Folgen Sie uns

Aktien

Apple-Zahlen in der Nachbetrachtung: Licht und Schatten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Apple-Zahlen sind gestern Abend veröffentlicht worden (wir berichteten), und die Apple-Aktie reagierte daraufhin nachbörslich mit am Ende -6,5%. Das ist ein klares Negativ-Votum. Aber so grundsätzlich schlecht sind die Zahlen gar nicht ausgefallen. Daher wollen wir sie an dieser Stelle noch einmal nachbesprechen.

Positive Apple-Zahlen

Die beiden wichtigsten Finanz-Kennzahlen waren eindeutig positiv. Der Umsatz lag mit 62,9 Milliarden Dollar 10 Milliarden Dollar höher als vor einem Jahr und 1,5 Milliarden Dollar höher als vom Markt erwartet. Das sind sensationelle Zuwächse! Auch der Gewinn liegt mit 2,91 Dollar pro Aktie deutlich über dem Vorjahr, wo es noch 2,07 Dollar pro Aktie waren. Man übertraf die Erwartungen um 12 Cents. Die Zahl der verkauften Macs kann überzeugen mit 5,3 Millionen Stück bei einer Erwartung von nur 4,9. Fast unbemerkt in den medialen Veröffentlichungen bliebt heute Nacht der Fakt, dass Apple seinen Umsatz in China immens steigern konnte von 9,8 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf jetzt 11,4 Milliarden Dollar! Wichtig war auch für den Markt zu sehen, ob Apple es schafft, dass die Konsumenten die immer weiter steigenden iPhone-Preise akzeptieren. Und das hat nur bei Beachtung des Preises funktioniert. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät liegt bei 793 Dollar, obwohl nur 750 Dollar erwartet wurden.

Negative Apple-Zahlen

Jetzt kann man dagegen halten, dass diese steigenden Preise das Wachstum bei der Anzahl der verkauften Geräte gebremst haben. Denn Apple hat 46,9 Millionen iPhones verkauft. Das sind gerade mal 0,2 Millionen mehr als im Vorjahr, und 0,6 Millionen weniger als erwartet. Die Zahl der verkauften iPads enttäuscht mit nur 9,7 Millionen, weil die Erwartungen bei 10,5 Millionen lagen. Neben den mauen iPhone-Zahlen hat sich der Markt vor allem für eine negative Gesamtbewertung der Zahlen entschieden, weil Apple seinen Ausblick für das entscheidende Weihnachtsquartal gesenkt hat, das ja schon in vollem Gange ist. Bisher hatte man angenommen 92,7 Milliarden Dollar umzusetzen (was für eine Summe in nur drei Monaten).

Jetzt hat man diese Vorausschau abgesenkt auf eine Spanne von 89-93 Milliarden Dollar. Entweder ist es wirklich Schwäche, oder Apple wendet einen einfachen Trick an, den so manches US-Unternehmen gerne anwendet. Einfach die Erwartungen senken, damit man später mit tollen Zahlen glänzen kann, weil man die Erwartungen übertroffen hat. Wie auch immer. Die Ergebnisse von Apple waren nicht schlecht. Nur hat der Markt die leicht verhaltene Aussicht als überwältigend wichtigen Faktor interpretiert. Deswegen fiel die Aktie nachbörslich, und wird heute Nachmittag wohl auch ca 6% tiefer in den regulären Handel gehen. Es kann auch sein, dass sie nicht ganz so schwach in den Handel geht, weil die aktuellen Aussagen von Donald Trump dem Gesamtmarkt hochziehen, und damit auch eventuell die Apple-Aktie.

Apple-Store - Apple-Zahlen
Apple-Store in New York. Foto: N-Lange.de CC BY-SA 3.0

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage