Gold abbringen

Wie könnten Notenbanken oder Staaten ganz ohne Gold-Verbot Privatanleger von Geldanlagen im Edelmetall abbringen? Markus Krall sagt, dass er derzeit am Derivatemarkt deutlich höhere Volumina in Goldprodukten sehe. Die Volatilität habe zugenommen. Durch diese höheren Schwankungen im Goldpreis könnte man Privatanleger Angst vor einem Gold-Investment machen. Tja, ob die Notenbanken dahinter stecken? Dazu sagt er, dass dazu konkrete Beweise fehlen. Aber dass jemand derzeit sehr aktiv sei am Derivatemarkt, sei eindeutig zu belegen. Es gehe laut Markus Krall um eine Entmutigung der Investoren, die Interesse an Gold hätten. Sehen Sie im folgenden Video das hochinteressante Gespräch mit Florian Homm.

Übrigens: Beim Klick an dieser Stelle finden Sie meine Gegenrede zur Forderung eines ZEIT-Journalisten aus der letzten Woche, den Handel mit Gold abzuschaffen. Hierbei wurde durch die ZEIT auch Markus Krall als bösartiger Angstmacher und Crashprophet thematisiert. Was auf den ersten Blick arg nach Verschwörungstheorie klingt: Finden Sie hier seine Meinung zum Geldsystem, das so aufgebaut sei, dass es als Matrix zur Täuschung der Menschen funktioniere.

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