Folgen Sie uns

Aktien

Apple mit neuen Produkten, die wenig überraschen – warum das keine Katastrophe ist

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Apple hat gestern seine alljährliche Innovations-Veranstaltung für seine Produkte präsentiert. Ein ganz neues Produkt oder die ganz neue Innovation fehlen. Das kann man aber auch nicht wirklich jedes Jahr erwarten! Aber offenbar versucht man sein Bestes die bestehenden Produkte weiterzuentwickeln. So gab es gestern ein paar Aufbesserungen für die Apple Watch und drei neue iPhone-Versionen. Hier dazu die Infos, und am Ende des Artikels unser Kurz-Kommentar.

iPhone

Drei neue iPhones hat Apple gestern Abend präsentiert. Für das iPhone X gibt es jetzt zwei Nachfolger-Modelle, nämlich das iPhone Xs und das iPhone Xs Max. Zum ersten Mal gibt es hier die Möglichkeit in einem iPhone zwei Sim-karten zu verwenden. Auch (wie üblich) preist Apple an, dass die Kamera noch besser geworden sei, und die Farben noch schärfer. Die Größten liegen bei 5,8 und 6,5 Zoll. Sie sollen noch bruchsicherer und wasserdichter sein als das erste X-Modell. Der A12 Bionic-Prozessor soll 15% schneller sein als beim X, und die Grafikleistung soll sich massiv verbessert haben. Der Energieverbrauch soll um 50% gesunken sein gegenüber dem A11-Chip. Die Akku-Laufzeit soll geringfügig verlängert worden sein. Die Preise starten bei 1149 und 1249 Euro. Das iPhone 8 wird abgelöst durch das iPhone Xr. Wirklich erwähnenswerte Neuerungen gibt es hier nicht. Die Preise starten für das neue Modell mit einem 6,1-Zoll-Display bei 849 Euro.

Apple Watch

Die neue Apple Watch erhält ein Display, das 1/3 größer ist als das Vorgänger-Modell. Auch wird ein Sensor verbaut, der den Herzschlag des Nutzers noch besser misst, und auch Elektrokardiogramme (EKG) aufzeichnen und erstellen kann. Diese Infos kann der Nutzer mit seinem Arzt teilen. Auch gibt es einen Sensor, der erkennen kann, wenn ein Mensch stürzt. Die Watch soll dann automatisch den Notruf verständigen können. Funktioniert das in der Praxis wirklich, wäre das gerade für ältere Menschen eine sinnvolle Sache! Die neueste Apple Watch kostet ab 429 Euro.

Keine Katastrophe für Apple

Unsere Meinung: Apple hat keine wirklich überraschenden Sensationen präsentiert, aber wie jedes Jahr zahlreich kleinere Verbesserungen. Das ist keine Katastrophe. Denn die letzten Jahre haben gezeigt, dass Apple eine enorme Gewinnmarge in seinen Produkten hat, und dass die Kunden die hohen Preise auch weiterhin bezahlen. Sie wechseln auch ohne Weltneuheiten regelmäßig auf die neuesten Modelle, auch wenn einige Kunden eine Geräte-Generation überspringen.

Ob der Kurs von Apple weiterhin so explodieren kann wie in den letzten Jahren, das ist fraglich. Aber für langfristig orientierte Rendite-Investoren wäre das gar nicht so schlimm. Denn ohne weiter explodierenden Kurs bleibt das KGV für ein Unternehmen aus der Tech-Industrie spottbillig, mit geschätzt 18 für das laufende und 16 für das kommende Jahr. Die Fakten über die neuen iPhones waren gestern Abend schon zwei Stunden vor Börsenschluss in New York bekannt. Die Aktie schloss mit -1,3% gegenüber dem Vortag. Nachbörslich tat sich nichts mehr. Also hält sich die Enttäuschung über fehlende Sensationen in Grenzen. Der Chart der Apple-Aktie seit 2015 zeigt, dass trotz Verkaufs-Stagnation bei den Stückzahlen die Aktie doch kräftig steigen konnte von 125 auf jüngst knapp 230 Dollar.

