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Arbeitsmarkt hellt sich auf – aber nur auf den ersten Blick

Der Arbeitsmarkt in Deutschland scheint sich wieder zu erholen, zumindest wenn man einen ersten schnellen Blick wirft auf das heute früh veröffentlichte Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts – denn in der Headline liest man, dass das Barometer „deutlich gestiegen“ ist. Es basiert laut ifo auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen.

Erholung am Arbeitsmarkt? So toll sieht es nicht wirklich aus

Daraus geht hervor, dass die deutschen Unternehmen mit Blick auf die Beschäftigung nicht mehr ganz so pessimistisch sein sollen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Juni auf 92,3 Punkte gestiegen, von 88,3 Punkten im Mai. Trotzdem werden Mitarbeiter entlassen. Die negative Dynamik der Vormonate konnte jedoch etwas gebremst werden. Das Barometer ist in allen vier Sektoren teilweise stark gestiegen, so ifo. Aber halt. Da möchten wir anmerken, dass das Verarbeitende Gewerbe keinen guten Eindruck macht. Das zeigt in der zweiten Grafik der Chart links oben für diese Branche! Der Barometer-Wert für das Verarbeitende Gewerbe verharrt mit -26,2 fast so tief wie mit -29,2 im Vormonat. Hier weitere Aussagen von ifo im Wortlaut:

Am deutlichsten fiel der Zuwachs erneut im Dienstleistungssektor aus. Hier wird die Mitarbeiterzahl tendenziell konstant bleiben. Gleiches gilt auch für den Bausektor. In der Industrie stehen die Zeichen weiter auf Entlassungen. Dies gilt für viele Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, die Elektrotechnik sowie den Maschinenbau. Auch der Handel konnte sich von der Schließung noch nicht voll erholen. Auch hier wird die Mitarbeiterzahl weiter sinken.

Aussichten für Arbeitsmarkt erholen sich laut ifo-Chart

Vier Teil-Grafiken für Arbeitsmarkt



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