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Apple-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, aber schwächer als im Vorjahr – UPDATE 22:55 Uhr

Claudio Kummerfeld

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Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 58 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 61,1/erwartet 57,5).

Der Gewinn liegt bei 2,46 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,73/erwartet 2,37).

Die Anzahl der verkauften iPhones wird von Apple jetzt nicht mehr veröffentlicht (klares Zeichen für Sättigung des Marktes).

Für das laufende Quartal erwartet Apple einen Umsatz von 52,5-54,5 Milliarden Dollar (bisher erwartet 52,2).

UPDATE 22:47 Uhr:

Die Aktie notiert nachbörslich mit +4,5%.

Die Dienstleistungs-Umsätze wachsen um 24,6% nach +28,4% im Vorquartal (11,4 nach 9,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr).

Dividende steigt um 5 Cent auf 77 Cents.

Marge sinkt von 23,4% auf 21,8%.

Marge soll im laufenden Quartal zwischen 37-38% liegen.

Umsatz in China sinkt von 13 auf 10,2 Milliarden Dollar.

Da Apple ja wie gesagt die Stückzahlen bei seinen Geräten nicht mehr veröffentlicht, bleiben uns „nur noch“ das Verkaufsvolumina in Dollar. Im Vorjahr lag es bei iPhones bei 37,06 Milliarden Dollar, jetzt sind es nur noch 31 Milliarden Dollar. Ein herber Rückschlag!

Services bieten wie vorhin schon beschrieben einen ersten Lichtschimmer beim Umastzwachstum, können aber die iPhone-Umsatzverluste bei weitem nicht ausgleichen. Wir hatten es heute Nachmittag schon im Ausblick geschrieben. Die Offensive von Apple bei Streaming-Angebot etc dauert noch mehrere Quartale, bis von der Seite überhaupt mal Umsatz produziert wird.

UPDATE 22:55 Uhr:

75 Milliarden Dollar sollen für Aktienrückkäufe ausgegeben werden.

Kurz-Fazit: Die Aktie steigt nachbörslich, weil die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen wurden (das „alte“ Wall Street Game, Erwartungen runtersetzten und dann freuen, wenn sie übertroffen wurden). Auch freut man sich, dass die Umsatzerwartung für das laufende Quartal höher ausfällt. Dass die Gesamt-Umsätze deutlich niedriger sind als vor einem Jahr, scheint egal zu sein. Auch in China verliert man mal eben knapp 3 Milliarden Dollar Umsatz. Egal, was soll´s? Die Marge sinkt. Egal. Was soll´s. Die Erwartungen wurden übertroffen, der Umsatzausblick steigt, also alles gut!?!

iPhone - Apple-Quartalszahlen
iPhone. Gregory Varnum CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    BG

    30. April 2019 23:08 at 23:08

    Na dann ist ja alles gut, morgen knackt der NASDAQ 100 dann die 8000 Punkte. Wenn es heute nicht mal zu minus von 1% des Index gereicht hat obwohl Google (-8%), Apple (-2%) und Facebook (-2%) verloren haben, sollte es morgen nach oben kein Problem darstellen. Nur noch hoch, hoch, hoch.

  2. Avatar

    Roberto

    30. April 2019 23:22 at 23:22

    @BG, das hat mich heute auch stark verwundert. Bei soviel Minuszeichen nur ein Mini Minus. Aber Apple alleine schafft wohl ein Riesen Plus für die Indizes morgenn. Sogar der Dow schwelgt im Himmel, weil Apple auch dort vertreten ist.

    • Avatar

      HM

      1. Mai 2019 04:55 at 04:55

      Das die Indizies kaum fallen liegt daran das die Gelder vom Verkauf sofort in die anderen Werte des gleichen Indizie reinvestiert werden. Es steigen plötzlich Werte ohne das es dazu Nachrichten gab, d.h. es muss kein neues Geld in den Markt fließen. Das machen mit hoher Wahrscheinlichkeit vollautomatische Handelsprogramme.

  3. Avatar

    Hesterberg

    1. Mai 2019 07:58 at 07:58

    Die Marge soll im laufenden Quartal so stark steigen? Lag sie denn im Vorjahresquartal ähnlich hoch? Oder ist es ein Einmaleffekt? Ansonsten wundert es mich nicht, wenn die Aktie kräftig steigt.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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