Apple-Aktie seit 2015

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Optionen: Experte Jens Rabe erklärt, wie sie funktionieren!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Optionen sind in den letzten Monaten immer wichtiger geworden für das Geschehen an den Aktienmärkten – das gilt ganz besonders für die Kursentwicklung einzelner Aktien wie etwa Apple, Amazon oder Tesla. Vor allem Wetten auf steigende Kurse (Calls) sorgten für einen Höhenflug der US-Tech-Werte: Broker, die diese Optionen an Kunden verkauften, mussten das entsprechende underlying (also etwa die Aktie von Apple etc.) kaufen, um sich gegen eigene Risiken abzusichern – so konnte aus meist eher kleinvolumigen Käufen schnell eine Hebelwirkung entstehen, die für eine spektakuläre Rally der US-Tech-Werte und des Nasdaq sorgte. Es sind dabei in den USA vor allem (kleine) Privatinvestoren, die mit Optionen massiv auf steigende Kurse zocken.

Folgenes Schaubild zeigt, wie aus einem Kauf von Optionen (Calls) auf die Amazon-Aktie im Volumen von 1500 Dollar letztlich Käufe der Amazon-Aktie von 230.000 Dollar resultieren:

Optionen und die Rally von US-Tech-Aktien

Optionen – wie funktionieren sie?

Optionen – das ist zunächst zentral – haben nichts mit den in Deutschland sehr beliebten Optionsscheinen zu tun. Optionsscheine wie auch CFDs sind in den USA verboten, daher greifen Spekulanten in Übersee neben Futures, ETFs und dem direkten Investment in Aktien verstärkt auf Optionen zurück. Wer verstehen will, was an der Wall Street wirklich gespielt wird, sollte sich daher mit Optionen und ihrer Handhabung beschäftigen!

Dafür jedoch braucht man ein gewisses know-how. Vor allem sollte man wissen, dass die Volatilität eine zentrale Rolle spielt, inbesondere die „implizite Volatilität„:

„Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Rohstoffs in der Vergangenheit angibt, ist die implizite Volatilität ein Maßstab für die Markterwartungen an die künftige Volatilität.“

Daneben gibt es Begriffe wie „im Geld“ oder „aus dem Geld“. Dirk Schuhmanns hat dieses Prinzip als ein maßgeblichen und wahrscheinlich bewußt inszentierten Treiber etwa für den Höhenflug der Aktie von Tesla ausgemacht – und zeigt, wie oben im Schaubild anhand der Amazon-Aktie dargestellt, wie das in der Praxis funktioniert:

„Das Prinzip dahinter ist, Call-Optionen kurzer Laufzeit relativ weit aus dem Geld zu kaufen, also mit Ausübungspreisen oberhalb des aktuellen Kurses. Diese Optionen sind günstig und der Optionsverkäufer muss nur wenige Aktien kaufen, um sein Risiko abzusichern. Jetzt braucht es noch eine Zündung des Gemisches. Irgendetwas muss dafür sorgen, dass der Aktienkurs überhaupt erst einmal zu steigen beginnt. (..) Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren. So kann sich eine Absicherungsposition schnell von drei Aktien pro Optionskontrakt auf 80 oder 90 steigern, während der Optionskäufer vielleicht nur den Gegenwert von fünf Aktien investieren musste. Diese zusätzliche Hedging-Nachfrage ist es dann, die den Kurs antreibt. Der Optionskäufer wiederrum kann durch kontinuierliche Nachkäufe neuer Optionen mit höherem Strike dieses Spiel am Laufen halten.“

Wer mehr über Optionen wissen will, ist bei Jens Rabe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. In folgendem Video erklärt er Grundprinzipien der Optionen:

weiterlesen

Aktien

Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

weiterlesen

Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen