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Arbeitsmarkt: Eine Entlassungswelle kommt auf uns zu!

Claudio Kummerfeld

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am

Arbeitsmarkt im Fokus

Dass am Arbeitsmarkt nichts Gutes zu erwarten ist durch den Corona-Shutdown, kann sich jeder denken. Wir besprechen das Thema schon seit Wochen. Die Kurzarbeit hat den deutschen Arbeitsmarkt bislang verschont, während in den USA in wenigen Wochen 26 Millionen Menschen arbeitslos wurden. Aber die Kurzarbeit, Staatszuschüsse und Staatskredite (über die KfW) können nur kurzfristig das Problem verdecken. Schon vor der Coronakrise ging es in der Industrie abwärts, und viele Zombieunternehmen lebten von Kreditumschuldungen ohne Zinskosten. Dazu kommt jetzt noch der ganze Gastro-Sektor etc, wo Unternehmer im Normalzustand zwar von ihren Einnahmen leben können. Aber es gibt halt keine oder kaum Reserven. Nach der Krise steht man überschuldet da, und dazu noch mit weniger Umsätzen als vorher.

Das zeigt sich aktuell nach den Wiedereröffnungen der Läden – die Menschen halten sich beim Shoppen zurück. Auch in der Gastronomie dürfte es, wenn die Restaurants wieder öffnen dürfen, allein schon durch die Abstände zwischen den Tischen zu massiven Minderumsätzen kommen. Beim Blick nur auf die Verbraucher ist es auch nachvollziehbar. In solchen Krisenzeiten hält man sein Geld erstmal zusammen. Wie schlimm die Krise am Arbeitsmarkt wird, darauf gibt das ifo-Institut aktuell schon mal einen Vorgeschmack. Das Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts fällt nämlich aktuell auf ein historisches Tief, mit 86,3 Indexpunkten nach 93,4 im März. Der Chart macht die dramatische Lage auch visuell deutlich. Der Verlauf zeigt das Barometer seit dem Jahr 2015. Ein brutaler Absturz, ein historisches Tief, so ifo. Auch der Rückgang des Barometers sei noch nie so stark gewesen. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde daher steigen. So sagt man auch, dass sich die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen auf Entlassungen vorbereiten.

Wann? Nun, dieses ifo Beschäftigungsbarometer basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, steht die Entlassungswelle schon in den nächsten Monaten an, wenn zu viele Betriebe merken, dass trotz Kurzarbeit, Krediten und Zuschüssen das Problem bleibt, und man Personal abbauen muss? Hier noch einige Details im Wortlaut vom ifo-Institut:

In allen vier Sektoren war der Rückgang des Barometers ohne Beispiel. Bei den Dienstleistern ist er sogar auf ein neues historisches Tief gefallen. Erstmals seit der Finanzkrise wird es hier wieder zu Entlassungen kommen. In der Industrie setzt sich der Trend rückläufiger Mitarbeiterzahlen, der bereits vor der Krise begann, nun verstärkt fort. Auch im Handel wird die Mitarbeiterzahl sinken. Einzige Ausnahme hier sind die Supermärkte. Auch der zuletzt boomende Bausektor kann sich der negativen Beschäftigungsdynamik nicht mehr entziehen.

Arbeitsmarkt vor dem Absturz - ifo Beschäftigungsbarometer

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    Derivateur

    28. April 2020 09:30 at 09:30

    Wieder eine realistische Einschätzung neben den vielen Träumern der V- Erholung. Auch das Desaster an den Ölmärkten ist ein Vorgeschmack dessen was auch noch auf Aktien u.Anleihen zukommen könnte.Auch ich hätte nie geglaubt,dass wirklich reale Produkte wie Öl plötzlich zu Minuspreisen gehandelt wird.Das Problem ,dass viele Anlagen über Derivate in hundertfacher Menge des physischen Volumens verwettet werden macht es alsö möglich.In einer einigermassen realen Welt würde das überschüssige Öl im Boden bleiben bis man es braucht.Jetzt wird einfach gefördert u.eine gutgläubige Minderheit bezahlt die Rechnung.
    Bei den total überteuerten Aktien wird eines Tages das Gleiche passieren. Wenn die Umverteilung all dieser Luftwerte den kritischen Punkt erreicht hat, wird es ungemütlich werden.

