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Apple mit deftiger Umsatzwarnung – Aktie verliert 7,5%

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Apple hat gestern spät Abends eine deftige Warnung veröffentlicht. Der wichtigste Punkt ist die Herabsetzung der Umsatzprognose für das zurückliegende Weihnachtsquartal, in dem Apple immer mit Abstand das stärkste Geschäft macht. Bislang lagen die Prognosen von Apple zwischen 89-93 Milliarden Dollar. Marktprognosen lagen bislang bei 91 Milliarden Dollar. Apple senkt nun die eigene Erwartung auf nur noch 84 Milliarden Dollar. Das ist heftig.

In erster Linie macht Apple das schwache Geschäft in China dafür verantwortlich. Der Handelskrieg, die Boykott-Kampagnen in China gegen US-Produkte und die immer weiter gestiegenen iPhone-Preise dürften in China wohl als Kombination verheerend gewirkt haben. Und dieser Trend dürfte im aktuellen Quartal weiterlaufen, wie man vermuten darf.

Wichtig: Apple hatte schon vor Monaten angekündigt, dass man ab dem Weihnachtsquartal keine Daten mehr zu den verkauften iPhone-Stückzahlen veröffentlichen werde in seinen Quartalsberichten. Also kann man diese eigentlich wichtigste aller Kennzahlen nicht mehr exakt mit den Vorquartalen vergleichen. Man muss dann Mischkalkulationen machen, welche Modelle wie teuer waren, und daraus grob schätzen, wie groß die Stückzahlen sein könnten. Die Maßnahmen an sich, keine Stückzahlen mehr veröffentlichten zu wollen, deutete bereits auf ein Ende des Apple-Booms hin – genau so wie zahlreiche Umsatzwarnungen von Zulieferern in den letzten Monaten.

Nun also hat Apple selbst die finale Bestätigung gegeben, dass die rosigen Zeiten endgültig vorbei sind. China ist aber nicht alleine schuld an der abgesenkten Prognose. Auch entwickelte Länder würden zeigen, dass nicht so viele Nutzer auf neue (teurere) Modelle umgestiegen seien wie erwartet. Da zeigt es sich, was wir schon mehrmals thematisiert hatten: Irgendwann kann es zum Problem werden, wenn ein Anbieter seine Preise ständig erhöht – und wenn nicht mehr genug Kunden diesen Wahnsinn mitmachen. Und genau dieser Punkt scheint nun erreicht zu sein.

Laut Apple sollen alle Produkte jenseits der iPhones bestens laufen und weiterhin gut zulegen beim Umsatz. Es ist also offenbar ein spezifisches iPhone-Problem. Die Apple-Aktie brach heute Nacht nachbörslich 7,5% ein, und wird aller Voraussicht nach heute Nachmittag bei ca 146 Dollar in den Handel gehen nach dem gestrigen offiziellen Schlusskurs von 157,92 Dollar. Seit Oktober hat die Aktie bereits massiv verloren von 233 Dollar im Top.

Die Apple-Aktie seit Mai 2018
Die Apple-Aktie seit Mai 2018.

Hier auszugsweise im Wortlaut aus der Veröffentlichung von Apple:

iPhone

Lower than anticipated iPhone revenue, primarily in Greater China, accounts for all of our revenue shortfall to our guidance and for much more than our entire year-over-year revenue decline. In fact, categories outside of iPhone (Services, Mac, iPad, Wearables/Home/Accessories) combined to grow almost 19 percent year-over-year.

While Greater China and other emerging markets accounted for the vast majority of the year-over-year iPhone revenue decline, in some developed markets, iPhone upgrades also were not as strong as we thought they would be. While macroeconomic challenges in some markets were a key contributor to this trend, we believe there are other factors broadly impacting our iPhone performance, including consumers adapting to a world with fewer carrier subsidies, US dollar strength-related price increases, and some customers taking advantage of significantly reduced pricing for iPhone battery replacements.
Many Positive Results in the December Quarter

While it’s disappointing to revise our guidance, our performance in many areas showed remarkable strength in spite of these challenges.

Our installed base of active devices hit a new all-time high—growing by more than 100 million units in 12 months. There are more Apple devices being used than ever before, and it’s a testament to the ongoing loyalty, satisfaction and engagement of our customers.

Also, as I mentioned earlier, revenue outside of our iPhone business grew by almost 19 percent year-over-year, including all-time record revenue from Services, Wearables and Mac. Our non-iPhone businesses have less exposure to emerging markets, and the vast majority of Services revenue is related to the size of the installed base, not current period sales.

Services generated over $10.8 billion in revenue during the quarter, growing to a new quarterly record in every geographic segment, and we are on track to achieve our goal of doubling the size of this business from 2016 to 2020.

Wearables grew by almost 50 percent year-over-year, as Apple Watch and AirPods were wildly popular among holiday shoppers; launches of MacBook Air and Mac mini powered the Mac to year-over-year revenue growth and the launch of the new iPad Pro drove iPad to year-over-year double-digit revenue growth.
We also expect to set all-time revenue records in several developed countries, including the United States, Canada, Germany, Italy, Spain, the Netherlands and Korea. And, while we saw challenges in some emerging markets, others set records, including Mexico, Poland, Malaysia and Vietnam.

Finally, we also expect to report a new all-time record for Apple’s earnings per share.

Looking Ahead

Our profitability and cash flow generation are strong, and we expect to exit the quarter with approximately $130 billion in net cash. As we have stated before, we plan to become net-cash neutral over time.

As we exit a challenging quarter, we are as confident as ever in the fundamental strength of our business. We manage Apple for the long term, and Apple has always used periods of adversity to re-examine our approach, to take advantage of our culture of flexibility, adaptability and creativity, and to emerge better as a result.

Most importantly, we are confident and excited about our pipeline of future products and services. Apple innovates like no other company on earth, and we are not taking our foot off the gas.
We can’t change macroeconomic conditions, but we are undertaking and accelerating other initiatives to improve our results. One such initiative is making it simple to trade in a phone in our stores, finance the purchase over time, and get help transferring data from the current to the new phone. This is not only great for the environment, it is great for the customer, as their existing phone acts as a subsidy for their new phone, and it is great for developers, as it can help grow our installed base.
This is one of a number of steps we are taking to respond. We can make these adjustments because Apple’s strength is in our resilience, the talent and creativity of our team, and the deeply held passion for the work we do every day.

Expectations are high for Apple because they should be. We are committed to exceeding those expectations every day.

That has always been the Apple way, and it always will be.

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Indonesiens Garuda storniert seinen Auftrag über 4,9 Milliarden Dollar für die Boeing 737 Max

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Die indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia teilte am Freitag mit, dass sie einen Multimilliarden-Dollar-Auftrag für Boeings 737 Max 8 Passagierjet storniert, nachdem das Flugzeug in
weniger als fünf Monaten in zwei tödliche Abstürze verwickelt war.

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„Unsere Passagiere haben das Vertrauen verloren, mit der Max 8 zu fliegen“, sagte der Pressesprecher Ikhsan Rosan von Garuda Indonesia. Die indonesische Fluggesellschaft bestellte am 12.09. 2014 50 Flugzeuge des Typs Max 8 für 4,9 Milliarden Dollar. Bis dato wurde nur eine der bestellten Jets am 20.12.2017 ausgeliefert, die auch in Betrieb genommen wurde. Nun hat die Airline einen Brief an Boeing geschickt, in dem sie erklärt, dass sie die restlichen bestellten Jets nicht mehr erhalten will. Das ist ein herber Schlag für Boeing. Denn die Begründung, dass Passagiere kein vertrauen mehr haben, ist ein einleuchtendes Problem, welches alle Fluggesellschaften haben, die diesen Jet bestellt haben!

Boeing Hauptwerk
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

Boeing-Vertreter planen kurzfristig die Fluggesellschaft in Jakarta am 28. März zu besuchen, um den Deal noch zu retten! Es ist zu erwarten, dass andere Fluggesellschaften nachziehen und ihre
Bestellungen auch stornieren um das Vertrauen ihrer Kunden nicht zu verlieren. Für Boeing könnte es doppelt teuer werden, denn die Fluggesellschaften haben fest mit den Auslieferungen geplant und benötigen nun dringend Ersatz! Ersatz, den es aber kurzfristig nicht gibt. Neue Aufträge anderer
Jets würden die Planungen der Fluggesellschaften um Jahre zurückwerfen und enorme Kosten bei den Fluggesellschaften verursachen. Anzahlungen der bestellten Flieger, welche Boeing schon erhalten hat, müssen auch zurückgezahlt werden. Anzahlungen, welche schon in den Bau der 737 Max 8 flossen.

Hier nun zwei Szenarien, die eintreten können:

1. Den Fluggesellschaften bleibt kaum eine Wahl als die Maschinen abzunehmen, weil sie schlichtweg keine Alternative haben, und Boeing möglicherweise einen nachträglichen Rabatt einräumt. Man wird nach dem Softwareupdate die Maschine noch einmal offiziell checken lassen und danach als sicher befinden, um das Vertrauen der zukünftigen Passagiere zurückzugewinnen.

2. Der worst case wäre für Boeing, dass sie nicht nur ihre 480 Mrd. EUR für ihre 5000 Aufträge
abschreiben können, sondern auch auf den bisherigen Kosten für den Bau der Maschinen sitzen bleiben und zusätzlich von allen Fluggesellschaften verklagt werden.

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Aktien

E.ON Analyse: Kaufsignal voraus!

