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ARD-Chef im ARDcheck: Mitleid erregen, drohen, Verschweigen seines Hauptziels!

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Von Claudio Kummerfeld

Haben Sie gestern den „ARDcheck“ gesehen, die groß angekündigte Fragerunde von ARD-Chef Lutz Marmor und WDR-Chef Tom Buhrow, wo man alles zum Thema ARD fragen konnte? Nein? Wir haben genau hingeschaut und hingehört! Das wichtigste Thema wurde von der Moderatorin Sandra Maischberger und den Zuschauern nicht angesprochen, und merkwürdigerweise begann Herr Marmor immer dann merkwürdig zu nuscheln, wenn es um sein Hauptziel ging, dass gestern dem Zuschauer vorenthalten wurde…

ARD Vorsitzender-Lutz-Marmor
Der aktuelle ARD-Vorsitzende Lutz Marmor. Foto: Martina Nolte / Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)

Zeit totschlagen

Gestern Abend fand der „große ARDcheck“ statt, wo LIVE in einer Event-Location im Hamburger Hafen Zuschauerfragen vom Publikum beantwortet wurden. Auch ARD-Promis waren eingeladen. Die Fragen beantworten taten ARD-Chef Lutz Marmor und WDR-Chef Tom Buhrow – moderiert wurde die Sendung von Sandra Maischberger. Ein kleiner Teil der Sendung war ein wenig informativ, das muss man zugeben. Teilweise aber konnte man sich des Eindrucks nicht verwehren eine Taktik der ARD für diese Sendung war es Zeit totzuschlagen, um die 90 Minuten Sendezeit mit möglichst wenig nervigen Zuschauerfragen verbringen zu müssen.

So war z.B. der ARD-Sportmoderator Opdenhövel als Gesprächsgast mit in diese Talkrunde eingeladen worden. Sandra Maischberger stellte ihm eine legendäre Frage, die wohl in die Investigativ-Geschichte eingehen wird. „Wenn man (wie Opdenhövel) Fußballmoderator ist, der Fan und Stadionsprecher war, aus reiner Leidenschaft Fußballfan ist, muss man sich da manchmal zwingen auch andere Sportarten zu moderieren?“… Opdenhövel´s Antwort ersparen wir uns, denn was soll man da schon erwarten. Drei Fragen dieser Art wurden an ihn gestellt, mit Antworten wurden insg. 4 von 90 Sendeminuten totgeschlagen.

Ebenfalls als mit die besten Lückenfüller der TV-Geschichte werden wohl die beiden N-Joy-Radiomoderatoren in Erinnerung bleiben, die ein paar Minuten darüber plauderten, wie lustig und locker ihr Sendeformat ist und dass sie noch keine Hater-Kommentare auf Facebook erhalten haben. Sehr tiefgründig!

Zuschauerfragen

Natürlich ist es eine subjektive Wahrnehmung, welche Zuschauerfrage sinnvoll und interessant ist, und welche nicht. Einige Fragen haben wir mal ausgewählt.

Warum wurde das ARD-Wunschkonzert eingestellt?
Antwort Marmor: „Wir haben noch die Feste von Florian Silbereisen etc…“

Dann kam eine Frage aus dem Publikum, die eines der Programm-Hauptprobleme der ARD darstellt:
Wie kann die ARD es schaffen international konkurrenzfähige Fernsehserien zu produzieren?
Antwort Buhrow: „Serien wie Homeland zu produzieren kostet pro Folge 4-5 Mio Dollar. Das kann in Deutschland niemand bezahlen, auch nicht die Privaten.“
Unsere Anmerkung dazu: Selbstverständlich kann die ARD das bezahlen. Z.B. eine Serienstaffel von Homeland zu produzieren, sagen wir mal 12 Folgen wie es üblich ist pro Staffel für so eine Serie, würde also 48-60 Mio Dollar kosten (Jahresbudget ARD 6,1 Milliarden Euro). Man bedenke: Würde die ARD eine eigene Produktion auf dem US-Level produzieren mit diesem Budget, könnte sie diese auch weltweit vermarkten, und damit einen Teil oder sogar alle Produktionskosten wieder einspielen! Abgesehen davon zum Inhalt solcher US-Serien: ARD & ZDF sind nun mal Staatsfernsehen. Das Geld kommt in die Kasse, so oder so, ohne Anstrengung, ohne Angst, ohne Druck. Wer keinen Erfolgsdruck im Nacken hat, strengt sich nicht ansatzweise so an wie ein Privatsender, der jeden Tag aufs Neue um Werbegelder und Abo-Einnahmen kämpfen muss um zu überleben. Die Produzenten bei ARD & ZDF können sich noch so anstrengen – ohne den Erfolgsdruck das Geld verdienen zu MÜSSEN, kommt am Ende nicht mehr rum als der Tatort. Serien wie Homeland, Game of Thrones etc, davon sollten wir bei unseren Öffentlich Rechtlichen nicht mal träumen (wie gesagt, das Budget wäre mit NUR 6,1 Milliarden Euro pro Jahr NUR für die ARD locker vorhanden).

Für die letzten 5 Intendanten wurden 11 Mio Euro an Pensionszuschüssen zurückgestellt. Für 3 Gottschalk-Sendungen für 2,7 Mio. Wurden da falsche Verträge gemacht?
Antwort Marmor: Gottschalk hat ein ganzes Jahr im Vorabend eine Sendung gemacht, da geht es um ganze Staffeln. Im Nachhinein war das ein Fehler diesen Vertrag zu machen.

Es gibt nur 1 Sendung, die junge Leute anspricht, nämlich den Eurovision Song Contest. Wie rechtfertigt man, dass junge Leute auch den Beitrag zahlen müssen?
Antwort Marmor: Wir haben den Anspruch „Programm für alle“. Unsere Lücke ist in der Tat bei den jungen Leuten. Lasst es uns doch mal versuchen zu bündeln. Wir müssen mit ZDF zusammen + Radio…. er brach mitten im Satz ab, erwähnte nicht, dass er einen weiteren separaten Jugendsender aufmachen will – das war aber gemeint… wir hoffen, dass die 16 Landesparlamente den Weg frei machen, damit wir im Oktober 2016 an den Start gehen können. (unausgesprochen meinte er damit, dass das nur geht, wenn er mehr Geld bekommt)

Wieso hat Tom Buhrow ein höheres Gehalt als Angela Merkel?
Antwort Buhrow: „Weil Angela Merkel unterbezahlt ist! SAT1-Chef Ebeling verdient sogar 4 Mio pro Jahr, mit Bonus 20 Mio. Stadtwerke-Chefs verdienen mehr als die Bürgermeister oder wir Intendanten. Ich habe Verantwortung für 4.400 Mitarbeiter.“ Wie viel Gehalt er erhält, hat er in der Sendung nicht erwähnt. Wir erwähnen es, sie haben es ja leider vergessen zu erwähnen Herr Buhrow: Sie verdienen 367.000 Euro im Jahr. Man kann darüber streiten, aber zu viel ist das nicht finden wir, denn in der Tat hat er eine verantwortungsvolle Stellung!

Kann ich nicht für 200 Euro pro Jahr ein komplett werbefreies Programm erwarten?
Marmor: „Um 1,27 Euro müsste der Monatsbeitrag erhöht werden, wenn die Werbung wegfällt. Übrigens: Beschwerden über zu viel Werbung erhalte ich definitiv nicht!“

Auch gab es ein „Schlagabtausch-Streitgespräch zwischen Hans Hoff, Medienkritiker für die Süddeutsche und DWDL und Lutz Marmor. Viele Fragen von Herrn Hoff waren nach unserer Meinung polemisch, völlig überzeichnet und wenig sachlich, daher möchten wir darauf nicht näher eingehen.

Sparen, Mitleid erzeugen und drohen

Wo Lutz Marmor bei der ARD grundsätzlich sparen oder „restrukturieren“ will oder kann, wurde mit keinem Wort von ihm erwähnt. Ein Zuschauer stellte dazu folgende Frage:
„Kosten, Kosten, Kosten… die ARD hat 9 Rundfunkanstalten, der WDR hat alleine 10 Landesanstalten, vielleicht sollte man eine Entschlackung überlegen, um Kosten zu sparen und mehr in die Produktion geben.“
Antwort Marmor: Der NDR hat 600 Stellen sozialverträglich abgebaut. Wir müssen (beim Sparen) immer noch besser werden. Am Ende sind es Sendungen, die wegfallen. Ein Idealprogramm werden wir nicht für jeden Einzelnen bieten können.

Nachdem aufgelistet wurde, dass von den 17,50 Euro Rundfunkgebühren pro Haushalt und Monat 0,14 Euro für Tatort & Polizeiruf in der ARD draufgehen, wurde in der Live-Sendung Tatort-Kommissarin Sabine Postel interviewt. Sie hatte ein Hauptthema.
Postel im Zitat: „Unsere Produktionsbedingungen verschlechtern sich. Wir haben das gleiche Geld wie vorher, aber die Produktionen werden teurer.“
Antwort Marmor: „Das Geld ist bei uns knapp. Wir haben viele Redaktionen, die große Produktionen machen, aber es ist ein ständiges Ringen um Geld. Es ist einer der Gründe, warum wir gesagt haben, wo wir jahrelang Erträge unter der Inflationsrate hatten, Geld bleibt gleich, Kosten steigen, da gibt es ein Problem. Das haben wir auch erkannt, wir werden jetzt versuchen das geltend zu machen, es gibt ein solches Verfahren, weil wir auch solche Formate wie den Tatort ein bisschen besser ausstatten wollen.“
Postel: Wir brauchen mehr Geld.
Buhrow: „Seit 2009 haben wir keine Erhöhung bekommen, stattdessen Absenkung. Sagen sie mir eine öffentliche Gebühr, die gesenkt wurde außer unsere. Wir haben schon sehr viel gespart. Wir sind am Ende! Wenn Sie (die Zuschauer) sagen nee wisst ihr was, wir wollen euch einfach nicht mit dem Geld ausstatten, ok, aber dann wird der Schritt sein, dass sie weniger sehen und hören, da müssen wir uns ehrlich machen. Der KEF haben wir dargelegt „wir brauchen dieses Geld“.
Postel: Wir können den Kuchen anders verteilen… (innerhalb der ARD).

Wenn man böswillig ist, was wir natürlich nicht sind, kann man hinter dem Frage-Antwort-Spiel zwischen Postel, Buhrow und Marmor eine abgesprochene Taktik vermuten, fern ab jeglicher billiger Verschwörungstheorien. Denn wie realistisch ist es im „normalen Leben“, dass eine Angestellte ihren Chef öffentlich harsch kritisiert? Was könnte dahinter stecken? Ganz einfach. Sabine Postel brachte es gut und glaubhaft rüber, dass bei den Tatort-Produktionen das Geld fehlt. So erregt man beim Zuschauer Mitleid. Mehrfach forderte sie von ARD-Chef Lutz Marmor dafür mehr Geld. Der verwies auf zu wenig Geld aus den Rundfunkgebühren und schuf damit eine Verständnisgrundlage beim Zuschauer/Gebührenzahler, warum es gerechtfertigt sein könnte die Gebühren anzuheben. Aber wie gesagt, so eine Taktik wollen wir den Damen und Herren natürlich nicht unterstellen.

Mehrfach hieß es von Marmor und Buhrow ohne weiteres Geld könne man eben das aktuelle Programm nicht weiter aufrechterhalten (von uns so zusammengefasst). Buhrow behauptete wehleidig die ARD hätte seit 6 Jahren keine Budgeterhöhung erhalten, obwohl ja alles drum herum teurer geworden sei. Da ist nicht richtig. 2011 erhielt man einen Mehrbedarf von 207 Mio Euro zugesprochen. Auch bei der letzten Senkung der Rundfunkbeiträge um 0,48 Euro wurde die ARD verschont – dafür wurde schon auf die Reserve zurückgegriffen (die erklären wir gleich eingehender). Beide Infos ließen die Herren Marmor und Buhrow weg. Hauptsache man ist das Opfer, das Jahr für Jahr durch die Inflation aufgefressen wird, ohne Budgeterhöhung zum Sterben verurteilt – diesen Eindruck soll man wohl als Zuschauer gewinnen.

Das Wichtigste hat der ARD-Chef verschwiegen

Lutz Marmor erwähnte zwar mehrfach eindringlich, dass ohne mehr Geld bei der ARD nichts mehr ginge, aber Zahlen nannte er nicht! Hätte er es gemacht, wäre der Schock bei Publikum und TV-Zuschauern wohl groß gewesen. Er will sich die komplette Reserve von 1,16 Milliarden Euro einverleiben, die seit 2013 durch die Gebührenumstellung angesammelt wurde und jetzt auf einem Sperrkonto schlummert. Das Geld ist seitens der Politik eigentlich als Erstattungssumme für die Gebührenzahler gedacht. Dass er an DIESE 1,16 Milliarden Reserve ran will, hat er mit keinem Wort erwähnt. Viele Menschen haben noch nie etwas davon gehört, weil es in der Presse kaum erwähnt wird.

Marmor sprach in der Sendung z.B. von „DEM VERFAHREN“, das da laufe, sagte den Zuschauern aber nicht, dass er damit meint, dass er Zugriff auf eben DIESE Reserve haben will. Von dieser Reserve als solche erwähnte er überhaupt nichts, auch gab es keine Zuschauerfrage geschweige denn moderierte Frage zu dieser Reserve. Nach unserer Meinung bewusst nuschelte er zwei Mal zu dem Thema vor sich hin, erwähnte die Zahl, den Reservetopf oder seine Forderung nicht. Er erwähnte nur einmal kurz, dass „die KEF tagt und etwas beschließen soll“. Wie gesagt, immer da, wo das Thema thematisch zur Sprache kommen sollte, nuschelte er komisch und stotterte sich um das Thema herum. Der Zuschauer, der die Sendung gestern gesehen hat und von dieser Cash-Reserve gar nichts weiß (da wird es verdammt viele geben), hat in der Sendung gestern davon überhaupt nichts erfahren. Auch sagte Marmor zu dem Thema „wir werden jetzt versuchen das geltend zu machen, es gibt ein solches Verfahren…“ und „der KEF haben wir dargelegt wir brauchen dieses Geld“. Aber welches Geld er meint, und welche Summe, erwähnte er nicht!

Dabei ist dieses Geld nach unserer Meinung (aber was wissen wir schon) das Hauptziel des Lutz Marmor. Wie kommt er an dieses Geld heran? Hätte der TV-Zuschauer gestern erfahren, dass da 1,16 Milliarden Euro auf einem Konto liegen, die eigentlich für die Gebührenzahler als Gutschrift gedacht sind und dass Herr Marmor an dieses Geld heran will (in voller Höhe), würde die Stimmung wohl deutlich stärker gegen ihn und die ARD kippen. Aber Lutz Marmor musste kräftig Mitleid erregen und mit Programm-Entzug drohen, um in der Öffentlichkeit eine positive Aura für eine Budget-Erhöhung der ARD aufzubauen. Denn nächstes Jahr gibt die KEF ihre Empfehlung an die Bundesländer ab, ob und wie viel mehr Geld ARD & ZDF erhalten sollen und ob der 1,16 Milliarden-Reservetopf geopfert wird. Da braucht man gute Stimmung in der Öffentlichkeit!

Fazit

Die große Transparenzoffensive war diese gestrige Talkrunde nicht. Wo die 6,1 Milliarden Euro Budget abbleiben, Jahr für Jahr, und warum man den Reservetopf von 1,16 Milliarden Euro oben drauf haben möchte, konnte Lutz Marmor nicht erklären bzw. er hat diese Summe gar nicht erst erwähnt. Glaubt man den ARD-Herrschaften, können sie mit den 6,1 Milliarden Euro, die ihnen derzeit zur Verfügung stehen, das Programm, so wie es jetzt ist nicht mehr länger aufrechterhalten. „Alter Schwede“, mag man da sagen. Wie schaffen die das? Steht den ganzen Tag ein Praktikant bei der Zahlstelle des NDR und schmeißt das Geld aus dem Fenster? „Spiegel Online“ schrieb heute Nacht „zum Vergleich würde man gerne mal einen RTLcheck sehen“. Da meinen wir nur: Ob RTL Qualität sendet oder Geld zum Fenster rausschmeißt, ist völlig egal, denn kein Mensch in Deutschland ist gezwungen das RTL-Budget zu bezahlen, monatlich, direkt vom Bankkonto.


7 Kommentare

7 Comments

  1. leser

    20. Oktober 2015 11:27 at 11:27

    Danke für die Zusammenfassung. Bei „Sandra Maischberger stellte ihm eine legendäre Frage, die wohl in die Investigativ-Geschichte eingehen wird“ habe ich herzlich gelacht. Vielleicht sollte sich Frau Maischberger beim Kopp-Verlag bewerben, ich fürchte allerdings, das sie das Anforderungsprofil nicht erfüllt.
    Mein Vorschlag: Wenn schon niemand an die GEZ ran will, was dringend geboten ist, dann macht doch eine Ausschreibung (wieso hat die EU das eigentlich noch nicht gefordert?). Bitte vorher aber die Jury richtig besetzen. Ich mache jede Wette, das sich jemand findet, der für 6,1 Mrd. ein besseres Programmangebot machen kann.

  2. Helmut Josef Weber

    20. Oktober 2015 11:51 at 11:51

    Nun wohne ich in Südspanien und kann über Astra ARD- und ZDF-Sendungen, wie auch alle anderen Sendungen, kostenlos empfangen.
    Das letzte was mir fehlen würde, wären ZDF und ARD, wenn sie den Sendebetrieb einstellen würden.
    Aus der Ferne kann man nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, was der Michel sich da für etwa 200 Euro im Jahr aufs Auge drücken lässt.
    Das könnte man endlos weiter führen über Hundesteuer, Anliegerkosten, Müllgebühren usw, usw.
    Wenn wir uns mit den Einheimischen zusammen mal einen lustigen Abend machen wollen, dann gebe ich zum Besten, für was Deutsche bezahlen, was in Spanien kostenlos ist oder nur einen Bruchteil kostet.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Kritix

    20. Oktober 2015 12:14 at 12:14

    Ich denke mal, es geht langsam um mehr als die 1,16 Mrd, denn wie viele versäumen es, für die läppische Beitragssenkung ihren Dauerauftrag anzupassen? Doch auch die 0,48 Cent läppern sich. Ein Grund mehr für den schlauen Lutz die Summe erst gar nicht anzusprechen.
    Ansonsten halten es L.M. und T.B. mit Büchner neoliberal: Friede der ARD-ZDF-GEZ und Krieg den Hütten.

  4. Bangon Oprom

    20. Oktober 2015 17:23 at 17:23

    Zur Sendung ARDcheck:
    40% Thema von den Verantwortlichen verfehlt! Sprich, keine konkreten Antworten auf die Fragen! Auf gut bairisch „WischiWaschi“
    60% „Menschen bei Maischberger“!
    Schon wieder ein neues Sendeformat? Nein, bekannt. Diese sehr kanalisierte Sendung hat keine einzige Lösung gezeigt – nur Forderungen an die zahlende Seite, Ach so, Demokratie! Wo?
    Letztendlich sind die örs für diesen mtl. Preis mehr als entbehrlich, und selbst kostenlos nur sehr eingeschränkt aktzeptabel! „Ausnahmen bestätigen die Regel“!
    Aber: Betrachten wir nur einmal die Mediatheken der örs!
    Nur ein Beispiel: Wiederholungen der (ARD etc.) DEGETO Filme durchschnittlich fast jeden zweiten Monat!
    Die Art und Methode, wie versucht wird uns Bürgern zu erklären, dass wir doch selber schuld sind, wenn wir uns nicht wehren, ist schon sehr überheblich! Der Spruch, „wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ gilt für die örs nicht. Die Aussage „wir hatten seit 2009 keine Gebührenerhöhung“. Gegenfrage: „Warum wohl“! Wo war die Frage in der Sendung?
    Meine wertvolle Lebenszeit erlaubt es mir nicht, mich noch weiter zu äußern! Habe ich recht, erwarte ich bitte keine Antwort!
    LG Bangon

  5. Bernd Grundmann

    20. Oktober 2015 19:29 at 19:29

    Warum wird mir etwas Aufgezwungen was ich nicht haben will?
    Warum werden millionen Bürger durch den ÖRR und seinem „Beitragsservice“ entmündigt,bevormundet,erpresst und enteignet?
    Warum lässt sich die Justiz zum Mittäter einer millionenfachen Nötigung missbrauchen?
    Sind wir eine Demokratie oder eine Diktatur?

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Fed-Zinssenkung? Wahrscheinlichkeiten auf aktuellstem Stand

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Wird die Federal Reserve gleich um 20 Uhr die Zinsen senken? Wir hatten gestern schon das Fed Watch Tool der Terminbörse CME in Chicago besprochen, aus dem man sehr gut ableiten kann, wie die Zinsen von der Fed verändert werden. Es ist keine Garantie, aber ein guter Indikator. Derzeit liegt die Fed Funds Rate in einem Zielband von 2,25%-2,50%.

Gestern Mittag lag die Wahrscheinlichkeit, dass heute die Zinsen auf 2,00%-2,25% gesenkt werden, noch bei 20,8%. Jetzt aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit bei 24,2%. Somit verbleibt mit 75,8% immer noch die viel größere Wahrscheinlichkeit, dass heute keine Zinssenkung vorgenommen wird.

Für die nächste Fed-Sitzung am 31. Juli lag die Wahrscheinlichkeit für einen Zins bei 2,00%-2,25% gestern noch bei 66,6%. Heute liegt sie bei 64,7%. Einen Zinssatz von 1,75%-2,00% könnte es Ende Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 19,0% geben. Gestern waren es noch 16,4%.

Für die Sitzung am 18. September lag die Wahrscheinlichkeit gestern bei 52,3%, dass der Zins auf 1,75%-2,00% sinkt. Heute sind es 46,4%.

Also: Vor allem für heute und Ende Juli ist die Wahrscheinlichkeit binnen eines Tages leicht angestiegen, dass die Zinsen sinken werden. Aber unterm Strich glaubt der Markt erst für den Termin 31. Juli an sinkende Zinsen. Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit sind wir alle schlauer!

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Libra: Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht Notenbanken Konkurrenz!

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Wenn jemand eine eigene Währung in Umlauf bringen will, dann hört für den Staat endgültig der Spaß auf. Denn das Monopol auf die Ausgabe von Geld, das will der Staat doch immer behalten, egal wo auf dem Planeten, und egal in welcher Regierungsform. Deswegen werden Traumtänzer wie Geldfälscher, Krypto-Betrüger etc auch konsequent verfolgt. Und die bisher „etablierten“ Kryptowährungen wie Bitcoin? Zahlreiche Politiker und Notenbanker zum Beispiel in Europa erwähnen seit geraumer Zeit klipp und klar, dass es sich hierbei nicht um Geld oder etwas Ähnliches handelt, sondern um eine Art Spekulation. Da müsse schon jeder Bürger selbst wissen, ob er so ein Risiko eingehen will. Aber mit „Libra“ startet Facebook-Chef Mark Zuckerberg etwas völlig Neues.

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Libra soll eine richtige Währung sein

Hier soll eine echte Währung erschaffen werden. Online-Geld. Da dürfte in den USA, Europa und sonst überall auf der Welt schnell Schluss sein mit Friede, Freude, Eierkuchen in Sachen „Lustige innovative Zahlungsdienste aus dem Silicon Valley“. Denn Geld erschaffen nur staatliche Einrichtungen? Im Jahr 2020 soll Libra (hier finden Sie die Projektwebseite) als Zahlungsmittel starten. Mark Zuckerberg spricht in seinem Facebook-Post selbst ganz direkt davon, dass eine neue Währung geschaffen werden solle. Zitat:

„…to start the non-profit Libra Association and create a new currency called Libra.“

Today, Facebook is coming together with 27 organizations around the world to start the non-profit Libra Association and…

Gepostet von Mark Zuckerberg am Dienstag, 18. Juni 2019

„Libra“ sollte eine nicht profitorientierte Organisation werden. Und Zuckerberg nennt auch gleich die Gründe für seine Idee. Es soll eine auf der Blockchain-Technologie basierende Währung sein. Aber worum geht es? Um ein neues Nerd-Projekt? Nein, offenbar soll mal wieder als dem „Valley“ heraus die Welt gerettet werden? Denn laut Zuckerberg solle es die Mission von Libra sein, eine einfache global funktionierende Infrastruktur zu schaffen für weltweit Milliarden von Menschen. Und weshalb das Ganze? Die Menschen sollten die Möglichkeit bekommen „mobiles Geld zu benutzen“. Denn es könne einen wichtigen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen haben. Man müsse dann nicht mehr ständig Bargeld mit sich herumtragen, denn Bargeld sei ja unsicher, und für Bargeldtransfer müsse man extra Gebühren zahlen, so Zuckerberg. Und mehrmals betont er auch die niedrigen Kosten der zukünftigen Nutzung von Libra.

Hier die Meinung von Markus Koch:

Liest man seine Worte, dann denkt man doch glatt: Mark Zuckerberg hat sich seine Worte von der „Better Than Cash Alliance“ in sein Posting-Fenster diktieren lassen? Bargeld = ganz schlimm. Hat nur Nachteile. Mit Karte oder online zahlen = gut, hat nur Vorteile. Dass Bargeld Freiheit jenseits staatlicher Kontrolle bietet, und Anonymität von staatlicher Überwachung – kein Wort darüber in Zuckerbergs Text.

Er spricht an, dass es derzeit weltweit eine Milliarde Menschen gebe ohne eigenes Bankkonto, aber mit eigenem Handy. Das klingt natürlich nach einem sinnvollen Argument für seine Idee. Aber werden Regierungen rund um den Planeten sich von Mark Zuckerberg ihr Geldmonopol streitig machen lassen? Schwer vorstellbar!

Mark Zuckerberg bringt mit Libra angeblich neues Geld heraus
Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States – Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote CC BY 2.0

Laut Zuckerberg solle Libra es ermöglichen, dass jeder Mensch ganz einfach Geld senden oder empfangen könne. Es solle genau so einfach sein wie eine Handy-App zu benutzen. Um das sicherzustellen, gründe Facebook (aha, und nicht Libra) eine eigene Tochter namens „Calibra“, über die man den Coin senden, ausgeben oder auch sparen könne. Eine digitale Geldbörse solle über Whatsapp, eine eigene App oder Facebook Messenger ab nächstem Jahr verfügbar sein. Klingt nicht nur nach Geld, sondern auch nach eigentlich zulassungspflichtigen Bankgeschäften? Calibra solle wie jeder andere Zahlungsanbieter reguliert werden, so Zuckerberg. Jede Information die ein Nutzer auf Calibra hinterlege, solle separat gespeichert werden zu Daten, die man auf Facebook teile.

In Zuckerberg we trust?

Er nennt auch gleich große Konzerne, die eigene Dienste anbieten würden, die über Libra laufen können. Dazu gehören Namen wie Mastercard, PayPal, PayU, Stripe, Visa,Booking, eBay, Farfetch, Lyft, Spotify und Uber. In seinem Post spricht Zuckerberg nicht von Geschäftspartnern für dieses Projekt, sondern davon, dass er daran glaube, dass es über 100 „Mitgründer“ der Libra-Association geben werde.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie den kompletten offiziellen Infotext zu Libra.

Die Währung Libra soll keine Kursschwankungen aufweisen wie „normale“ Kryptowährungen. Aus den Details geht hervor, dass Libra durch eine Art Reservefonds (bestehend aus verschiedenen großen Papiergeld-Währungen) gedeckt sein soll. Kauf jemand den Libra für 100 Euro, würden auch 100 Euro in diese Reserve fließen. Ziel sei es Libra letztendlich zu einem „vollwertigen Zahlungsmittel“ zu machen.

Libra als Konkurrent für Notenbank-Währungen?

Tja, was soll man davon halten? Natürlich gibt es positive Aspekte. Aber dass Libra über Facebook-Apps laufen soll, lässt doch vermuten: Mit so einem Zahlungsangebot will Facebook weltweit Milliarden Menschen an sein Dienste-Universum binden. Wenn nicht offiziell, dann zumindest unterbewusst. Wer nämlich seine Zahlungen über Facebook-Apps macht, ist doch viel eher geneigt gleich danach noch ein wenig privat diese Apps zu benutzen.

Die ersten offiziellen Tweets von „Libra“ zeigen es ganz klar wie auch die offiziellen Aussagen von Mark Zuckerberg und der Detailtext. Es geht offenbar darum eine eigene Währung zu schaffen. Ob Fed, EZB, Powell, Draghi, Trump, Merkel, Macron, Putin und Xi Jinping sich sowas gefallen lassen werden? Quasi eine Verwässerung ihres Geld-Monopols?

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Außenhandel: Harte Erkenntnis für EU wie für die USA

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Im gestrigen Trubel rund um die Rede von Mario Draghi entging uns doch glatt, dass die neuesten Daten für den Außenhandel der EU vermeldet wurden. Im April lag der Warenhandelsüberschuss der Gesamt-EU (Eurozone + Nicht Euro-Staaten) bei 1,4 Milliarden Euro. Im April 2018 waren es noch ein Defizit von 0,9 Milliarden Euro. Das klingt doch erstmal gut, nicht wahr?

Details zum Außenhandel haben es in sich

Man steige doch mal etwas tiefer in das Zahlenwerk ein, und findet bei genauerer Betrachtung eine harte Erkenntnis. Wohl noch viel ernüchternder für die EU als für die USA, möchte man fast sagen. Die entscheidende Rubrik der Grafik haben wir rot umrandet. Es sind von Januar-April 2019 die Vergleiche zu Januar-April 2018. Angezeigt werden die Überschüsse beziehungsweise Defizit mit den wichtigsten Handelspartnern der EU.

Die EU machte im Vorjahr gegenüber den USA ein Plus von 46, jetzt von 48,2 Milliarden Euro. Also steigt das Minus der USA weiter an, obwohl Donald Trump verzweifelt versucht genau das Gegenteil zu erreichen. Traurig genug für ihn. Aber man schaue mal auf die Seite der EU. Bei den bedeutenden Handelspartnern erwirtschaftet sie eigentlich nur Überschüsse gegenüber den USA und der Schweiz. Tja, die Schweiz. Mal ehrlich. Sie ist geographisch komplett von der EU eingeschlossen, und verständlicherweise auf umfangreiche Importe aus der EU abhängig. Dass die EU gegenüber der Schweiz einen Überschuss von 13,4 Milliarden Euro hinlegt (Vorjahr 13,1), ist kein großes Kunststück. Also klammern wir die Schweiz mal aus.

Abgesehen von den USA produziert die EU nur Defizite. Gegenüber China wuchs das Minus von 57,2 auf 62 Milliarden Euro. Gegenüber Russland (Energieimporte) wuchs das Defizit von 25,8 auf 26,7 Milliarden Euro. Gegenüber der Türkei verwandelte sich ein Plus von 4,2 in ein Defizit von 3,5 Milliarden Euro. Weiter geht´s. Gegenüber Japan liegt das Minus bei 3,3 Milliarden Euro, gegenüber Norwegen (Energieimporte) bei -7,5 Milliarden Euro, gegenüber Südkorea bei 1,9 Milliarden Euro. Und sogar gegenüber Indien macht die EU 2,9 Milliarden Euro Minus. Ach ja, Mensch. Gegenüber Kanada macht die EU 3,1 Milliarden Euro Plus. Immerhin, besser als gar nichts.

Vereinfacht ausgedrückt: Im Warenhandel mit dem Planeten (beim Blick auf die großen Handelspartner) produziert die EU nur Defizite. Wäre der Warenhandel mit Nordamerika nicht extrem vorteilhaft für die EU, gäbe es netto richtig saftige Defizite, und somit den Abfluss von Geld und Wohlstand raus aus der EU. God bless America?

Außenhandel EU Daten April

Außenhandel EU - Containerschiff in Rotterdam
Außenhandel mit Waren über den Seeweg. Containerschiff bei der Einfahrt in Rotterdam. Foto: kees torn – AL MURAYKH , CSCL MARS & SMIT SEINE CC BY-SA 2.0

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