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Europa

Arbeitslosigkeit in Eurozone weiter rückläufig – Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht

Redaktion

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am

Die Arbeitslosigkeit in Europa sinkt immer weiter. Offiziell (!) liegt sie in der Gesamt-EU bei 6,8% im August. Damit liegt sie zwar exakt auf dem Tiefstpunkt kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Aber in der Eurozone sieht es anders aus. Mit 8,1% im August sinkt man weiter gegenüber Juli bei 8,2%. Es fehlt aber noch eine ganze Strecke, bis man das Tief von kurz vor der Finanzkrise erreicht hat bei 7,3%.

Es gibt ein statistisches Problem. Nächstes Jahr scheidet Großbritannien aus der USA aus, und dort liegt die Arbeitslosenquote weit unter dem Schnitt der Gesamt-EU. Also wird die Gesamt-EU nach dem Brexit eine Quote ziemlich genau so hoch haben, wie man sie jetzt bei der Eurozone betrachten kann.

Und wie immer unser Hinweis: Was die Statistiker von Eurostat als Arbeitslosenquote bezeichnen, ist bei uns in Deutschland als Erwerbslosenquote bekannt. Das heißt: Hier sind unzählige Arbeitslose aus der Statistik gestrichen worden, die sich nach Ansicht der Behörden nicht aktiv genug um Arbeit bemühen. Vermutlich, so darf man es schätzen, liegt die tatsächliche Arbeitslosenquote in der Eurozone daher irgendwo zwischen 10% und 11%.

So liegt die Arbeitslosenquote in Deutschland laut Eurostat auch bei 3,4%, obwohl sie nach offizieller Aussage von der Bundesagentur für Arbeit bei 5,0% liegt. Das ist ein Unterschied, welcher sich auch auf EU-Ebene anwenden lässt.

Arbeitslosigkeit EU

Weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Gemäß Schätzung von Eurostat waren im August 2018 in der EU28 insgesamt 16,657 Millionen Männer und
Frauen arbeitslos, davon 13,220 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juli 2018 verringerte sich die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU28 um 114 000 und im Euroraum um 102 000. Gegenüber August 2017 sank die Zahl der Arbeitslosen in der EU28 um 1,921 Millionen und im Euroraum um 1,419 Millionen.
Mitgliedstaaten Von den Mitgliedstaaten verzeichneten die Tschechische Republik (2,5%), Deutschland und Polen (je 3,4%) im August 2018 die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die höchsten Quoten registrierten Griechenland (19,1% im Juni 2018) und Spanien (15,2%). Über ein Jahr betrachtet fiel die Arbeitslosenquote im August 2018 in allen Mitgliedstaaten. Die stärksten Rückgänge wurden in Zypern (von 10,5% auf 7,5%), Kroatien (von 10,9% auf 8,5%), Griechenland (von 21,3% auf 19,1% zwischen Juni 2017 und Juni 2018) und Portugal (von 8,8% auf 6,8%) registriert. Im August 2018 lag die Arbeitslosenquote in den USA bei 3,9%, unverändert gegenüber Juli 2018 und ein Rückgang gegenüber 4,4% im August 2017.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Beobachter

    1. Oktober 2018 19:18 at 19:18

    Nächstes Jahr scheidet Grossbritannien aus der USA aus ? ? Wirft Trump sie heraus?
    DAS WÄRE DANN ALSO DER „ USIX“
    Auch FMW darf einmal einen „ FLÜCHTLINGSFEHLER „ machen, die ganze Politik dreht sich ja nur noch um Flüchtlinge !

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone dritten Monat in Deflation, BIP besser als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Soeben wurden als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Jahresvergleich sinken sie um 0,3 Prozent nach -0,3 Prozent und -0,2 Prozent in den beiden vorigen Monaten. Also sehen wir den dritten Monat in Folge Deflation! Das Minus der Energiepreise wird wieder größer mit -8,4 Prozent im Jahresvergleich. Die Verbraucherpreise für Lebensmittel können von +1,8 Prozent auf +2,0 Prozent sogar zulegen, aber die Energie zieht den Schnitt weiter runter. Der Schnitt wird auch durch die deutsche Mehrwertsteuersenkung (wirksam seit Juli) negativ beeinflusst.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise in der Eurozone im Oktober

BIP für Eurozone weniger schlimm als gedacht

Zusammen mit den Verbraucherpreisen wurden vorhin auch frische Daten für das Eurozonen-Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal veröffentlicht. Die Wirtschaftsleistung wächst im Quartalsvergleich um 12,7 Prozent (+9 Prozent erwartet). Im Jahresvergleich ist es ein Minus von 4,3 Prozent (-7 Prozent erwartet). Also wie beim deutschen BIP – die Lage scheint etwas weniger schlimm zu sein als erwartet.

Grafik zeigt BIP in Eurozone

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Europa

Aktuell: BIP Deutschland besser – Lagarde hatte es „geleaked“

Markus Fugmann

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Das BIP in Deutschland (1.Veröffentlichung 3.Quartal) ist zum Vorquartal mit +8,2% besser ausgefallen wie erwartet (Prognose war +7,3%).

Zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt) sank das deutsche BIP um –4,2% (Prognose war -5,2%).

Damit wie in Frankreich die Erwartungen übertroffen – Christine Lagarde hatte das gestern auf der EZB-PK bereits „geleaked“..

Dazu schreibt Destatis:

„Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 2. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 8,2 % gestiegen. Das Wachstum war sowohl von höheren privaten Konsumausgaben, mehr Investitionen in Ausrüstungen als auch von stark gestiegenen Exporten getragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die deutsche Wirtschaft damit nach dem historischen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im 2. Quartal 2020 infolge der einsetzenden Corona-Pandemie zwar deutlich gewachsen. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor der globalen Corona-Krise, lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im 3. Quartal 2020 jedoch 4,2 % niedriger. „

Das BIP in Deutschland erholt sich zum Vorquartal

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Europa

Einzelhandelsumsätze in der Krise: Viele Gewinner, ein Verlierer

Claudio Kummerfeld

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Leeres Einkaufszentrum

Die Einzelhandelsumsätze haben in der Coronakrise nicht gelitten. Sie ziehen sogar deutlich an. Wenn man nachdenkt, kommt man schnell drauf. Die Menschen gehen deutlich seltener ins Restaurant, in Bars, auf Events etc. Folglich wird deutlich mehr zuhause gekocht. Folglich werden mehr Lebensmittel eingekauft als im Vorjahr. Diesen Effekt sieht man in den heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts.

Im September lagen die gesamten Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat 6,5 Prozent höher. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im September 2020 kalender- und saisonbereinigt real 2,8 Prozent höher. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte real 6,8 Prozent und nominal 9,6 Prozent mehr um als im September 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 7,0 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 4,9 Prozent mehr um.

Einzelhandelsumsätze bei Nicht-Lebensmitteln

Auch die Einzelhandelsumsätze außerhalb der Lebensmittel profitiert. Aber mit einer Ausnahme. Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände laufen gut mit +11 Prozent, der gesamte Online-Versandhandel läuft blendend mit +21 Prozent. Aber der Bereich Bekleidung und Schuhe verliert 7,3 Prozent an Umsatz. Waren- und Kaufhäuser verlieren 9,9 Prozent an Umsatz. Die Kombination dieser beiden Zahlen zeigt ganz klar, dass Karstadt und Co die Verlierer der Krise sind. Wenn Klamotten, dann werden sie in dieser Krise eher online gekauft.

Grafik zeigt Details der Einzelhandelsumsätze im September

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