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      thinkSelf

      28. April 2020 10:05 at 10:05

      Es werden Derivate negativ gehandelt. Das hat mir realem Öl NICHTS zu tun.

      Übrigens, gibt es so etwas wie „überteuerte Produkte“ nicht (gilt auch für Aktien). Der Käufer bestimmt den Preis.
      Ihm ist genau in dem Moment, in dem er die Aktie kauft, diese genau das Wert, was er bezahlt. Das er fünf Minuten später vielleicht nur die Hälfte oder das doppelte bezahlt hätte, hat damit nichts zu tun.
      „Überteuert“ finden das immer nur Leute die sich die Produkte zum aktuellen Preis entweder nicht leisten können oder nicht leisten wollen.
      Unfair ist ein Preis nur dann, wenn die Vertragsparteien ihn nicht frei ausgehandelt haben. Z.B. wenn der Verkäufer dem Käufer glaubhaft Gewalt androht.

      Das ist übrigens der Unterschied zwischen Markt- und Planwirtschaft. In einer Marktwirtschaft bestimmt der Käufer den Preis und damit auch was produziert wird. In der Planwirtschaft bestimmt der Produzent (oder eine übergeordnete Plankommission) was produziert und zu welchem Preis abgegeben wird.
      Deswegen kann eine Planwirtschaft auch niemals funktionieren. Denn die Bedürfnisse des Käufers sind variabel und nicht vorhersehbar. Aber das glauben die Planwirtschaftler natürlich nicht. Für die ist ein Mensch (außer sie selber) eine Art primitiver deterministischer Automat.

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        Roberto

        28. April 2020 10:24 at 10:24

        @Thinkself, vielen Dank für den sehr guten Bericht. Endlich mal jemand der die reale Wahrheit ausspricht. Jeder der ein Derivat kauft, kauft es aus eigenen freien Stücken und im Hinterkopf den großen Gewinn zu machen. Wenn dieser Gewinn dann kommt, klopft man sich auf die Schulter und ist sich sicher man ist der große Hecht und ein erfolgreicher Spekulant. Wenn die Wette nach hinten los geht, heisst es „…auf kosten von gutgläubiger Minderheit…den armen kleinen Bürgern aus der Tasche gezogen…etc. etc. “ Diese Scheinheiligkeit lese ich hier immer öfters. Jedem MUSS klar sein das er am Finanzmarkt Haus und Hof verlieren kann wenn er mitmischen will und genauso Haus und Hof gewinnen kann wenn er Glück hat. Nicht mehr und nicht weniger. Hinterher sich hier auszukotzen ist einfach nur billig. Man sollte zu seinen Verlusten genauso stehen wie man zu seinen Gewinnen steht und nicht immer den bösen Finanzmarkt dafür verntwortlich machen. Aber komischer Weise regt sich hier keiner auf der Gewinne macht. In diesem Sinne….allen einen erfolgreichen Handelstag :-)

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        asisi1

        28. April 2020 11:16 at 11:16

        Die besten Beispiele haben wir in unseren „Zwangssystemen“! Ob GEZ, Krankenversicherungen, Rentenversicherung etc.. Hier wird auch nichts ausgehandelt, sondern einfach nur bestimmt!

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      Scheer

      28. April 2020 10:15 at 10:15

      Erst mal ganz langsam.
      Wir haben gelernt das die Realwirtschaft von der Finanzwirtschaft entkoppelt ist.
      Somit ist alles möglich, auch steigende Kurse bei fallender Realiwirtschaft.
      Die Finanzmärkte handeln die Party solange die Musik gespielt wird, über den Kater der nach der Party kommt macht sich erstmal nur der Crashprophet und Markus Fugmann Gedanken.
      Nach meiner Beobachtung haben aber die mahnenden Worte leider keinerlei Bedeutung und schon gar keinen Einfluss auf die Märkte. Letzten Endes sind es Gedankenspiele die keinerlei Bedeutung haben.
      Ja, wir haben katastrophale Firmendaten und ja wir haben ein realwirtschaftliches Hiroschima, aber who cares?
      So lange die Marktstimmung positiv ist und die Zentralbanken die Märkte entkoppeln ist wirklich alles möglich, und die Zentralbanken, die Politiker und die Firmenlenker werden alles dafür bereitstellen das ihr selbst konstriertes Kartenhaus nicht zusammenbricht.
      Ich schätze die Arbeit von Herrn Fugmann und vielen anderen Mahnern, aber in der heutigen Zeit haben die alten Bewertungsmethoden keine Bedeutung mehr. Ich möchte nicht ausschließen, dass sich das nicht ändert. Aber nun ist die Zeit der entkoppelten Märkte eben da.

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        sabine

        28. April 2020 10:45 at 10:45

        Vielen Dank, genauso ist es.

        Auch diesen Satz einrahmen: „Schon vor der Coronakrise ging es in der Industrie abwärts, und viele Zombieunternehmen lebten von Kreditumschuldungen ohne Zinskosten.“ Und zwar bei uns abwärts zumeist etwa 30%, das ist schon etwas.
        Außerdem haben wir gesamtwirtschaftlich die steigenden Märkte seit über 10 Jahren, da ist eine Rezension „normal“. Problem nur, daß die Schuldner mit Billionen Schulden keine Rezension überleben. Genau wie Corona, jemand über 80 oder ein Patient auf der Intensiv (auch mit 25) hat ein Problem, da geschwächt. Ist bei Influenza auch nicht anders. Wie oft hab ich schon gehört, daß jemand im KKH gestorben ist, weil zu seiner Niereninsuffizienz oder Herzkasper noch eine Lungenentzündung oder auch der KKH-Virus kam. Und dann ist eben Ende.
        Eine Firma mit über 15.000 Mitarbeitern hat einen Coronatoten auf einem der Kontinente zu vermelden. Jetzt steht die Firma Kopf. War das bei Influenza-Toten auch so? Einer wurde gar mal erschossen. Familienstreit. Nix ist passiert. Aber jetzt….

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    Tino Gruchmann

    28. April 2020 09:50 at 09:50

    Ich glaube so langsam wird uns klar das die Arznei schlimmer als die Krankheit sein wird. Und die Grafik ist von Deutschland. Ich lebe aktuell in Spanien und hier erwarten wir inoffizielle 35-40% Arbeitslose. Ich erinnere nach dem Zusammenbruch im letzten Crash wo Spanien mit am meisten betroffen war, wahren es im Höhepunkt 26%.

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      thinkSelf

      28. April 2020 10:17 at 10:17

      Der alte Höhepunkt in Spanien dürfte schon heute überschritten sein. In Griechenland hängt 30% des BIP inzwischen vom Tourismus ab. Die restliche Wirtschaft wurde bereits in der letzten Krise eliminiert. Da droht jetzt der Durchfall auf das Niveau von Somalia oder Haiti.
      Auch in Deutschland haben bereits viele Unternehmen massiven Stellenabbau angekündigt, bzw. werden die ohnehin geplanten Personalreduktionen noch einmal verstärken.
      Die Masse der kleineren Unternehmen hat nun zusätzliche Schulden aufgehäuft und die ohnehin schmalen Reserven praktisch vollkommen verballert. Da werden noch in zwei Jahren als Spätfolge der Krise Unternehmen pleite gehen. Und diese kleinen Buden übernimmt niemand. Die sind dann einfach weg.

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    Übelkeit

    28. April 2020 10:05 at 10:05

    Alles richtig. Doch die Aktienmärkte müssen nicht zwingend nominal fallen. Alleine die Liquidität könnte für eine Stabilisierung sorgen. Real werden Sie jedoch in jedem Fall gegenüber Gold fallen.

    https://goldswitzerland.com/dow-gold-a-98-fall-next/

    Die Zahlen werden größer. Trotzdem werden alle ärmer. Auch das geht. ;)

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      sabine

      28. April 2020 10:51 at 10:51

      Auch der Goldpreis geht runter, wie man sieht. (Ich kann dieses skyrocket nicht mehr hören!!!) Wenn wie bei Immobilien die Leute kein Geld mehr haben, um etwas, also auch Gold zu kaufen, geht der Preis nach unten. Insofern verlieren die (etwas!) Geld, die in den letzten Jahren Gold gekauft haben. Trotzdem nicht so viel, wie z.B. bei der Telekomaktie oder FanniMae.,.
      Sagt auch MArc Faber. Wir werden alle verlieren. Es komme nur darauf an, wieviel.