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Übergeordnet bewegt sich das Wertpapier von E.ON seit Ende 2015 zwischen den Marken von 5,99 und grob 10,81 Euro grob seitwärts. Innerhalb der letzten Jahre kristallisiert sich jedoch eine größere Trendwende in Form einer inversen SKS-Formation heraus. Ein Blick auf eine höhere Auflösung des Kursverlaufs offenbart seit Anfang Oktober letzten Jahres einen intakten Aufwärtstrend, der von 8,16 Euro bis an die Jahreshochs aus 2018 um 9,95 Euro aufwärts geführt hat. Zwar konsolidiert das Wertpapier des Energieversorgers E.ON seit gut zwei Monaten in einem aufwärts gerichteten Trendkanal, konnte im gestrigen Handel an die obere Hürde zulegen und startet womöglich nun einen Ausbruchsversuch darüber. Mittelfristig könnten sich dadurch weitere Long-Chancen ergeben.

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Long-Chance bei e.on

Bullen sind klar im Vorteil und könnten mit einem Kursanstieg zum Wochenende über die zweistellige Kursmarke von rund 10 Euro mittelfristiges Kaufsignal in Richtung 10,81 Euro auslösen. Hierfür sollte aber mindestens ein Wochenschlusskurs über diesem Niveau etabliert werden, weil erst dann die Wahrscheinlichkeit auf die favorisierte Aufwärtsbewegung an die obere Handelsspanne aus den letzten Jahren merklich steigt. Als Verlustbegrenzung bietet sich in dem Fall das Niveau von 9,65 Euro gemessen am Basiswert an. Misslingt hingegen ein Ausbruch, wären kurzfristige Abgaben auf ein Niveau von 9,69 Euro durchaus wahrscheinlich. Selbst ein Rücklauf zurück an den gleitenden Durchschnitt EMA 50 bei aktuell 9,53 Euro wäre problemlos möglich. Erst darunter dürfte sich eine Korrekturwelle auf den 200-Tage-Durchschnitt sowie die Unterstützung aus Ende 2018 um 9,20 Euro einstellen.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 10,00 Euro
Kursziel : 10,24 / 10,64 / 10,81 Euro
Stop : < 9,65 Euro
Risikogröße pro CFD : 0,35 Euro
Zeithorizont : 1 – 3 Monate

e.on




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Levi Strauss ist wieder an der Börse – Eröffnungkurs 22,22 Dollar

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Levi Strauss kehrt heute nach 34-jähriger Abwesenheit an die Börse zurück – und der erste Kurs liegt bei 22,22 Dollar.
Der Bekleidungseinzelhändler notierte seinen Börsengang bei 17 US-Dollar pro Aktie und bewertete das Unternehmen mit rund 6,6 Milliarden US-Dollar. Das ist höher als die Preisspanne von 14 bis 16 Dollar, die das Unternehmen zuvor festgelegt hatte.

Die Aktien der Gesellschaft werden an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol „LEVI“ gehandelt.

Der aus Bayern stammende, und 1847 in die USA ausgewanderte, Löb Strauss galt mit seinem Partner Jacob Davis als Erfinder der Blue Jeans. Diese verkaufte er über sein kalifornisches Textilgeschäft an Goldschürfer, um ihnen eine robuste Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen.

Der aus Bamberg stammende Löb Strauss nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an und änderte seinen Namen in Levi Strauss.

Der Umsatz weltweit von Levi Strauss, für Jeans und andere Bekleidungswaren, hielt sich die letzten 10 Jahre auf fast auf gleichem Niveau.

In USD:

2008: 4,4 Mrd. 2012: 4,6 Mrd. 2016: 4,5 Mrd.
2009: 4,1 Mrd. 2013: 4,6 Mrd. 2017: 4,9 Mrd.
2010: 4,3 Mrd. 2014: 4,7 Mrd. 2018: 5,6 Mrd.
2011: 4,7 Mrd. 2015: 4,4 Mrd.

Der Umsatzanstieg 2018 ist vor allem darauf zu zurückzuführen, dass man bei Levis die Zeichen der Zeit erkannte und mehr in Werbung und Imagepflege investierte. Auch das Angebot wurde auf die Nachfrage am Markt angepasst. So bietet Levis jetzt auch bequemere Jeans an und erweiterte das Angebot.
Anfang 2018 beschloss man zukünftig auf die Fabrikarbeitern – welche die Hosen noch per Hand ausfransten oder durchlöcherten durch Lasertechnologie – zu ersetzten.

Dieser Plat, der (durch die Zahlen belegt) aufging, soll nun weiter fortgeführt werden und mit dem frischem Kapital(ca.500 Millionen Euro) aus dem heutigen „Börsenneustart“ ist sicher noch einiges zu erwarten.
Der Gründer würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, dass in seine Jeans extra Löcher produziert werden um sie besser zu verkaufen..


By Blake Burkhart – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44401478

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