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Arbeitslosigkeit im März sogar gefallen – hier die Erklärung!

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Arbeitsamt Beispielfoto

Ganz aktuell hat die Bundesagentur für Arbeit Daten zur Arbeitslosigkeit für den Monat März veröffentlicht. Und siehe da, die Arbeitslosigkeit ist gegenüber Februar sogar leicht gefallen von 2,39 auf 2,33 Millionen Menschen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 5,3 auf 5,2 Prozent. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit liegt bei 7,1 Prozent nach 7,2 Prozent im Februar. Aber wie kann das sein bei der Coronakrise? Müsste es nicht gerade im März jede Menge neue Arbeitslose geben? Darauf gibt es zwei konkrete Antworten. Hier die erste. Zitat Bundesagentur für Arbeit aus dem ganz aktuellen Bericht:

In den Arbeitsmarktzahlen konnte sich die aktuelle Verschärfung der Corona-Krise noch nicht widerspiegeln, weil die Angaben bis zum 12. März reichen und damit die jüngste Entwicklung nicht umfassen.

Es ist zu erwarten, dass der Arbeitsmarkt aufgrund der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten stark unter Spannungen geraten wird.

Kurzarbeit als Rettung vor der Arbeitslosigkeit

Und der zweite Grund heißt Kurzarbeit. Zahlreiche Unternehmen halten die Belegschaft im Betrieb, und ein auf 60 Prozent reduziertes Gehalt wird für mehrere Monate vom Arbeitsamt gezahlt. Quasi eine versteckte Art von Arbeitslosigkeit – aber ein gutes Instrument, damit die Betriebe nach der Krise wieder sofort ihre Produktion hochfahren können, und die Menschen mit einem blauen Auge durch die Krise kommen. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlich in ihren Monatsberichten Daten zur Kurzarbeit immer mit zwei Monaten Verzögerung. Also haben wir jetzt Daten für Januar, wo für 108.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt wurde, nach 89.000 im Dezember und 42.000 im Januar des Vorjahres. Zur aktuellen Lage sagen die Statistiker der Agentur Zitat:

Aktuelle Daten zu den geprüften Anzeigen liegen für den Februar vor und umfassen damit nicht die Verschärfung der Corona-Krise. Danach wurden im Februar für 41.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach 42.000 im Januar. Auf Basis der geprüften Anzeigen ist zurzeit keine verlässliche Schätzung der tatsächlichen Inanspruchnahme am aktuellen Rand möglich.

Also, wird ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland in Folge der Coronakrise erst Ende April sichtbar, oder werden hunderttausende Arbeitnehmer durch das Instrument der Kurzarbeit von der Arbeitslosigkeit (erst einmal) verschont? Wir tippen auf Variante 2. Ein eventuell ganz leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit, dafür ein sehr starker Anstieg bei der Kurzarbeit!

Statistikdaten zur aktuellen Arbeitslosigkeit

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Europa

Aktuell: ifo-Index veröffentlicht

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ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht

Das Münchner ifo-Institut hat soeben den ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Mai veröffentlicht. Hier die Daten.

– ifo Geschäftsklimaindex 79,5 (Prognose war 78,3 / April 74,3)

– Aktuelle Lage 78,9 (Prognose 80 / April 79,5)

– Geschäftserwartungen 80,1 (Prognose 75 / April 69,4)

Der Dax reagiert in den ersten 3 Minuten noch gar nicht.

