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ARD-Chef im ARDcheck: Mitleid erregen, drohen, Verschweigen seines Hauptziels!

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Von Claudio Kummerfeld

Haben Sie gestern den „ARDcheck“ gesehen, die groß angekündigte Fragerunde von ARD-Chef Lutz Marmor und WDR-Chef Tom Buhrow, wo man alles zum Thema ARD fragen konnte? Nein? Wir haben genau hingeschaut und hingehört! Das wichtigste Thema wurde von der Moderatorin Sandra Maischberger und den Zuschauern nicht angesprochen, und merkwürdigerweise begann Herr Marmor immer dann merkwürdig zu nuscheln, wenn es um sein Hauptziel ging, dass gestern dem Zuschauer vorenthalten wurde…

ARD Vorsitzender-Lutz-Marmor
Der aktuelle ARD-Vorsitzende Lutz Marmor. Foto: Martina Nolte / Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)

Zeit totschlagen

Gestern Abend fand der „große ARDcheck“ statt, wo LIVE in einer Event-Location im Hamburger Hafen Zuschauerfragen vom Publikum beantwortet wurden. Auch ARD-Promis waren eingeladen. Die Fragen beantworten taten ARD-Chef Lutz Marmor und WDR-Chef Tom Buhrow – moderiert wurde die Sendung von Sandra Maischberger. Ein kleiner Teil der Sendung war ein wenig informativ, das muss man zugeben. Teilweise aber konnte man sich des Eindrucks nicht verwehren eine Taktik der ARD für diese Sendung war es Zeit totzuschlagen, um die 90 Minuten Sendezeit mit möglichst wenig nervigen Zuschauerfragen verbringen zu müssen.

So war z.B. der ARD-Sportmoderator Opdenhövel als Gesprächsgast mit in diese Talkrunde eingeladen worden. Sandra Maischberger stellte ihm eine legendäre Frage, die wohl in die Investigativ-Geschichte eingehen wird. „Wenn man (wie Opdenhövel) Fußballmoderator ist, der Fan und Stadionsprecher war, aus reiner Leidenschaft Fußballfan ist, muss man sich da manchmal zwingen auch andere Sportarten zu moderieren?“… Opdenhövel´s Antwort ersparen wir uns, denn was soll man da schon erwarten. Drei Fragen dieser Art wurden an ihn gestellt, mit Antworten wurden insg. 4 von 90 Sendeminuten totgeschlagen.

Ebenfalls als mit die besten Lückenfüller der TV-Geschichte werden wohl die beiden N-Joy-Radiomoderatoren in Erinnerung bleiben, die ein paar Minuten darüber plauderten, wie lustig und locker ihr Sendeformat ist und dass sie noch keine Hater-Kommentare auf Facebook erhalten haben. Sehr tiefgründig!

Zuschauerfragen

Natürlich ist es eine subjektive Wahrnehmung, welche Zuschauerfrage sinnvoll und interessant ist, und welche nicht. Einige Fragen haben wir mal ausgewählt.

Warum wurde das ARD-Wunschkonzert eingestellt?
Antwort Marmor: „Wir haben noch die Feste von Florian Silbereisen etc…“