  4. Pingback: Aktuelle Meldungen vom 28.04.2020 | das-bewegt-die-welt.de

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    Pessi-Mist

    28. April 2020 11:38 at 11:38

    .Aber Herr Scheer wo waren sie die letzten 3Jahre? Haben wir denn nicht die letzte 2/3 Jahre genau in solch euphorischen Phasen wie jetzt grössere Korrekturen gehabt die nur mit noch nie dagewesene Mitteln vor noch grösseren Abstürzen bewahrt wurden. Viele wären froh, sie hätten die mahnenden Worte der Warner ernst genommen.Wenn sogar Ray Dalio sagt, sie seien bei der letzten Korretur total auf dem falschen Fuss erwischt worden u.andere Crasherprobte Profis 20bis40% des Vermögens in einem Monat vernichteten , spricht das Bände.Ihre Annahme der ewigen Abkoppelung der Realwirtschaft wird sich wie vieles in der Geschichte als falsch herausstellen.Die Frage ist nur die Dauer.
    Langfristig kehrt eine Anlage immer auf den Mittelwert zurück, wobei die Ausschläge auf beide Seiten meistens übertreiben.Übrigens sind Aktien ein grosser Bestandteil von Altersvorsorgen u.sollen irgendwann verwertet werden können.
    Auffallend, immer wenn Roberto erscheint sind Korrekturen nicht mehr weit.Will er seinen Titel als Kontraindikator auch diesmal wieder verteidigen?

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      berti

      28. April 2020 12:33 at 12:33

      Echt???

      wär cool mit dem Titel, sieht aber nicht danach aus….

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      Roberto

      28. April 2020 13:28 at 13:28

      @Pessi-Mist. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich absoluter Optimist, weil es zum Optimismus keine Alternative gibt außer Tod, Leiden und Verderben. Und dadurch unterscheiden wir uns zunächst einmal grundsätzlich. Ich nehem die Lage so wie sie e ist und stelle mich entsprechend darauf ein indem ich für meine Situation das beste daraus mache. Ich meckere nicht auf die bösen Finanzmärkte weil wir alle zusammen den Finazmarkt darstellen indem wir uns an ebendiesen beteiligen. Jeder der auf den Finanzmarkt meckert macht Verluste weil er auf der falschen Seite steht. Ich stehe täglich mehrmals auf er falschen Seite und beende dennoch eine Handelswoche öfters im Plus als im Minus. Also kann man mich niemals als Kontra- oder Pro Indikator bezeichnen. Das geht einfach nicht. Keiner weiß auf welcher Seite ich aktuell stehe. Aber schön zu lesen, dass Sie mich als eine rt Indikator verstehen. Ich hoffe sie sind erfolgreich damit. Ich hätte nichts dagegen. Denn für mich ist nicht wichtig für was Sie mich halten, sondern wie ich meinen Vorteil aus die bööööösen Märkten ziehe. Also sehen Sie alles ruhig weiter pessimistisch. Die Gewinner brauchen solche Leute :-))) Vielen Dank dafür. .-)

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    globalvoterorg

    28. April 2020 15:39 at 15:39

    Wie immer, sieht man den Wald nicht, vor den vielen Bäumen. Ich erinnere mich, daß es eine „soft-ware“ bei „ebay“ gab, die Millisekunden vor Auktionsende zuschlug. die anderen, wurden, einfach, durch Technik ausgehebelt. Im Markt sind, heute Nanosekunde ausschlaggebend, d.h. der zivile „daytrader“ und Normalo hat kaum die gleichen Chancen.
    Was heißt daß!? Die sogenannte Marktwirtschaft gibt es lange nicht mehr. QE ist ein Instrument der Marktdiktatur/Manipulation. Die Uhren laufen anders! Niemand, dennoch, macht sich Gedanken über die kriminelle Dynamik, die von den „big boys“ angewendet wird! Wir befinden uns in einer MachtMatrix, die die Verteilung von „fleissig“ zu „faul“ perfekt inszeniert. Keiner merkt was!?? Weil, alle zu Protagonisten, Mittätern induziert wurden. So geht pyramidale Macht! Abgesehen, bitte, mitdenken: Schulden sind vorgezogener Konsum. Konsum, den wir erst durch zukünftliche Arbeit begleichen könnten. Wer Schulden hat, hört auf zu konsumieren. Abgesehen davon, daß er, wenn er Angst hat, anfängt zu sparen. Diese Lücke haben wir jetzt und löst die Welle aus! Wie beim Tsunamis wird die „Dynamik“/Energie erst Realität, wenn sie auf etwas trifft. Land! Und sie kommt nicht nur einmal, sondern mehrmals! Die Auslöser der Welle sind wir selber, da wir es zulassen. So kann man es auch interpretieren. Wer Schulden hat Schuld. Dieser muß man „ins Auge“ sehen! Wer Schulden reduzieren muß, sollte auch jeden Luxus verzichten. Was ist der größte Luxus den sich die sogenannte demokratische Wohlfühlgesellschaft leistet!?? Die Dummheit. Wenn man dies, mal ehrlich, diskutieren würde und sich anschaute, was für eine ReGierung wir haben (Merkel/Söder + SPD Duo), nämlich eine Kotzdumme, dann, kämen wir auf einen Weg der kollektiven Besserung. Lemminge wären schlauer, das zeichnet sich ab!