Hier die Aussagen von ifo im Wortlaut:

Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen hat sich nach den katastrophalen Vormonaten etwas erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai auf 79,5 Punkte gestiegen, nach 74,2 Punkten im April. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen zwar nochmals etwas schlechter. Jedoch verbesserten sich ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich. Trotzdem erwartet ein Großteil der Unternehmen noch immer eine Verschlechterung der Geschäftslage. Die ersten Lockerungen sorgen für einen Hoffnungsschimmer.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Das war allerdings nur auf die stark verbesserten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Von Optimismus sind die Industriefirmen aber noch weit entfernt. Die aktuelle Lage stuften sie nochmals erheblich schlechter ein.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima nach dem historischen Tief im April wieder merklich verbessert. Das liegt vor allem an deutlich gestiegenen Erwartungen. Die Dienstleister schätzten auch ihre aktuelle Lage etwas besser ein. Dennoch überwiegt bei den Unternehmen noch immer der Pessimismus.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindex ebenfalls deutlich gestiegen. Hier haben sich sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Erwartungen spürbar erholt. Insbesondere im Einzelhandel verbessern die Lockerungen die Stimmung.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index wieder gestiegen, nachdem er zuletzt mehr als ein halbes Jahr gefallen war. Grund hierfür war ein historischer Anstieg der Erwartungen. Die aktuelle Lage schätzten die Baufirmen etwas schlechter ein.

ifo Index


source: tradingeconomics.com

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Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindizes schwächer als erwartet – “Aufschwung in weiter Ferne”

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Mai) veröffentlicht – die deutsche Wirtschaft zeigt kaum Zeichen einer Erholung:

Gesamtindex: 31,4 (Prognose war 34,1; Vormonat war 17,1)

Verarbeitendes Gewerbe: 36,8 (Prognose war 39,2; Vormonat war 34,5)

Dienstleistung: 31,4 (Prognose war 26,6; Vormonat war 16,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhoben hat:

 

„Die Mai-Flashes, die sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor erneut signifikante Geschäftseinbußen signalisieren, machen jegliche
Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung der deutschen Wirtschaft nach der Lockerung der Ausgangssperren und Restriktionen zunichte. Zwar hat sich die Talfahrt gegenüber dem von Eindämmungsmaßnahmen dominierten Vormonat verlangsamt, die Rückkehr zu ‚Business as usual’ und ein neuerlicher Aufschwung sind jedoch noch in weiter Ferne. Und da die Nachfrage auch noch für einige Zeit unterdurchschnittlich ausfallen dürfte, sank die Beschäftigung aufgrund von Kapazitätsanpassungen erneut in Besorgnis erregende Tempo. Das Ausmaß des Stellenabbaus ist die größte Gefahr für den längerfristigen Ausblick.“

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Verbraucherpreise Eurozone Richtung Deflation – Osteuropa entwickelt sich ganz anders!

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Die Verbraucherpreise für die Eurozone wurden heute für den Monat April in ihrer endgültigen Fassung veröffentlicht. Die Teuerungsrate liegt im Vergleich zu April 2019 bei nur noch +0,3 Prozent nach +0,7 Prozent im März. Für die EU liegt die Inflation bei 0,7 Prozent nach 1,2 Prozent im März. Warum rauschen die Verbraucherpreise in der Eurozone derzeit volle Pulle Richtung Deflation? Es ist klar – der Ölpreis-Schock schlägt mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise ein, und so langsam zeigen sich die Auswirkungen. Die Energiepreise für die Verbraucher sinken im April im Jahresvergleich nämlich um 9,7 Prozent, nach bereits -4,5 Prozent im März.

Das zieht den Gesamtschnitt natürlich runter, der dank einem Plus der Lebensmittelpreise von 3,6 Prozent nicht ins Minus rutscht. Fast komplett Osteuropa erlebt deutliche Preissteigerungen von oft über 2 Prozent (siehe die erste Grafik), während der Rest der EU entweder nur noch minimale Preissteigerungen sieht, oder bereits in der Deflation angekommen ist. Jüngst war der Ölpreis wieder deutlich gestiegen. Dauert es wieder ein oder zwei volle Monate, bis sich dies positiv auf den Gesamtschnitt der Verbraucherpreise auswirkt?

Verbraucherpreise aufgeteilt nach Ländern


source: tradingeconomics.com

Details der Verbraucherpreise für April

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