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Apple und der Nasdaq driften auseinander: was bedeutet das?

Eines ist in den letzten Tagen auffällig: die Apple-Aktie und der Technologie-Index Nasdaq gehen derzeit getrennte Wege! Ein in den USA prominenter technischer Analyst sieht darin ein Warnsignal..

FMW-Redaktion

Eines ist in den letzten Tagen auffällig: die Apple-Aktie und der Technologie-Index Nasdaq gehen derzeit getrennte Wege! Klar: da Apple in dem Index ein Schwergewicht ist, hat sich der Nasdaq deutlich schlecher entwickelt als etwa der Dow Jones oder der S&P500 – aber gleichwohl ist die Differenz zwischen der jüngsten Performance der Apple-Aktie und dem Nasdaq-Index auffallend: so verlor Apple in dieser Woche -4,1%. In den letzten vier Wochen gab die Aktie -2,4% ab, während der Nasdaq im gleichen Zeitraum um +3,4% gestiegen ist.

Auf Jahressicht war das noch ganz anders: da legte Apple +32% zu, der Nasdaq „nur“ 19% – damit aber war der Nasdaq, getrieben vom Schwergewicht Apple, deutlich stärker als der Dow Jones mit einem Plus von 13% und der S&P500 mit einem Plus von 12%.

Tom McClellan, der in den USA sehr bekannte technische Analyst und Herausgeber des gleichnamigen Börsenbriefs (https://www.mcoscillator.com/; viele kennen auch den McClellan Oscillator) sieht darin ein Warnzeichen: Normalerweise sei es so, dass Apple als Frühindikator für den Nasdaq fungiere – man könne anhand der Apple-Aktie gut erkennen, wie sich Liquiditätsströme verändern würden. Mithin reagiere also die Apple-Aktie früher als der Nasdaq-Index auf Geldflüsse, daher sei es meistens so, dass Kurs-Bewegungen (jenseits der starken Gewichtung der Aktie in dem Index) anzeigen würden, wohin der Index später laufen werde.

Bekanntlich hat Apple Probleme mit seiner neuen Apple Watch 3 Internet-Verbindungen herzustellen, dazu scheint die Batterie schnell leer zu laufen. Dazu kommen noch Berichte, wonach die Vorbestellungen für das iPhone8 bisher eher schwach ausfallen – daher die Aktie unter Druck in den letzten Tagen.

Der Mainstream aber bleibt natürlich optimistisch für die Aktie: so hat Morgan Stanley gestern das Kursziel für die Apple-Aktie von 182 Dollar auf nun 194 Dollar erhöht und behält seine Empfehlung „Übergewichten“ bei. Apple habe, so die IT-Analystin der Bank, Katy Huberty, ein extrem starkes Branding und sehr loyale Kunden, dazu komme dann noch die Schwäche des Dollars, die die Aktie attraktiv erscheinen lasse.

Ist das nur die übliche sell-side Lobhudelei – weil die Bank natürlich gerne Apple-Aktien an die Kundschaft verkauft? Viel gebracht hat die Einschätzung von Morgan Stanley der Apple-Aktie jedenfalls bisher nicht..


(Apple schwarz, der Nasdaq100 orange)



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2 Kommentare

  1. Mich wundert nicht, dass Apple verliert. Sondern das dies erst jetzt passiert. Das neue I-Phone sieht genauso langweilig aus, wie der Apple Chef. Und mit der Gesichtserkennung wird der Nutzer noch mehr Zulieferer für alle möglichen zwielichtigen Dienste, als er das bisher eh schon war. Wer für diesen „Service“ so viel Geld ausgibt, ist mit dem Klammeraffen gepudert. Apple wird Nokia folgen. Exzellenz von gestern hat ein Ablaufdatum.

    1. seh ich auch so. innovativ war gestern.

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