Europa

Arbeitsmarktbarometer auf niedrigstem Wert seit sechs Jahren! Steigende Arbeitslosigkeit erwartet

Das offizielle deutsche Arbeitsmarktbarometer, herausgegeben von dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), einer Tochter der Bundesagentur für Arbeit, weist aktuell mit 101,6 Indexpunkten den niedrigsten Wert seit sechs Jahren auf! Die IAB hat ihre heutige Meldung betitelt mit den Worten „Gegenwind wird stärker“. Im Juli ist das Arbeitsmarktbarometer um 0,6 Punkte gefallen.

Man sieht es ganz eindeutig. In der Grafik für das Arbeitsmarktbarometer geht die Tendenz auf dem Arbeitsmarkt immer weiter gen Süden. Nicht mehr eine lahmende Zunahme von Arbeitsplätzen wird erwartet, sondern eine steigende Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten, so das IAB. Im Wortlaut sagt das IAB weiter:

Im gegenwärtigen Konjunkturabschwung erwarten die Arbeitsagenturen stärkeren Gegenwind“ sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Vermittlungen in konjunkturabhängige Bereiche wie die Zeitarbeit würden schwieriger. Die aktuellen Nachrichten über Stellenabbau bei Großkonzernen seien aber nicht repräsentativ für den Arbeitsmarkt. „Insgesamt lag die Entlassungsquote seit der Wiedervereinigung noch nie so niedrig wie heute“, erläutert Weber. Dies sei auch der wesentliche Grund dafür, dass die Beschäftigung weiterhin steige. So liegt die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers im Juli mit 105,2 Punkten noch immer deutlich im positiven Bereich. Gegenüber dem Vormonat gab es allerdings einen Rückgang um 0,8 Punkte. „Der Arbeitsmarkt bleibt auf Kurs, aber ganz spurlos wird der Konjunkturabschwung auch nicht an ihm vorbeigehen“, so Weber.

Arbeitsmarktbarometer Juli



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1 Kommentar

  1. Draghi hat kürzlich auf der EZB-Pressekonferenz seine Konjunkturzuversicht für Deutschland noch damit begründet, dass ja der Arbeitsmarkt robust und deshalb der Konsumausblick positiv sei. Weder der GFK Konsumklimaindex von gestern, noch die Zahlen vom IAB unterstützen diese Behauptung auch nur ansatzweise.

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