Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das Die Einstiegs-Chance

Indizes

Apple-Zulieferer Foxconn entlässt Mitarbeiter – Tesla auch und gibt dazu Umsatzwarnung

Veröffentlicht

am

Die Meldungen über Massen-Entlassung bzw. Job-Streichungen häufen sich in letzter Zeit auffällig. Nun berichtet „Nikkei“, dass Appples größter Zulieferer Foxconn alleine in seiner wichtigsten Fabrik in Zhengzhou seit Oktober 50.000 Mitarbeitern gekündigt hat. Diese Mitarbeiter sind Saison-Arbeiter, die normalerweise zwischen August und Mitte Janaur in dieser Fabrik arbeiten und jeweils 1-Monatsverträge bekommen. Die Zeit zwischen August und Mitte Januar ist normalerweise der Hochpunkt der iPhone-Produktion, die dann ab Mitte Januar normalerweise wieder abnimmt.

Auch Apples zweitgrößer Zulieferer, Pegatron, hat mehrere tausend saisonale Mitarbeiter gekündigt. Die Firma hat regulär 100.000 Mitarbeiter und heuert dann weitere 100.000 Saison-Mitarbeiter, die dann in stets auch wieder frei gesetzt werden. Allerdings passieren diese Freisetzungen früher als sonst und erfolgen in der Hochphase der Produktion – laut Insidern erfolgen die Entlassungen aufgrund der schwachen Nachfrage nach iPhones. Sowohl Foxconn als auch Pegatron hatten zuletzt rückläufige Umsatzzahlen bekannt geben müssen.

Damit bestätugt sich das, was Apple selbst im Dezember offiziell mit seiner Umsatzwarnung für das 4.Quartal bekannt gegeben hatte (die Apple-Zahlen kommen am 29.01.2019). Damit wird auch immer klarer, warum Apple nach Vorlage der Zahlen aus dem 3.Quartal im anschließenden earnings call bekannt gegeben hatte, zukünftig keine verkauften Stückzahlen mehr bekannt zu geben.

Entlassungen gibt es auch bei einer anderen US-Tech-Ikone, bei Tesla. So berichtet das Wall Street Journal heute, dass Tesla-Chef Elon Musk in einer Mitteilung an die Mitarbeiter die Entlassung von 7% der Belegschaft angekündigt habe. Gleichzeitig warnt Tesla, dass die Ergebnisse aus dem 4.Quartal schwächer ausfallen dürften wie zuvor prognostiziert, wie „The Street“ berichtet:

„Tesla said it will post a GAAP-reported profit for the three months ending in December, but cautioned that number will be less than the $312 million it posted for the third quarter. It also said it would ramp up Model 3 production ahead of a scheduled reduction in U.S. tax credits on July 1.“

All das deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Tech-Produkten offenkundig global nachlässt – Tesla setzt damit die inzwischen schon lange Reihe von Umsatz- bzw. Gewinnwarnungen während der kürzlich gestarteten US-Berichtssaison fort. Das steht eigentlich der aktuellen Hausse an der Wall Street diametral entgegen..


Elon Musk. Foto: Steve Jurvetson – Flickr: FANUC Robot Assembly Demo CC BY 2.0 -Ausschnitt aus Originalfoto

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Ein Gespräch mit Florian Homm: „Rosinen picken, Schrott shorten“! Marktgeflüster (Video)

Das Motto des heutigen Handels-Tages lautet: zuversichtliches Warten auf Trump. Dazu Aussagen von Florian Homm, mit dem ich heute ein Interview führte..

Veröffentlicht

am

Und täglich grüßt das Murmeltier: heute die Aktienmärkte wieder höher aufgrund der Hoffnungen auf einen wunderbaren Deal zwischen den USA und China, mit erwarteten Gesten des guten Willens und einer weiteren Verschiebung der Deadline 01.März. Die EU droht Trump mit Vergeltung gegen US-Unternehmen, wenn die USA Zölle auf EU-Autos erheben sollten – aber das stört die Märkte nicht weiter, ebenso wenig wie der weiter rückläufige ifo Index. Das Motto des heutigen Handels-Tages lautet: zuversichtliches Warten auf Trump (20.30Uhr Treffen mit Liu He). Ich hatte heute ein ausführliches Telefon-Interview mit Florian Homm über seine Einschätzung der kurz- und mittelfristigen Lage an den Märkten, aus dem ich einige Kernpunkte referiere..