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US-Häusermarkt kurz vor Katastrophe – einen Hoffnungsschimmer gibt es

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Typische Bauweise am US-Häusermarkt

Am US-Häusermarkt könnte in den nächsten Wochen und Monaten eine Katastrophe eintreten. Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung. Denn zum einen endet im März eine Frist von maximal 12 Monaten, die es Hausbesitzern erlaubte ihre Hypothekenzahlungen auszusetzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in Not geraten. Kreditnehmer, die sich zu Beginn des Programms angemeldet hatten, könnten ab März 2021 von einer Zwangsvollstreckung bedroht sein.

Noch wichtiger für den US-Häusermarkt ist: Die landesweit gültige vorübergehende Aussetzung der Zwangsräumungen (mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen) endet am 31. Dezember. Der Zeitpunkt ist fast schon dramatisch, da gut 12 Millionen Amerikaner zu diesem Zeitpunkt Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung verlieren dürften.

Der US-Kongress könnte eigentlich für eine Verlängerung von Nothilfen sorgen. Aber zum Jahreswechsel befindet sich Washington DC mitten in einer toten Phase, wo Joe Biden zwar schon gewählt, aber eben noch nicht im Amt ist. Alles hängt in der Schwebe. Erst vor Kurzem wurden vom staatlichen „US Census Bureau“ Umfragedaten veröffentlicht aus dem Befragungszeitraum 28. Oktober bis 9. November, welche die Dramatik am US-Häusermarkt aufzeigen.

Etwa 5,8 Millionen Personen gaben demnach an, dass ihnen in den nächsten zwei Monaten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Zwangsräumung oder Zwangsvollstreckung droht. Das macht ein Drittel der 17,8 Millionen Erwachsenen in Haushalten aus, die mit Miet- oder Hypothekenzahlungen in den USA im Rückstand sind.

Gut die Hälfe der Haushalte in Staaten wie Nevada oder Florida, welche derzeit mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit für ihre Zwangsräumung im Januar. Florida ist am Schlimmsten betroffen mit 51,2 Prozent (bei der vorigen Umfrage nur 32 Prozent). Das bedeutet de facto, das gut 3,5 Prozent aller Haushalte in Florida glauben, dass sie in den nächsten zwei Monaten von einer Zwangsräumung betroffen sein könnten.

Hoffnung für US-Häusermarkt dank Joe Biden?

Joe Biden wird am 20. Januar als US-Präsident seine Arbeit aufnehmen. Vorher kann er nichts machen. Er kann eine Last-Minute-Rettung für den US-Häusermarkt sein – kann, aber nicht muss. Die Demokraten möchten die US-Bevölkerung richtig kräftig unterstützen mit neuen Staatshilfen. Aber die Republikaner, die in den letzten Monaten ebenfalls schon gigantischen Rettungssummen zustimmten, zeigten sich zuletzt eher ablehnend. Und jetzt wo ihr Kandidat Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, können sie sich im Kongress in die Blockierer-Haltung begeben. Aber kann Joe Biden mit einer auch von den Republikanern akzeptierten neuen Finanzministerin Janet Yellen (ehemalige Notenbankchefin) doch noch neue Rettungs-Billionen aus dem Kongress rausklopfen?