Dann kam eine Frage aus dem Publikum, die eines der Programm-Hauptprobleme der ARD darstellt:
Wie kann die ARD es schaffen international konkurrenzfähige Fernsehserien zu produzieren?
Antwort Buhrow: „Serien wie Homeland zu produzieren kostet pro Folge 4-5 Mio Dollar. Das kann in Deutschland niemand bezahlen, auch nicht die Privaten.“
Unsere Anmerkung dazu: Selbstverständlich kann die ARD das bezahlen. Z.B. eine Serienstaffel von Homeland zu produzieren, sagen wir mal 12 Folgen wie es üblich ist pro Staffel für so eine Serie, würde also 48-60 Mio Dollar kosten (Jahresbudget ARD 6,1 Milliarden Euro). Man bedenke: Würde die ARD eine eigene Produktion auf dem US-Level produzieren mit diesem Budget, könnte sie diese auch weltweit vermarkten, und damit einen Teil oder sogar alle Produktionskosten wieder einspielen! Abgesehen davon zum Inhalt solcher US-Serien: ARD & ZDF sind nun mal Staatsfernsehen. Das Geld kommt in die Kasse, so oder so, ohne Anstrengung, ohne Angst, ohne Druck. Wer keinen Erfolgsdruck im Nacken hat, strengt sich nicht ansatzweise so an wie ein Privatsender, der jeden Tag aufs Neue um Werbegelder und Abo-Einnahmen kämpfen muss um zu überleben. Die Produzenten bei ARD & ZDF können sich noch so anstrengen – ohne den Erfolgsdruck das Geld verdienen zu MÜSSEN, kommt am Ende nicht mehr rum als der Tatort. Serien wie Homeland, Game of Thrones etc, davon sollten wir bei unseren Öffentlich Rechtlichen nicht mal träumen (wie gesagt, das Budget wäre mit NUR 6,1 Milliarden Euro pro Jahr NUR für die ARD locker vorhanden).

Für die letzten 5 Intendanten wurden 11 Mio Euro an Pensionszuschüssen zurückgestellt. Für 3 Gottschalk-Sendungen für 2,7 Mio. Wurden da falsche Verträge gemacht?
Antwort Marmor: Gottschalk hat ein ganzes Jahr im Vorabend eine Sendung gemacht, da geht es um ganze Staffeln. Im Nachhinein war das ein Fehler diesen Vertrag zu machen.

Es gibt nur 1 Sendung, die junge Leute anspricht, nämlich den Eurovision Song Contest. Wie rechtfertigt man, dass junge Leute auch den Beitrag zahlen müssen?
Antwort Marmor: Wir haben den Anspruch „Programm für alle“. Unsere Lücke ist in der Tat bei den jungen Leuten. Lasst es uns doch mal versuchen zu bündeln. Wir müssen mit ZDF zusammen + Radio…. er brach mitten im Satz ab, erwähnte nicht, dass er einen weiteren separaten Jugendsender aufmachen will – das war aber gemeint… wir hoffen, dass die 16 Landesparlamente den Weg frei machen, damit wir im Oktober 2016 an den Start gehen können. (unausgesprochen meinte er damit, dass das nur geht, wenn er mehr Geld bekommt)

Wieso hat Tom Buhrow ein höheres Gehalt als Angela Merkel?
Antwort Buhrow: „Weil Angela Merkel unterbezahlt ist! SAT1-Chef Ebeling verdient sogar 4 Mio pro Jahr, mit Bonus 20 Mio. Stadtwerke-Chefs verdienen mehr als die Bürgermeister oder wir Intendanten. Ich habe Verantwortung für 4.400 Mitarbeiter.“ Wie viel Gehalt er erhält, hat er in der Sendung nicht erwähnt. Wir erwähnen es, sie haben es ja leider vergessen zu erwähnen Herr Buhrow: Sie verdienen 367.000 Euro im Jahr. Man kann darüber streiten, aber zu viel ist das nicht finden wir, denn in der Tat hat er eine verantwortungsvolle Stellung!

Kann ich nicht für 200 Euro pro Jahr ein komplett werbefreies Programm erwarten?
Marmor: „Um 1,27 Euro müsste der Monatsbeitrag erhöht werden, wenn die Werbung wegfällt. Übrigens: Beschwerden über zu viel Werbung erhalte ich definitiv nicht!“

Auch gab es ein „Schlagabtausch-Streitgespräch zwischen Hans Hoff, Medienkritiker für die Süddeutsche und DWDL und Lutz Marmor. Viele Fragen von Herrn Hoff waren nach unserer Meinung polemisch, völlig überzeichnet und wenig sachlich, daher möchten wir darauf nicht näher eingehen.

