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Europa

Arbeitsmarkt boomt immer weiter, und kein Ende in Sicht

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Der Boom am Arbeitsmarkt nimmt kein Ende. Über die steigende Zahl aller Beschäftigten hatten wir heute schon berichtet. Aber natürlich ist somit auch die Arbeitslosigkeit immer weiter am Sinken. Momentan befinden wir uns mitten in der Winter-Delle, wo bei Bau, Gastro und Landschaftsbau weniger Mitarbeiter benötigt werden.

Die offizielle Arbeitslosenquote liegt im Februar bei 5,3% nach 5,3% im Januar und 5,7% im Februar 2018. Dieser Jahresvergleich ist wichtig, und zeigt den weiteren strukturellen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Jahresvergleich waren es 173.236 Arbeitslose weniger. Man verzeichnete damit die geringste Arbeitslosenzahl in einem Monat Februar seit der Wiedervereinigung. Das ist aber nur die offizielle Statistik. Rechnet man ältere Arbeitslose über 55 mit ein, dazu noch kranke Arbeitslose und solche, die gerade in Weiterbildungsmaßnahmen versteckt werden, dann haben wir tatsächlich eine Quote von 7,2% nach 7,7% vor einem Jahr. Denn all diese Menschen sind ja auch arbeitslos, auch wenn sie einfach aus der Gesamtstatistik entfernt werden. Offiziell versteckt man diesen Personenkreis unter der Überschrift „Unterbeschäftigung“, obwohl diese Menschen auch arbeitslos sind.

Aber egal ob unterbeschäftigt, versteckt arbeitslos oder offiziell arbeitslos. Der Trend ist der selbe, egal unter welcher Betrachtungsweise. Die Arbeitslosigkeit sinkt. Ob da schon der Demografiewandel reinschlägt, und ob er trotz Konjunkturabschwung die Arbeitslosigkeit zum Sinken bringt, werden wir wohl erst in einer richtig kräftigen Rezession merken. Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, bezeichnete heute den Arbeitsmarkt als weiterhin robust gegenüber der konjunkturellen Entwicklung.

Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

In allen Bundesländern legt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach wie vor zu (linke Seite der Grafik). Die Branche „Metall, Elektro und Stahl“ bleibt der stärkste Schaffer neuer Jobs (rechte Seite der Grafik). Aber addiert sind die Dienstleistungen der viel größere Job-Lieferant.

Hier die aktuellsten Aussagen der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Flüchtlinge im Arbeitsmarkt:

Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen wird mehrere Jahre brauchen. Das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Arbeitslosmeldung von geflüchteten Menschen ist ein erster Schritt in einem Integrationsprozess, der aufgrund der oftmals fehlenden Sprachkenntnisse und formalen Qualifikationen längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Entsprechend ist zu beobachten, dass die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung von Personen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern sehr hoch ausfällt. Die aktuelle Entwicklung ist positiv. So lag nach jüngsten Angaben für den Februar 2019 die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises nur noch wenig über dem Niveau des Vorjahres (+4.000 oder +2 Prozent). Die Unterbeschäftigung, die den Einsatz von entlastenden Fördermaßnahmen berücksichtigt, lag sogar geschätzt um 40.000 oder 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zugleich ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern im Dezember 2018 um 91.000 oder 43 Prozent gestiegen. Seit Juni 2016 wird die bisherige Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern ergänzt um die Berichterstattung über Personen im Kontext Fluchtmigration. Als solche Personen werden Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtigte und geduldete Ausländer gezählt. Danach waren im Februar 2019 in Deutschland 189.000 geflüchtete Menschen in der Arbeitslosigkeit registriert. Die Unterbeschäftigung für diese Personen wird im Februar auf 375.000 geschätzt.

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Europa

Autozulassungen brechen europaweit massiv ein – Fiat Chrysler größter Verlierer!

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Krise? Welche Krise? Und dann noch präsentiert von eh schon viel zu pessimistischen Kommentatoren? Nein! Wenn Autozulassungen binnen eines Jahres um 7,8% einbrechen, dann darf man hier von Krise reden! So geschehen aktuell im Monat Juni im Schnitt der gesamten EU. Der folgende Chart zeigt anschaulich seit 2013 die monatlichen Steigerungen oder Einbrüche (im Jahresvergleich). Seit 10 Monaten geht es abwärts (mit einem Mini-Plus im Vormonat), während es vorher jahrelang fast nur bergauf ging.

