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Apple: Das sagen die richtigen Experten zum gestrigen Event

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Es gibt inzwischen diverse Tech-Blogs (vor allem in den USA), die in Sachen Apple, Samsung und Co. die Meinungsführerschaft übernommen haben, weil sie einfach gut sind und ins Detail gehen, und nicht oberflächlich Agenturmeldungen kopieren wie die normalen Presseorgane. Einige Blogs sind so erfolgreich, dass die Bezeichnung Blog kaum noch zutrifft, sondern eher „Profi-Portal für Technik“. Wir haben uns umgeschaut, wie drei dieser wirklichen Experten, die die Produkte auch wirklich beurteilen können, das gestrige Apple-Event einschätzen.

Mobilegeeks.de

Mobilegeeks.de  ist eine der ganz wenigen deutschsprachigen Seiten, deren Team man wirklich als Experten bezeichnen kann, die auch vor Ort anwesend sind. Sie schreiben folgendes (Auszüge):

„Apple hat mit seiner September 2015 Keynote wieder einmal ein Event abgehalten, wovon andere Firmen nur traeumen koennen. Technologien zu uebernehmen, die andere schon haben und dann diese perfekt in das eigene Oekosystem einbauen. Das war ein Lehrstueck fuer die Branche. Das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus sind mehr evolutionaere, denn revolutionaere Entwicklungen bzw. Nachfolger des Vorgaengers, der vor genau einem Jahr vorgestellt wurde. 3D Touch hat Einzug gehalten und bietet damit einen zusaetzlichen Interaktions-Layer, den man zumindest in der Apple Watch schon angedeutet hat. Bloed nur, dass zum einen Android diese Funktion schon seit Jahren implementiert hat und auch Huawei diese mit dem Mate S waehrend der IFA zeigte. Da musste sich Apple einfach mal hinten anstellen und dafuer halt ein bischen lauter trommeln. Amazing!

Fire TV, Nexus Boxen und Chromesticks sind angesagt. Bei Boxern heisst es ja: They never come back… Bei Apple sieht das ein wenig anders aus und mit der neuesten Ausgabe des Apple TVs haben die Kalifornier genau dies bewiesen. Schicke, schnelle Box, dazu noch ein passender Appstore. Sollen wir schon mal die Uhr danach stellen, wann Apple mit eigenen Serien und Filmen rauskommen will? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die da schon den ein oder anderen Plan in der Schublade haben. Das neue Interface, welches mit seiner Suche ueber Siri ein wenig an Fire TV von Amazon erinnert, bringt Apple endlich in die Gegenwart der modernen Settop Boxen. Das kann nicht, das muss die Anhaenger von Cupertino begeistern. Insbesondere wenn Siri direkt ueber verschiedenste Services hinweg sucht. Das neue Apple TV wird gross, erfolgreich und Cupertino ganz ganz viel Geld einbringen. Ob es sich dann gegen die Platzhirsche von Amazon, Google und Roku durchsetzen wird, das steht noch in den Sternen. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.“

The Verge

The Verge“ geht ziemlich sachlich an die gestrige Präsentation heran, hier ein Auszug zum iPhone:

„Today’s event was always about introducing new iPhones, and Apple didn’t disappoint. The new iPhone 6S and 6S Plus will be built from a new, custom aluminium alloy, and will be available in silver, gold, space grey, and rose gold. As expected, they will have Force Touch, which can detect where you’re pressing on the screen and how hard. The 6S will have the same 4.7 inch display screen as the iPhone 6, and the 6S Plus will retain its 5.5 inch screen. But both will come with new glass displays built of Ion-X, the same display on the Apple Watch Sport. The upgraded iPhones both have a new A9 chip built in, 70 percent faster than the A8 at CPU tasks, and 90 percent faster with graphics. You’ll also see a new 12-megapixel rear iSight camera, capable of shooting video in 4K, and a 5 megapixel front-facing camera with Retina Flash that’s supposedly 3x brighter than regular Flash.

But despite all the new storage-heavy features, entry-level iPhones will still start at 16GB. Apple is also maintaining its traditional pricing tiers: $199 to $399 for the 6S, and $299 to $499 for the 6S Plus depending on storage, while on a two-year contract. For those who don’t want to be tied to a contract, Apple is also introducing two new payment options. You can either pay for the 6S in installments of $27 per month, or lease an iPhone for $32 per month, which lets you trade in your phone for a new one every year. Preorders for the iPhone 6S and 6S Plus start September 12th, and general availability will follow on September 25th. The latest version of iOS, however, is coming sooner than that: iOS 9 will be released in a little under a week, on September 16th.“

TechCrunch

Das Portal „TechCrunch“ bringt für die neuen iPhones die Kernaussage, dass das Innenleben der Geräte „bedeutend optimiert wurde“, Zitat:

„As can be expected from an ‘s’ year, the next-generation iPhones don’t look all that different from last year’s models. However, the innards have been significantly tweaked.

For the first time in years, Apple is adding more megapixels to the iPhone camera, offering a 12-megapixel camera. That’s a 50 percent improvement from earlier generations of the iSight camera. But in order to avoid trading off more pixels for lower image quality, Apple has introduced ‘deep trench isolation’, which separates photo diodes to help maintain accurate color quality and reduce crosstalk and noise. The new iSight camera still protrudes slightly from the body of the phone, just as it does on the iPhone 6 and 6 Plus. Beyond still imagery, the new iSight camera is also capable of taking 4K video, which means each frame has 8 million pixels.

The new A9, found in the iPhone 6s and 6s Plus, is the third generation of the 64-bit chip Apple has been using, built with a new transistor architecture. It’s 70 percent faster than the A8 chip used in the iPhone 6 and iPhone 6 Plus, and 90 percent faster graphics performance than the previous generation.
Alongside the new A9, the new iPhones will feature a brand new M9 co-processor that is always on, to help detect motion for apps like Health. Thanks to the new processors, TouchID is twice as fast in the new phones.“

Das Fazit

Apple nimmt viele Dinge, die die Konkurrenz schon hat, verpackt sie als NEU und vermarktet sie deutlich besser. Es wird wohl wieder funktionieren bei der treuen Apple-Gemeinde. Die Vielzahl der vorgestellten Produkt-Updates überdeckt das Fehlen einer wirklichen Innovation, aber das soll kein Vorwurf sein, sondern nur als Tatsache erwähnt werden. Die Grundstimmung ist leicht positiv, der große Knaller fehlt aber! Was noch erwähnenswert ist: Die Verkaufszahlen zur Apple Watch wurden auch gestern gar nicht genannt. Also ist dieses Produkt wohl eher ein Flop. Aber das kann man bei Apple verkraften, solange das iPhone läuft. Die Apple-Aktie konnte gestern nicht so recht vom Event profitieren. Seit gestern 19 Uhr deutscher Zeit fiel Apple von 114 auf 110 Dollar zum Schluss.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    joah

    10. September 2015 14:31 at 14:31

    Die so allseits beschworenen „Experten“ wieder, ja, ja. Die Wahrheit ist doch eher, das sich bei den Smartphones gar nicht mehr so viel entwickeln lässt – und wenn man das nicht mehr sagen darf, weil eigene Interessen damit verbunden sind (Betreiber der Berichtsplattform; Testmuster; Klickwerbung), dann lenkt man eben auf die inneren Werte ab. Diese nützen nur den meisten Nutzern gar nichts.
    Letztendlich ist es bei Technik wie in der Finanzbranche: besser man kennt sich selbst aus, als auf andere Meinungen bei der Entscheidung zu sehr angewiesen zu sein.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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