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Apple-Quartalszahlen: Finanzdaten besser, iPhone-Verkäufe unter Erwartung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben verkündet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 53,3 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 45,4/erwartet 52,3).

Der Gewinn liegt bei 2,34 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,67/erwartet 2,17). Flüsterschätzungen gingen rauf bis zu 2,25 Dollar.

Die Anzahl der verkauften iPhones liegt bei 41,3 Millionen (Vorjahresquartal 41/erwartet 41,8).

Die Anzahl der verkauften iPads liegt bei 11,55 Millionen (Vorjahresquartal 11,42).

Die Aktie notiert nachbörslich mit 2,6% im Plus.

Die China-Umsätze liegen bei 9,55 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 8).

Aussichten für das aktuell laufende Quartal:

– Umsatz 60-62 Milliarden Dollar
– Margin 38-38,5%
– Steuersatz 15%

Die Kategorie „Andere Produkte“ (AirPods, AppleWatch und sonstiges Spielzeug) steuert nach 2,7 Milliarden Dollar vor einem Jahr jetzt 3,7 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Der Bereich „Services“ steuert nach 7,3 jetzt 9,5 Milliarden Dollar bei. Also steuern eigentliche Neben-Bereiche jetzt ordentliche Beiträge zum Gesamtumsatz bei, während iPads und Macs in ihren Umsatzzahlen rückläufig sind.

Laut Apple läuft alles super. Und in der Tat: Die iPhone-Verkäufe waren höher als im Vorjahr, nur haben sie die aktuellen Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Zitat Apple:

“We’re thrilled to report Apple’s best June quarter ever, and our fourth consecutive quarter of double-digit revenue growth,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Our Q3 results were driven by continued strong sales of iPhone, Services and Wearables, and we are very excited about the products and services in our pipeline.” “Our strong business performance drove revenue growth in each of our geographic segments, net income of $11.5 billion, and operating cash flow of $14.5 billion,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “We returned almost $25 billion to investors through our capital return program during the quarter, including $20 billion in share repurchases.”

Apple-Quartalszahlen
Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.


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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    OZO

    1. August 2018 06:20 at 06:20

    Lausige Verkaufszahlen bei Produktstückzahlen! iPhone Verkäufe nur +0,7% Y/Y, Macs -13,3%, iPads +1,1%! Fast 75% von Apple’s App Store Verkäufen kommen von Spielen und weitere 7% von Unterhaltung – mit anderen Worten Zeitverschwender für Leute, die ihre Zeit nicht bei Facebook verschwenden. Zeitverschwendung ist derzeit großer Wachstumsmarkt in USA – solange wie es keine Rezession gibt – dann werden sich das weniger Leute leisten können. Das größte Problem für Apple ist die Bewertung!

  2. Avatar

    Gixxer

    3. August 2018 09:25 at 09:25

    Apple produziert ja zu 100% in China. Was bedeuten die Zölle dann für das Unternehmen?
    Sind die ausgenommen, müssen die dann die Preise erhöhen (werden dann immer noch so viel kaufen?) oder wird die Marge sinken?
    Wie sehen das andere hier?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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