Die aktuellen Daten stammen aus der aktuellen Veröffentlichung des europäischen Automobilverbandes „ACEA“. Das aktuell kräftige Minus von 7,8% schiebt ACEA auf einen Kalendereffekt, weil es nur 19 Werktage im Juni gegeben habe gegenüber 21 Tagen im Juni 2018. Das klingt nachvollziehbar. Schaut man aber die obige Grafik an mit den monatelangen Einbrüchen im Jahresvergleich, dann kann dies wohl kaum noch mit Sondereffekten erklärt werden.

Schweden verzeichnet im Juni 52% weniger Autozulassungen als im Vorjahr. Kalendereffekt? Österreich, Belgien, Tschechien und die Niederlande zeigen alle zweistellige Prozent-Rückgänge. Natürlich gibt es auch positive Ausreißer mit +12,7% in Irland und +41% in Litauen. Aber insgesamt ist die Lage ziemlich dürftig. In Deutschland liegt das Jahresminus bei 4,7%.

Schauen wir doch mal auf den deutlich aussagekräftigeren Vergleich von Januar-Juni 2019 im Vergleich zu Januar-Juni 2018. Hier werden Kalendereffekte und Sonstiges besser „geglättet“, als wenn man nur einen Monat mit dem Vorjahresmonat vergleicht. Im Halbjahresvergleich zu 2018 ist es EU-weit immer noch ein Minus von 3,1%. Es geht abwärts mit der Autoindustrie. Oder möchte man argumentieren, dass sich zunehmend viele Autokäufer mit Neuerwerbungen zurückhalten, bis endlich tolle und bezahlbare E-Autos verfügbar sind? (Scherz).

Autozulassungen auf einzelne Hersteller bezogen

Bleiben wir mal im aussagekräftigeren Halbjahresvergleich zum 1. Halbjahr 2018. Bei den europäischen Herstellern ist Fiat Chrysler am Stärksten betroffen mit -9,5%. Fiat als einzelne Marke verliert 10,2%. Die Volkswagen-Gruppe verliert 4,1%, wobei nur Volkswagen als Marke 6,5% verliert. Die spanische Tochter Seat sticht positiv hervor mit +6,3%. Die Franzosen (PSA und Renault) kommen offenbar deutlich besser durch die aktuelle Autoabsatz-Krise mit nur -1,2% und -1,1%. BMW und Daimler kommen auch noch halbwegs gut davon mit -1,2% und -1,5%. Aber siehe da. Ausländische Hersteller erleben derzeit massive Einbrüche in Europa. Ford verliert 7,8% bei den Autozulassungen und Nissan sogar 24,2%, Honda ist mit -15% dabei.

Autozulassungen EU Juni

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise Juni: Abweichung von der Vorabmeldung

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Soeben wurden für die Eurozone die Verbraucherpreise für Juni im Detail veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,3% bei einer Erwartung von 1,2%. Damit weicht die endgültige Zahl überraschenderweise von den 1,2% der Vorabmeldung vom 28. Juni ab. Dienstleistungspreise steigen von Mai auf Juni von 1,0% auf 1,6%. Wie wir schon zu den deutschen Zahlen gemeldet hatten: Dort waren die Pauschalreisen mit explodierenden Preisen der Preistreiber, was aber nur einem Kalendereffekt geschuldet war. Offenbar schlug dieser Effekt auch auf den Gesamtschnitt der Eurozone durch! Energiepreise fallen auf Eurozonen-Ebene als Preistreiber aus, weil sie von+ 3,8% im Mai auf +1,7% im Juni einbrechen.

Verbraucherpreise Eurozone Juni

Hier weitere Details von Eurostat:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (0,2%), Zypern (0,3%), Dänemark und Kroatien (je 0,5%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,9%), Ungarn (3,4%) und Lettland (3,1%) gemessen. Gegenüber Mai ging die jährliche Inflationsrate in siebzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in einem unverändert und stieg in neun an. Im Juni kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,73 Prozentpunkte Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,30 Pp.), Energie (+0,17 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.)

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Europa

Aktuell: Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

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Soeben wurden wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien für den Monat Juni vermeldet. An dieser Stelle präsentieren wir die Daten im Jahresvergleich in Kurzform.

Verbraucherpreise 2,0% (erwartet 2,0%).

Einfuhr-Erzeugerpreise -0,3% (erwartet 0,5%).

Einzelhandelspreise 2,9% (erwartet 2,9%).

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