Kann Joe Biden auf den allerletzten Drücker Ende Januar Millionen Amerikaner und den US-Häusermarkt vor einem Kollaps retten? Oder kommt alles ganz anders, und dank im Dezember beginnenden Impfungen erholt sich die Konjunktur in den USA derart schnell, dass viele Amerikaner neue Jobs erhalten? Die Banken verzichten auf Zwangsräumungen, und die überschuldeten Hausbesitzer, die auf dem letzten Loch pfeifen, dürfen in ihren Häusern bleiben? Das wäre auch möglich. Aber es wird eine verdammt enge Kiste!

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Free Lunch-Sozialismus in der Coronakrise auf dem Vormarsch

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Im Sozialismus der Moderne soll das Geld vom Himmel regnen

In den USA gibt es das Sprichwort, dass es keinen Free Lunch gibt. Sinngemäß übersetzt: Für alles muss irgendwie letztlich doch von irgendwem bezahlt werden. Wer ideologisch voll auf Sozialismus getrimmt ist, sieht das aber wohl grundsätzlich anders. Ökonomisch glauben zum Beispiel die Verfechter der Modern Money Theorie (MMT – hier dazu ein interessanter Text), dass man einfach als Staat unbegrenzt Geld druckt beziehungsweise immer weiter Schulden aufnimmt, und damit alle Probleme lösen kann. Da könnte man glatt auf die Idee kommen, dass die derzeitigen Staatenlenker und Notenbanker in Europa auch MMT-Verfechter sind?

Sozialismus: MMT und das Wunder-Märchenland

Wer eh schon an MMT als Wundermittel zur Lösung aller Probleme denkt, und dem Sozialismus zugeneigt ist, der kann auf folgende Idee kommen. Hey, die Europäische Zentralbank (EZB) kauft doch seit Jahren mit Billionen selbst gedruckter Euros die Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsstaaten auf. Und die Mitgliedsstaaten als Eigentümer der EZB könnten doch dafür sorgen, dass die EZB einfach als Gläubiger auf die Rückzahlung der Schulden verzichtet. Man druck Geld, kauft die eigenen Schulden, und erlässt sich dann selbst die Schulden. Ein in sich geschlossener Kreislauf von Geld, das vom Himmel regnet und alle Probleme löst.

Was für ein Märchen-Wunderland. Aber halt. Wenn die EZB die Schulden der Länder erlässt, hat sie selbst ja Verluste in ihren Büchern. Und die Verluste würden buchhalterisch auf die Mitgliedsstaaten umgelegt, womit sie nach gerade erst erlassenen Schulden wieder neue Schulden hätten. Tja, eben doch kein Free Lunch? Außerdem können die Staaten der EZB dank ihrer Unabhängigkeit keine Anweisungen erteilen. Aber halt, war da nicht gerade erst was in Sachen EZB und Schuldenerlass?

EZB soll auf Rückzahlungen von Anleihen verzichten

Erst letzte Woche berichteten wir über die Forderung der in der italienischen Regierung sitzenden Fünf-Sterne-Bewegung Richtung EZB. Sie solle doch bitte gegenüber Italien auf die Rückzahlung der gehaltenen Anleihen verzichten, die im Zuge der Coronakrise aufgenommen wurden. Mal ehrlich: Selbst wenn die EZB das machen würde, müsste man das für alle Euro-Länder tun, und gleich danach wäre der Ruf laut nach Erlass aller gehaltenen Forderungen in den Büchern der EZB. Heute nun fordert Riccardo Fraccaro, ein Staatssekretär und enger Berater des italienischen Minsterpräsidenten Conte laut Berichten das selbe.

Auch er ist von der Fünf-Sterne-Bewegung. Die EZB könne so viel Geld drucken wie sie wolle. Die Geldpolitik müsse die expansive Fiskalpolitik der Mitgliedstaaten in jeder möglichen Weise unterstützen, zum Beispiel per Schuldenerlass, oder über eine ewige Laufzeitverlängerung. Tja, Sozialismus pur, möchte man sagen. Erst Schulden machen, dann nicht zurückzahlen wollen. Woher das Geld kommt, dass es keinen Free Lunch gibt? Dass irgendwann bei maßlosem Gelddrucken Inflation und Hyperinflation anstehen, und dass man Schulden auch zurückzahlen muss – egal.

Der „plan“-mäßige Weg in den Sozialismus

Bernd Riexinger als Parteichef der Linken verkündet eine klare, ganz offene Forderung, die letztlich nichts anders ist als der direkte Weg in den Sozialismus. Das Wort Enteignung klingt natürlich verführerisch für alle Menschen, die kein Wohneigentum besitzen, sondern mieten. Wer würde sich nicht gerne vom „Joch“ des bösen Vermieters lösen, an den man jeden Monat einen beträchtlichen Teil seines Einkommens abführen muss? Dass der Vermieter für die Erstellung der Immobilie vielleicht einen Kredit aufgenommen hat, und dass laufende Kreditraten, Instandhaltungen, städtische Leitungsverlegungen an der Straße uvm sehr viel Geld kosten, das erwähnt Bernd Riexinger nicht.

Denn diese Kosten trägt der Vermieter, welche letztlich durch die monatlichen Mietzahlungen finanziert werden. Im Sozialismus sagt man sich wohl: Der böse Vermieter kassiert pro Monat 800 Euro Miete, und hat also auch 800 Euro Gewinn für sich selbst. Dass nach Kreditkosten, Instandhaltung, Müllabfuhr, Gärtner, Hausmeister uvm bei vielen Vermietern kaum oder nur wenig übrig bleibt, passt da natürlich nicht ins Bild. Dass Ersteller von Immobilien teuer erkaufte Grundstücke über höhere Wohnungsmieten refinanzieren müssen – egal. Für Bernd Riexinger ist es ganz einfach. Alles verstaatlichen, so scheint die Devise zu sein.

Am besten alle Wohnungen und auch alle Grundstücke in Staatseigentum überführen, dann hat man alle Probleme Wohnungsmarkt gelöst? Die tatsächliche und nachhaltige Lösung des Problems wäre es, dass Staat und vor allem private Vermieter die Zahl neuer Wohnungen so derart stark erhöhen, dass mehr Angebot als Nachfrage vorhanden ist. Dann fallen die Wohnungsmieten von ganz alleine – Angebot und Nachfrage! Berlin (man lebt eh auf Kosten der anderen Bundesländer über den Länderfinanzausgleich) müsste deutlich mehr Bauland zur Verfügung stellen, und das möglichst günstig, mit möglichst wenig Bürokratie. Aber nein, man bestraft lieber die bestehenden Vermieter.

Vermieter enteignen, weil sie nicht so agieren wie gewünscht

Diese Woche trat beim Berliner Mietendeckel die zweite Stufe in Kraft. Daraufhin kündigten große Vermieter in Berlin an neue Investitionen auf dem Berliner Wohnungsmarkt stoppen zu wollen. Die Lösung im Sozialismus lautet bei so etwas: Funktioniert unsere Maßnahme nicht wie gewünscht, setzen wir eben eine noch größere Maßnahme oben drauf. So fordert Bernd Riexinger daher eindeutig die Enteignung der Vermieter. Natürlich ist das verfassungsrechtlich ein noch weiterer Weg als der Mietendeckel.

Aber hey, der wurde ja auch bereits umgesetzt in Berlin. Der Staat soll es halt selbst richten. Selbst bei einer Enteignung (spielen wir das Szenario mal durch) müsste die Stadt Berlin die Wohnungseigentümer entschädigen. Dadurch würde die Verschuldung der Stadt Berlin deutlich ansteigen. Aber halt… wenn wir eh schon beim Thema EZB sind… die EZB könnte doch diese neuen Berliner Anleihen einfach aufkaufen, und auf ihre Rückzahlung verzichten? Wäre doch echt super? Ein Free Lunch im Märchenland des Sozialismus.

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Dass sich die Wohnungskrise in Berlin durch den Mietendeckel eher noch verschärft hat, das darf man als Verfechter des Sozialismus natürlich sofort den bösen Vermietern anlasten? Denn die wollen bei sinkenden Mieteinnahmen und staatlichem Eingriff in die Vertragsfreiheit keine neuen Wohnungen mehr in Berlin bauen? Welch ein Wunder, wer hätte damit rechnen können? Das ist ja gleich noch ein Argument für die Verstaatlichung der gesamten Wohnungsindustrie. Lassen wir einfach alles den Staat machen. Wohnungen bauen und vermieten, und das schön günstig. Aber warum macht die Stadt Berlin das nicht schon längst in großem Stil?

Niemand hindern sie daran. Man sieht, sie kann es nicht. Dabei regieren die Linken in Berlin doch, und sind nicht in einer Opposition, wo sie hilflose Zuschauer sind. Nein, man drangsaliert lieber die private Wohnungswirtschaft. Dabei könnte man parallel zu den Privaten durch ein massives Überangebot an neuen staatlich gebauten Wohnungen dafür sorgen, dass auch bei den privaten Vermietern durch freie Marktmechanismen die Mietforderungen sinken. Denn wie gesagt, wenn mehr Wohnungen als Wohnungsssuchende vorhanden sind, werden die Vermieter zwangsläufig ihre Mietforderungen senken.

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Konsumklima stürzt ab, Aussichten am Arbeitsmarkt besser – wie kann das sein?

Claudio Kummerfeld

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am

Menschen in Schlange mit Einkaufswagen

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat heute ihre Meldung für das Konsumklima in Deutschland (Verbraucherstimmung) veröffentlicht. Dem normalen Menschenverstand folgend sinkt das GfK-Konsumklima. Für Dezember zeigt man einen Wert von -6,7 Punkten, und damit 3,5 Punkte weniger als im November. Es ist logisch, dass die Stimmung der Konsumenten sinkt, wenn der zweite Lockdown voll in Gange ist – sei es auch nur ein sanfter Lockdown mit geschlossener Gastronomie. Der Lockdown light habe die Verbraucherstimmung im November laut GfK spürbar gedämpft. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen – wie schon im Vormonat – Einbußen hinnehmen. Hier ein Auszug aus der Meldung der GfK:

„Zwar bleiben die Einzelhandelsgeschäfte geöffnet, doch die erneute Schließung von Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe treffen – ebenso wie der noch immer am Boden liegende Tourismus – das Konsumklima schwer“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Damit haben sich auch die Hoffnungen auf eine rasche Erholung, die noch im Frühsommer aufkamen, endgültig zerschlagen. Die als Folge der zunehmenden Verunsicherung erneut gestiegene Sparneigung hat ebenfalls zum Rückgang des Konsumklimas beigetragen.“

Stimmung am Arbeitsmarkt verbessert sich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute sein aktuellstes Barometer für den deutschen Arbeitsmarkt veröffentlicht. Demnach verbessert sich die Stimmungslage sogar. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer (besteht aus zwei Komponenten, aktueller Beschäftigung und Entwicklung der Arbeitslosigkeit) ist im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte gestiegen. Damit verbleibt der Frühindikator im leicht positiven Bereich. Warum? Nun, dazu gibt die IAB eine klare Aussage. Die Beschäftigung werde im zweiten Lockdown nicht noch einmal einbrechen. Wichtig hierfür seien die (staatlichen) Stützungsmaßnahmen für die Betriebe und ihre jetzt bereits vorhandenen Erfahrungen mit der Corona-Krise. Die Perspektive auf einen Impfstoff mache die Unternehmen zuversichtlicher.

Das verstärke noch einmal ihre Bereitschaft, die Beschäftigten zu halten. Dennoch belaste die weltweite zweite Corona-Welle die Erholung, und die sich durch die Corona-Krise beschleunigenden Transformationsprozesse in der Wirtschaft würden große Herausforderungen darstellen. Und relativ günstige Aussichten zeigt das IAB-Arbeitsmarktbarometer für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Die entsprechende Komponente hielt sich auf dem Vormonatsstand von 102,1 Punkten. Zu beachten sei, dass der Befragungszeitraum schon in der ersten Novemberhälfte endete, als eine Verlängerung des Lockdowns noch nicht absehbar war.

Also: Die staatlichen Arbeitsmarkt-Forscher sehen die Stimmung deswegen verbessert, weil auf der einen Seite die Befragung schon endete, bevor eine Lockdown-Verlängerung absehbar war – und weil auf der anderen Seite die Wirtschaft vom Staat mit Rettungsgeldern geflutet wird, sodass Entlassungen nicht notwendig sind.

Arbeitsmarkt-Barometer der IAB steigt

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