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Arbeitsmarkt-Boom: Ohne Grippewelle und Feiertage sähe es noch besser aus

Am Arbeitsmarkt boomt es aber so richtig. Die Zahl der Beschäftigten wuchs im ersten Quartal um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im ersten Quartal 2018 bei mehr als 44,3 Millionen Personen, so verkündet es aktuell das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit.

Arbeitsmarkt-Daten hätten noch besser sein können

Eigentlich sieht die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt noch besser aus. Denn offiziell gibt es im letzten Quartal einen Rückgang bei der durchschnittlichen Arbeitszeit pro Arbeitnehmer. Sie lag bei 345,4 Stunden. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist sie damit um 1,3 Prozent gesunken. Im ersten Quartal 2018 standen mit 62,6 Tagen aufgrund der Lage der Feiertage rund zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung als im Vorjahresquartal. Der Krankenstand der Beschäftigten lag bei rund 5,5 Prozent und ist somit um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.

Grund hierfür war die starke Verbreitung der Influenza. Im Vergleich zum Vorquartal ist die Arbeitszeit saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gesunken. Also: Wenn man solche Effekte herausrechnet, steht auch der Bereich „Arbeitszeit“ gut da im Sinne von mehr Arbeitszeit pro Arbeitnehmer. Denn wenn man den Effekt ausrechnet, was zwei Arbeitstage weniger ausmachen, so kommt man auf 3%. Somit wird schon dadurch aus offiziell -1,3% ein Plus von 1,7%. Ohne Grippewelle wäre es ein noch höheres Plus gewesen.

Weitere Aussagen der IAB im Wortlaut:

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit blieb gegenüber dem Vorjahresquartal mit insgesamt rund 30 Stunden weitgehend unverändert. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt rund 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte rund 17 Stunden. Bei den Vollzeitbeschäftigten ist die durchschnittliche vereinbarte Arbeitszeit nahezu gleich geblieben, während bei den Teilzeitbeschäftigten ein Anstieg um 0,2 Prozent zu verzeichnen ist. „Der Anstieg der Arbeitszeit bei den Teilzeitbeschäftigten ist auf den weiterhin sinkenden Anteil geringfügig Beschäftigter in dieser Gruppe zurückzuführen“, so Weber.

Die bezahlten Überstunden sind im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gestiegen (+0,2 Stunden), während die Zahl der unbezahlten Überstunden etwa gleich blieb. Im Durchschnitt waren es 5,2 bezahlte Überstunden und 5,9 unbezahlte Überstunden je Beschäftigtem.

Arbeitsmarkt
Foto: Bundesagentur für Arbeit



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