Europa

Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit Arbeitsmarkt im Oktober: Industrie-Abbau setzt sich fort

Am deutschen Arbeitsmarkt läuft die Verschiebung von Arbeitsplätzen auf Hochtouren. Weg von der Industrie, hin zu mehr Staats-Jobs.

Bundesagentur für Arbeit in Hamburg. Foto: Claudio Kummerfeld

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Oktober auf den ersten Blick leicht entspannt. Um 44.000 sinkt die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich auf jetzt noch 2.910.750 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sinkt von 6,3 % auf 6,2 %, so meldet es aktuell die Bundesagentur für Arbeit. Die Statistiker sprechen von einer Herbstbelebung. Saisonbereinigt aber hat sie sich gegenüber dem Vormonat mit – 1.000 so gut wie nicht verändert. Verglichen mit dem Oktober des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 120.000 höher.

Arbeitsmarkt: Industrie verliert weiter Arbeitsplätze

Seit Monaten ist es ein verstärkter Trend: Die Industrie verliert mehr und mehr Arbeitsplätze, was bei den unzähligen Insolvenzen, Betriebsschließungen und Verlagerungen von Produktion ins Ausland auch zu erwarten war. Beim Blick auf die einzelnen Branchen veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die Daten zum Arbeitsmarkt stets um zwei Monate verzögert. Daher sehen wir heute die Daten für August. In diesem Monat wurden in allen Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 157.000 Arbeitsplätze abgebaut im Vergleich zu August 2024. Noch im Juli 2025 waren es -154.000, im Juni -146.000, im Januar -121.000. Im August 2024 waren es nur -71.000. Der aktuelle Chart zeigt es wie in den Vormonaten auch: Während die Industrie immer weiter Jobs abbaut, verschiebt sich das Gewicht am deutschen Arbeitsmarkt immer weiter, hin zu staatlichen und halb-staatlichen Branchen.

Grafik zeigt Entwicklung nach Branchen am deutschen Arbeitsmarkt

Kurzarbeit

Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 26. Oktober für 37.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis August 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 171.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 32.000 weniger als im Vormonat, aber 6.000 mehr als im August des Vorjahres.



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3 Kommentare

  1. Industriearbeitsplätze wären aber eher im Interesse der ökonomischen Wertschöpfung.

  2. Nullzins- Kryptoman

    Das sieht tragisch aus. Das grösste Wachstum haben Stellen, die eigentlich unproduktiv sind und theoretisch nicht zum BIP zählen dürften weil sie keine echten Wertschöpfungen darstellen, ist aber ein weltweites Problem. Die Sozial- und Gesundheitskosten inkl.die Staatsquote werden immer grösser und die Industrieproduktion wird immer kleiner. Wenn die Steuer und Abgabenlast mehr als die Hälfte des Lohnes auffrisst lohnt es sich nicht mehr zu arbeiten. Balthasar Becker hat’s gesagt, das System ist krank. Jeder der sich ein Grunkapital aneignen kann, kann mit Geldvermehren sehr schnell reich werden,
    tragisch ist nur,dass der Staat und die Notenbanken das kranke System immer weiter beschleunigen.

    1. Katastrohe ist das. Und das gemeine Demonstrantentum geht wegen Stadbildern und sonstigen tatfremden Floskeln auf die Straße. Ich frage mich zum einen, merken die nix? Zum anderen frage ich mich, was sollen eignetlich solche provokativen Äußerungen bezwecken? Und das führt mich wieder zurück zu Ersterem, merken die nix?

      Ich betrachte das als untrennbaren Teil des Problems. Das eine bedingt das andere.

      Die Politik war wie sie war und das Resultat ist wie es ist. Die Gesellschaft spiegelt das eigentlich perfekt wieder. Das wird ein langer steiniger Weg und viele wird das noch wach rütteln oder in unschöne Träume werfen, triffts wohl eher, ans wach werden glaube ich nicht mehr.

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