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Apple mit 55% Rückgang bei Apple Watch – Konkurrenz legt kräftig zu

Es ist eine Bestätigung von ständigen Gerüchten und Vermutungen. Die Apple Watch erlebt einen drastischen Einbruch bei den Verkäufen. Bisher konnte man das z.B. aus durchgesteckten Infos von Zulieferern ableiten. Nun aber hat die…

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FMW-Redaktion

Es ist eine Bestätigung von ständigen Gerüchten und Vermutungen. Die Apple Watch erlebt einen drastischen Einbruch bei den Verkäufen. Bisher konnte man das z.B. aus durchgesteckten Infos von Zulieferern ableiten. Nun aber hat die hoch angesehene Analysefirma IDC eine Übersicht veröffentlicht für die Verkaufszahlen und Marktanteile rund um das Thema Smartwatch. Demnach hat Apple im 2. Quartal 2016 55% weniger Stückzahlen von seiner Apple Watch verkauft als noch im 2. Quartal 2015 – eine Katastrophe, vorsichtig ausgedrückt. Samsung legt bei den Verkäufen um 51% zu, Lenovo um 75%. LG ist mit +26% dabei, Garmin mit +25%. Ein Desaster für Apple. Man verliert die Hälfte der Verkäufe, während die Konkurrenz durch die Bank kräftig zulegt.

Es gibt aber noch eine positive Tatsache, die wir nicht verschweigen wollen. Noch hat Apple mit seiner Watch einen Marktanteil von 47%. Samsung liegt jetzt noch bei 16%, Lenovo bei 9%. Der weltweite Absatz an Smartphones ging um 32% zurück. Woher aber kommt dann das Wachstum der Konkurrenz? Einfache Erklärung: Apple mit seinem Noch-Anteil von 47% verliert 55% der verkauften Stückzahlen, da kommt der Rückgang her. Die Kunden scheinen definitiv auf vor allem günstigere, aber anscheinend vergleichbar gute Konkurrenzprodukte umzusteigen.

Also kann man fast sagen: Es läuft genau wie beim iPhone? Obwohl die Technologie nicht von Apple erfunden wurde, verhalf erst Apple dem Smartphone mit reinem Touchscreen zum großen Durchbruch. Und da man sozusagen der erste große Verkäufer am Markt war, hatte man in den ersten Jahren auch einen extrem großen Marktanteil. Der wurde aber nach und nach durch die Konkurrenz (vor allem Samsung) aufgezehrt. Natürlich gilt beim iPhone, dass Apple immer noch eine gigantische Verkaufszahl und eine phantastische Profitabilität aufweist.

Bei der Apple Watch, dem ersten eigenen Produkt des neuen Chefs Tim Cook nach der Steve Jobs-Ära, sieht es da aber anders aus. Die Konkurrenz stand relativ schnell bereit mitzuhalten. Aber auch hier wollten die Konsumenten wohl erst mal abwarten, was Apple vorlegt – dann konnten die Konkurrenten nachziehen. Beobachtern fällt Quartalsbericht für Quartalsbericht auf, dass Apple alle Verkäufe von Produkten (iPhone, iMac usw) einzeln auflistet, nur nicht die für die Apple Watch. Die Verkaufszahlen laufen unter dem Restposten „Sonstiges“. Das würde man wohl kaum machen, wenn die Absatzzahlen gut aussehen. Mann kann es aber auch als traurig bezeichnen, dass Apple dieses Verschweigen nötig hat.

Tröstend kann man sagen: Das große Geld bringt eh nach wie vor das iPhone. Also wird die Welt bei Apple nicht untergehen, solange dort alles wie gehabt weiterläuft – auch wenn die große Wachstumsstory rund um Apple erst mal tot ist, weil auch beim iPhone das Wachstum eingeschlafen ist. Aber nach wie vor gilt bei Apple: Mit einem erwarteten KGV von 11 ist die Aktie billig, und für ein Hightech-Unternehmen spottbillig bewertet.

Apple Watch

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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