Sparen, Mitleid erzeugen und drohen

Wo Lutz Marmor bei der ARD grundsätzlich sparen oder „restrukturieren“ will oder kann, wurde mit keinem Wort von ihm erwähnt. Ein Zuschauer stellte dazu folgende Frage:
„Kosten, Kosten, Kosten… die ARD hat 9 Rundfunkanstalten, der WDR hat alleine 10 Landesanstalten, vielleicht sollte man eine Entschlackung überlegen, um Kosten zu sparen und mehr in die Produktion geben.“
Antwort Marmor: Der NDR hat 600 Stellen sozialverträglich abgebaut. Wir müssen (beim Sparen) immer noch besser werden. Am Ende sind es Sendungen, die wegfallen. Ein Idealprogramm werden wir nicht für jeden Einzelnen bieten können.

Nachdem aufgelistet wurde, dass von den 17,50 Euro Rundfunkgebühren pro Haushalt und Monat 0,14 Euro für Tatort & Polizeiruf in der ARD draufgehen, wurde in der Live-Sendung Tatort-Kommissarin Sabine Postel interviewt. Sie hatte ein Hauptthema.
Postel im Zitat: „Unsere Produktionsbedingungen verschlechtern sich. Wir haben das gleiche Geld wie vorher, aber die Produktionen werden teurer.“
Antwort Marmor: „Das Geld ist bei uns knapp. Wir haben viele Redaktionen, die große Produktionen machen, aber es ist ein ständiges Ringen um Geld. Es ist einer der Gründe, warum wir gesagt haben, wo wir jahrelang Erträge unter der Inflationsrate hatten, Geld bleibt gleich, Kosten steigen, da gibt es ein Problem. Das haben wir auch erkannt, wir werden jetzt versuchen das geltend zu machen, es gibt ein solches Verfahren, weil wir auch solche Formate wie den Tatort ein bisschen besser ausstatten wollen.“
Postel: Wir brauchen mehr Geld.
Buhrow: „Seit 2009 haben wir keine Erhöhung bekommen, stattdessen Absenkung. Sagen sie mir eine öffentliche Gebühr, die gesenkt wurde außer unsere. Wir haben schon sehr viel gespart. Wir sind am Ende! Wenn Sie (die Zuschauer) sagen nee wisst ihr was, wir wollen euch einfach nicht mit dem Geld ausstatten, ok, aber dann wird der Schritt sein, dass sie weniger sehen und hören, da müssen wir uns ehrlich machen. Der KEF haben wir dargelegt „wir brauchen dieses Geld“.
Postel: Wir können den Kuchen anders verteilen… (innerhalb der ARD).

Wenn man böswillig ist, was wir natürlich nicht sind, kann man hinter dem Frage-Antwort-Spiel zwischen Postel, Buhrow und Marmor eine abgesprochene Taktik vermuten, fern ab jeglicher billiger Verschwörungstheorien. Denn wie realistisch ist es im „normalen Leben“, dass eine Angestellte ihren Chef öffentlich harsch kritisiert? Was könnte dahinter stecken? Ganz einfach. Sabine Postel brachte es gut und glaubhaft rüber, dass bei den Tatort-Produktionen das Geld fehlt. So erregt man beim Zuschauer Mitleid. Mehrfach forderte sie von ARD-Chef Lutz Marmor dafür mehr Geld. Der verwies auf zu wenig Geld aus den Rundfunkgebühren und schuf damit eine Verständnisgrundlage beim Zuschauer/Gebührenzahler, warum es gerechtfertigt sein könnte die Gebühren anzuheben. Aber wie gesagt, so eine Taktik wollen wir den Damen und Herren natürlich nicht unterstellen.

Mehrfach hieß es von Marmor und Buhrow ohne weiteres Geld könne man eben das aktuelle Programm nicht weiter aufrechterhalten (von uns so zusammengefasst). Buhrow behauptete wehleidig die ARD hätte seit 6 Jahren keine Budgeterhöhung erhalten, obwohl ja alles drum herum teurer geworden sei. Da ist nicht richtig. 2011 erhielt man einen Mehrbedarf von 207 Mio Euro zugesprochen. Auch bei der letzten Senkung der Rundfunkbeiträge um 0,48 Euro wurde die ARD verschont – dafür wurde schon auf die Reserve zurückgegriffen (die erklären wir gleich eingehender). Beide Infos ließen die Herren Marmor und Buhrow weg. Hauptsache man ist das Opfer, das Jahr für Jahr durch die Inflation aufgefressen wird, ohne Budgeterhöhung zum Sterben verurteilt – diesen Eindruck soll man wohl als Zuschauer gewinnen.

