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Apple-Quartalszahlen heute Abend – Vorschau auf eine gewagte Wette

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Apple-Quartalszahlen werden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir berichten dann umgehend. Hier zeigen wir die wichtigsten Infos in der Vorschau. Beim Umsatz lag Apple vor einem Jahr bei 88,29 Milliarden Dollar. Für heute werden 84 Milliarden Dollar erwartet. Beim Gewinn waren es vor einem Jahr 3,89 Dollar pro Aktie – heute sollen es laut Marktschätzungen 4,17 Dollar werden. Steigender Gewinn bei gleichzeitigem Umsatzrückgang. Das ist eine gewagte Wette der Analystengemeinde!

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Gewinnwarnung und keine Absatzzahlen mehr

Wir erinnern uns. Erst vor wenigen Tagen am 2. Januar hatte Apple eine Umsatzwarnung herausgegeben. Das Geschäft in China laufe nicht so gut wie gedacht. Die aktuelle Erwartungshaltung hat diese Warnung bereits berücksichtigt. Fallen die heutigen Zahlen nochmal schlechter aus als aktuell erwartet, wäre das wirklich sehr negativ für die Aktie.

Und noch etwas lässt an der Wachstumsstory von Apple grundsätzlich zweifeln. Bei der Verkündung der letzten Quartalszahlen bestätigte Tim Cook, dass Apple zukünftig keine Stückzahlen mehr verkünden werde, also wie viele iPhones, iMacs etc abgesetzt wurden. Also müssen Analysten von nun an grob schätzen. Wie hoch war der Umsatz, und welche Preise ruft Apple im Schnitt pro Produkt auf? Daraus kann man dann Stückzahlen schätzen, aber auch nur grob. Aber: Wer die Veröffentlichung der Stückzahlen einstellt, der glaubt wohl kaum noch an weiter steigende Absatzzahlen.

Jetzt geht es darum: Kann Apple steigende Preise vor allem im iPhone beim Endverbraucher durchsetzen? Daran darf man zweifeln. Lichtblicke sind aber Service-Sparten wie „Apple Pay“, wo man gut verdienen dürfte. Dieses Geschäft läuft aber gerade erst so richtig an. In Deutschland zeigen erste Zahlen, dass sich schon massenhaft Bankkunden dafür freischalten ließen, und somit auch darüber zahlen werden. Das wird dauerhaft gute Provisionen in die Kasse spülen.

Gewagte Wette auf Apple-Quartalszahlen

Ein Analyst vom Broker „Wedbush“ nennt die Lage für Apple in China den „Code Red“. Die Lage sei hochbrisant. Dort sei man von allen Seiten von preiswerteren Konkurrenten umzingelt. Es gelte hier keinen einzigen Kunden zu verlieren. Wir meinen: Dieses und nächstes Quartal werden extrem wichtig. Schon heute könnte die aktuelle Erwartung (bereits abgesenkt) überraschend schlechter ausfallen. Aber genau wissen wir alle es erst heute Abend. Aber rosig sind die Vorzeichen nicht!

Übrigens: Nach der Umsatzwarnung vom 2. Januar fiel die Apple-Aktie in drei Tagen von 158 auf 142 Dollar. Heute steht die Aktie wieder bei 156 Dollar. Sie hat diesen Absturz also wieder komplett aufgeholt. Von daher scheint der Markt doch recht optimistisch zu sein, wohl auch weil die Aktie im Hoch aus Oktober noch bei 233 Dollar notierte. Ist die Aktie also schon billig? Oder ist der aktuelle Optimismus eine trügerische Ruhe vor den Apple-Quartalszahlen? Vor allem dass die Analysten de facto heute Abend mit weniger Umsatz und gleichzeitig mehr Gewinn rechnen, ist eine gewagte Wette.

Apple-Quartalszahlen - iPhone Beispielbild
Beispielbild von iPhones. Foto: Tinh tế Photo – _DSF9422-Edit CC0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Michael

    29. Januar 2019 21:35 at 21:35

    Eine Firma, die über Schrauben debattieren muss, während ihr Top-Hochleistungs-Computer technisch 6 bis 7 Jahre hinterherhinkt. Preislich sind sie jedoch 7 Jahre voraus. Deshalb sind die Spezial-Schrauben enorm wichtig, da sonst jeder technisch durchschnittlich begabte Mensch problemlos Arbeitsspeicher, Grafikkarten, Massenspeicher oder Netzwerkkomponenten zum üblichen Marktpreis tauschen könnte.

    https://www.n-tv.de/technik/Ein-iPhone-Made-in-USA-ist-kaum-noch-moeglich-article20832910.html

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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