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Apple: Analysten bleiben bullisch trotz Abverkauf

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Nach den nachbörslich am Dienstag gemeldeten Zahlen kam die Aktie von Apple gestern stark unter Druck und verlor zeitweise über 6%:

Apple230715

Die Reaktion der Aktie auf die Zahlen aber ficht die Mehrheit der Analysten nicht an: am gestrigen Mittwoch haben 25 Analysten neue Einschätzungen zur Apple-Aktie gegeben – 20 davon haben ihr Kursziel und ihre Kaufempfehlung beibehalten, fünf haben ihre Erwartung gesenkt. Tenor der Optimisten: die Zahlen waren gut, die Erwartungen waren zu euophorisch, aber sonst ist alles in Butter.

Apple-CEO Tim Cook wiederum schwärmt von den Möglichkeiten in China – und das obwohl die Zahlen der Verkäufe im Reich der Mitte deutlich unter der Erwartung geblieben waren. Bis Mitte 2016 wollen die Kalifornier ihre Apple-Stores in China von 22 auf 40 erhöhen – Zeichen des Optismus, den Tim Cook derzeit verbreitet.

Angesichts der doch so unglaublich rosigen Zukunft für Apple sind diejenigen in der Minderheit, die in der Abhängigkeit Apples von China eher ein Problem sehen. So etwa Timothy Arcuri von Cowen and Company’s, der die Dinge auf den Punkt bringt:

„With a tepid iPhone number amid mounting China demand concerns and supply-side field work suggesting new iPhone builds are down cycle/cycle for the first time, we are downgrading AAPL from Outperform to Market Perform…for now, iPhone is still the key“.

Die AppleWatch hingegen hat sich nach einem starken Anfang zum Rohrkrepierer entwickelt. Damit bleibt eben die Abhängigkeit vom iPhone unverändert bestehen, andere Verkaufsschlager sind, anders als Apple angekündigt hatte, nicht in Sicht.

Charttechnisch droht der Apple-Aktie im großen Zeitfenster eine langfristige Top-Bildung:

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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