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

weiterlesen

Indizes

Wieso fallen die Märkte trotz stetig größerer Konjunktursorgen nicht? Eine Spurensuche

Veröffentlicht

am

Der große Schub

Momentan kommt der große Rückenwind noch von der „dovishen“ Fed und all den anderen Notenbanken, die sich dem Abschwung entgegenstellen. Wie bereits mehrfach erläutert, ist, nicht nur für mich, der monetäre Faktor der stärkste Rückenwindfaktor an der Börse. Erst wenn die Rezession immer deutlicher und stärker wird, schwindet die Wirkung des billigen Geldes.

 

 

Die große Unsicherheit

 

Nahezu synchron schrumpfen weltweit die Einkaufsmanagerindizes (China, Japan, Europa, Deutschland u.w.) und sinken unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der von mir letzte Woche erläuterte Baltic Dry Index hat sich seit seinem Sommerhoch gedrittelt und da über 90% der Güter auf dem Seefahrtsweg transportiert werden, kann man sich fragen, wo das künftige Wachstum stattfinden soll? Der für uns extrem wichtige Ifo-Index ist bereit das 6. Monat in Folge gefallen. Nur die USA befinden sich noch deutlich über der 50-er Marke und einige Analysten stellen sich die Frage, ob die Weltwirtschaft ohne die USA in eine Rezession rutschen kann?

 

Was sagen technische Indikatoren und das Sentiment?

 

Viele technische Indikatoren (z.B. RSI) schreien nach Korrektur, nicht jedoch das Sentiment. Weder Fear&Greed-Index, noch die Investitionsquote befinden sich im Extrembereich. Man könnte eher von einer „Wall of Worries“ sprechen, die die Kurse klettern lässt. Nur die Unternehmen kaufen wie verrückt ihre Aktien zurück, wie Markus Koch erst kürzlich festgestellt hat. 80% mehr als vor einem Jahr zu Jahresbeginn, für mich ein zuverlässliches Zeichen für ein extremes Szenario (2007).

 

Was kommt im Handelsstreit?

 

Es würde mich schon sehr überraschen, sollte es zu keinem Kompromiss in der eigentlich unversöhnlichen Interessenslage zwischen den USA und China kommen. Beide hätten unmittelbar zu viel zu verlieren. Sehr interessant fand ich zu diesem Thema das Statement des US-Strategen Robert Kagan, der sein Heimatland zuletzt als „rogue superpower“ beschrieben hat, als Schurkensupermacht, die sich „ausschließlich am eigenen Interesse“ orientiert.

Man könnte bemerken, dass die USA schon immer ihre eigenen Interessen im Blick hatte, doch das Eigeninteresse ist heute anders definiert als früher – stark von Chauvinismus geprägt. Das Interesse an langfristiger Stabilität ist dem kurzfristigen Nutzenkalkül gewichen. Chinas Wirtschaft kämpft mit der Rezession und die USA sollten sich mit Zöllen die Inflation ins Haus holen. Erst gestern wurden nochmals die Importe der USA aus China präzisiert. Nur ein Beispiel: 97% der US-Bekleidung werden eingeführt, davon 41% aus China und sogar 72% der Schuhe – ergo: Zölle wären eine große Steuer für den US-Konsumenten.

Das ist für mich die große Bedrohung des US-Aktienmarktes. Zölle würden die Inflation in den USA antreiben, die Fed müsste ihre dovishe Haltung aufgeben und vorbei wäre es mit der Hausse. Schrumpfende Gewinne und steigende Zinsaussichten, der perfekte Sturm. Deshalb meine Prognose hinsichtlich der kurzfristigen Lösung.

Insgesamt glaube ich bei Zustandekommen des „Deals“ an die typische und zugleich seltsame Reaktion des Marktes „Sell the facts“!

 

 

Foto: Deutsche Börse AG

weiterlesen

Gold/Silber

Rüdiger Born: Indizes und Gold

Veröffentlicht

am

Wie gehen die US-Indizes ins Wochenende? Wie verhält sich Gold als möglicher Gegenpol? Mehr dazu im Video. Meinen aktuellen „Trade des Tages“ Citigroup finden Sie hier, wie immer kostenfrei.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen