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Arbeitslosigkeit auf 25 Jahres-Tief, Flüchtlinge in Maßnahmen, Osteuropäer befeuern Job-Boom

Die Arbeitslosigkeit ist mal wieder auf einem jahrzehntealten Tiefpunkt angekommen. Im Januar 2018 lag die (offizielle) Arbeitslosigkeit mit 2,57 Millionen Menschen so tief wie seit 25 Jahren nicht mehr in…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Arbeitslosigkeit ist mal wieder auf einem jahrzehntealten Tiefpunkt angekommen. Im Januar 2018 lag die (offizielle) Arbeitslosigkeit mit 2,57 Millionen Menschen so tief wie seit 25 Jahren nicht mehr in einem Januar. Es sind 207.076 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Die Quote liegt bei 5,8% (im Januar 2016 waren es 6,3%). Es macht immer nur Sinn die Monatswerte mit dem selben Monat im Vorjahr zu vergleichen, und das ganz besonders bei Arbeitsmarktdaten.

Wie man auf die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in Deutschland kommt, sehen Sie hier.

Saisonale Einflüsse sind hier sehr hoch, was unter anderem auf die Freistellung von Angestellten auf dem Bau oder in der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Deswegen ist gerade der Januar immer ein schwacher Monat. Aber dass der Wert um 207.076 Stellen niedriger ausfällt als vor einem Jahr, beweist, dass es weiter bergauf geht mit dem Job-Boom!

Neue Stellen

Die Herkunft der neuen Stellen sollte eigentlich immer mehr Anlass zur Sorge geben. Die Daten hierzu veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit immer mit zwei Monaten Verzögerung – daher sind diese Daten aus November. Es ist zwar schön, dass es viele neue Stellen gibt. Aber die stammen zum allergrößten Teil aus gering oder sehr gering bezahlten Bereichen. Dieser Trend verstärkt sich immer mehr. Die Industrie rangiert mit hochwertigen und gut bezahlten Arbeitsplätzen auf Rang 6 der am meisten geschaffenen Jobs. Drum herum jede Menge Dienstleistungsbereiche, die eher schwach bezahlt werden. Und wie immer in den letzten Monaten und Jahren gilt: Finger weg von Bewerbungen bei Banken und Versicherungen. Die bauern unterm Strich nur noch Jobs ab. Im Jahresvergleich verliert der Sektor 15.000 Arbeitsplätze.

Flüchtlinge

Die Bundesagentur für Arbeit verweist darauf, dass man unterscheiden muss zwischen Arbeitsmirganten vor allem aus Osteuropa, und Flüchtlingen. Die Osteuropäer hätten zum Job-Boom gut beigetragen. Zitat:

Die Arbeitsmigration insbesondere aus den neuen osteuropäischen EU-Staaten, den GIPS-Staaten, dem Balkan und den osteuropäischen Drittstaaten hat in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag zum Beschäftigungsaufbau in Deutschland geleistet. Im November lag die Zahl der ozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus diesen Ländern um 218.000 oder 11 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosigkeit von Personen aus diesen Ländern hat sich im Vorjahresvergleich um 12.000 oder 5 Prozent verringert.

Bei „klassischen Flüchtlingen“, wenn man sie denn so bezeichnen will, sieht es da ganz anders aus. Die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter bringen einen Großteil von ihnen in Integrationskursen unter, weshalb die offizielle Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe nicht wirklich steigt. Sie sind zwar arbeitslos – aber solange sie in den Maßnahmen stecken, werden sie nicht als arbeitslos gezählt. Hier die aktuellen Aussagen der Bundesagentur zu dem Thema:

Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen wird mehrere Jahre brauchen. Das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Arbeitslosmeldung von geflüchteten Menschen ist ein erster Schritt in einem Integrationsprozess, der aufgrund der oftmals fehlenden Sprachkenntnisse und formalen Qualifikationen längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Entsprechend ist zu beobachten, dass die Arbeitslosigkeit von Personen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern im Januar im Vorjahresvergleich
um 6.000 oder 3 Prozent gestiegen ist. Ein hoher Einsatz von Integrationskursen und Fördermaßnahmen hat den Zuwachs der Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Entsprechend fiel die Unterbeschäftigung,
die den Einsatz dieser Maßnahmen berücksichtigt, geschätzt um 44.000 oder 11 Prozent größer aus als vor einem Jahr. Zugleich ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern im November um 80.000 oder 62 Prozent gestiegen.

Seit Juni 2016 wird die bisherige Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern ergänzt um die Berichterstattung über Personen im Kontext Fluchtmigration. Als
solche Personen werden Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtigte und geduldete Ausländer gezählt. Danach waren im Januar 2017 in Deutschland 181.000 geflüchtete Menschen in der Arbeitslosigkeit registriert. Die Unterbeschäftigung für diese Personen wird im Januar auf 411.000 geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der Arbeitslosen um 4.000 oder 2 Prozent und die der Personen in der Unterbeschäftigung geschätzt um 36.000 oder 10 Prozent zugenommen.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    31. Januar 2018 17:50 at 17:50

    Es dauert nicht mehr lange, dann sinken die Arbeitslosenzahlen tief in den negativen Bereich und dienen dann als Rechtfertigung für die illegale Migration.

    • Avatar

      Denker

      31. Januar 2018 18:31 at 18:31

      Demnächst kommen Italiener, Spanier und Türken auch noch zu größten Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit.
      Denn Täuscheland kann bald vor Kraft nicht mehr laufen,… bitte helft uns, kommt alle ins gelobte Land. Täuschland ,bestes Land der Welt, wenig Arbeit und für viel Geld.

  2. Avatar

    oscar

    31. Januar 2018 20:31 at 20:31

    man kann leider nur den kopf schütteln und sich abwenden…oder…hm…
    fakt ist, dass unser schwer erschuftetes steuergeld veruntreut wird. auch oder gerade mit solchen blödsinnigen „integrationscirkus“. viel gute leben ohne arbeit…das ist was man sucht…wurde ja auch verlogen versprochen. hey und funktioniert ja auch bestens bei gesellschaftlicher sippenhaft. der schlandlemming wird sich noch die äuglein, die er immer devot, desinteressiert zudrückt, wundreiben…die spd heuchelnden, gerechtigkeits phasler, sie wissen um die bittere wahrheit ihres werkes. nun bemühen sie, schlitzohrig wie immer, die gerechtigkeitsleier und will den 2. arbeitsmarkt aufleben lassen. ja dem biodeutschen wurde er ersatzlos gestrichen. plötzlich wieder das große polemische lügenthema. warum? weil diese „demokraten“ wissen, dass die alo statistik explodieren wird durch die ungezügelte wildwuchs zuwanderung in diese löchrigen sotialsysteme. hier werden üble räder gedreht mit sinnfreien moralgeschwätz und betreutem denken…frohe zukunft…

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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