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Arbeitslosigkeit weiter stark rückläufig, alle Ampeln auf Grün

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland geht immer weiter zurück. Im November liegt sie gemäß heutiger Meldung nur noch bei 4,8% oder 2,19 Millionen Menschen (offizielle Arbeitslosenquote). Das sind 182.000 weniger als vor einem Jahr. Die tatsächliche Quote liegt bei 6,8% oder 3,1 Millionen Menschen. Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind, die krank sind, die gerade in Weiterbildungsmaßnahmen stecken etc, werden einfach gar nicht als offiziell arbeitslos gezählt, obwohl sie es sind.

Aber der Gesamttrend ist in allen Teilsegmenten positiv, wie man den folgenden Grafiken entnehmen kann. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen allerdings ist seit zwei Monaten spürbar rückläufig. Die Arbeitskräfteknappheit und die anhaltend gute Konjunktur hatten seit Jahren dafür gesorgt, dass immer mehr Arbeitgeber offene Stellen nicht besetzen können. Jetzt aber eine kleine Trendumkehr? So gab es bei der Arbeitsagentur bundesweit im September noch 833.835 gemeldete offene Stellen – im November waren es noch 807.032.

Arbeitslosigkeit Arbeitsmarktdaten November

Arbeitslosigkeit bei Flüchtlingen

186.000 Menschen aus sogenannten „Asylherkunftsländern“ sind aktuell offiziell arbeitslos. Liest man aber das „Kleingedruckte“ der Bundesagentur, kommt man brutto auf 373.000 Personen. Hier wird der selbe Effekt genutzt wie bei den schon vorhandenen Arbeitslosen. Alle Flüchtlinge, die in Deutschkursen, Weiterbildungskursen etc „geparkt“ werden, gelten offiziell nicht als arbeitslos. Hier weitere Details im Wortlaut von der Bundesagentur für Arbeit:

Dabei hat ein großer Einsatz von Integrationskursen und Fördermaßnahmen die Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Nach jüngsten Angaben für den November lag die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises etwa auf dem Niveau des Vorjahres (+500 oder +0,3 Prozent). Die Unterbeschäftigung, die den Einsatz von entlastenden Fördermaßnahmen berücksichtigt, lag sogar geschätzt um 40.000 oder 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zugleich ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern im September um 95.000 oder 49 Prozent gestiegen. Seit Juni 2016 wird die bisherige Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern ergänzt um die Berichterstattung über Personen im Kontext Fluchtmigration. Als solche Personen werden Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtigte und geduldete Ausländer gezählt. Danach waren im November 2018 in Deutschland 177.000 geflüchtete Menschen in der Arbeitslosigkeit registriert. Die Unterbeschäftigung für diese Personen wird im November auf 373.000 geschätzt.



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