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Arbeitsmarkt im April – das „Wunder“ geht weiter

Bundesagentur für Arbeit

Am deutschen Arbeitsmarkt geht es zumindest basierend auf den offiziellen Arbeitslosenzahlen bergauf. Und das mitten in der Coronakrise und im Dauer-Lockdown. Welch ein Wunder (Satire). Es gab im April mit 2,771 Millionen Menschen 56.000 weniger Arbeitslose als im März. Gegenüber April 2020 ist das gerade mal ein Anstieg von 127.000. Die Arbeitslosenquote sinkt im Monatsvergleich um 0,2 Prozent auf 6,0 Prozent.

Kurzarbeit versteckt die Arbeitslosigkeit

Nicht nur zahlreiche Hilfsmaßnahmen, aber vor allem die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen versteckt das tatsächliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit. Mehr aber noch ist es die Kurzarbeit, die hilft. Dieses Instrument wurde in der Coronakrise de facto als Dauereinrichtung installiert. Millionen eigentlich Arbeitslose bleiben so in den Betrieben, und erhalten Geld vom Amt. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit vom 1. bis einschließlich 25. April für 116.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Damit habe die angezeigte Personenzahl zuletzt wieder deutlich nachgegeben. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Februar 2021 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten in diesem Monat für 3,27 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld steigt seit November mit den erneuten Eindämmungsmaßnahmen wieder stetig an.

Aktuelle Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt



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