Das Wichtigste hat der ARD-Chef verschwiegen

Lutz Marmor erwähnte zwar mehrfach eindringlich, dass ohne mehr Geld bei der ARD nichts mehr ginge, aber Zahlen nannte er nicht! Hätte er es gemacht, wäre der Schock bei Publikum und TV-Zuschauern wohl groß gewesen. Er will sich die komplette Reserve von 1,16 Milliarden Euro einverleiben, die seit 2013 durch die Gebührenumstellung angesammelt wurde und jetzt auf einem Sperrkonto schlummert. Das Geld ist seitens der Politik eigentlich als Erstattungssumme für die Gebührenzahler gedacht. Dass er an DIESE 1,16 Milliarden Reserve ran will, hat er mit keinem Wort erwähnt. Viele Menschen haben noch nie etwas davon gehört, weil es in der Presse kaum erwähnt wird.

Marmor sprach in der Sendung z.B. von „DEM VERFAHREN“, das da laufe, sagte den Zuschauern aber nicht, dass er damit meint, dass er Zugriff auf eben DIESE Reserve haben will. Von dieser Reserve als solche erwähnte er überhaupt nichts, auch gab es keine Zuschauerfrage geschweige denn moderierte Frage zu dieser Reserve. Nach unserer Meinung bewusst nuschelte er zwei Mal zu dem Thema vor sich hin, erwähnte die Zahl, den Reservetopf oder seine Forderung nicht. Er erwähnte nur einmal kurz, dass „die KEF tagt und etwas beschließen soll“. Wie gesagt, immer da, wo das Thema thematisch zur Sprache kommen sollte, nuschelte er komisch und stotterte sich um das Thema herum. Der Zuschauer, der die Sendung gestern gesehen hat und von dieser Cash-Reserve gar nichts weiß (da wird es verdammt viele geben), hat in der Sendung gestern davon überhaupt nichts erfahren. Auch sagte Marmor zu dem Thema „wir werden jetzt versuchen das geltend zu machen, es gibt ein solches Verfahren…“ und „der KEF haben wir dargelegt wir brauchen dieses Geld“. Aber welches Geld er meint, und welche Summe, erwähnte er nicht!

Dabei ist dieses Geld nach unserer Meinung (aber was wissen wir schon) das Hauptziel des Lutz Marmor. Wie kommt er an dieses Geld heran? Hätte der TV-Zuschauer gestern erfahren, dass da 1,16 Milliarden Euro auf einem Konto liegen, die eigentlich für die Gebührenzahler als Gutschrift gedacht sind und dass Herr Marmor an dieses Geld heran will (in voller Höhe), würde die Stimmung wohl deutlich stärker gegen ihn und die ARD kippen. Aber Lutz Marmor musste kräftig Mitleid erregen und mit Programm-Entzug drohen, um in der Öffentlichkeit eine positive Aura für eine Budget-Erhöhung der ARD aufzubauen. Denn nächstes Jahr gibt die KEF ihre Empfehlung an die Bundesländer ab, ob und wie viel mehr Geld ARD & ZDF erhalten sollen und ob der 1,16 Milliarden-Reservetopf geopfert wird. Da braucht man gute Stimmung in der Öffentlichkeit!

Fazit

Die große Transparenzoffensive war diese gestrige Talkrunde nicht. Wo die 6,1 Milliarden Euro Budget abbleiben, Jahr für Jahr, und warum man den Reservetopf von 1,16 Milliarden Euro oben drauf haben möchte, konnte Lutz Marmor nicht erklären bzw. er hat diese Summe gar nicht erst erwähnt. Glaubt man den ARD-Herrschaften, können sie mit den 6,1 Milliarden Euro, die ihnen derzeit zur Verfügung stehen, das Programm, so wie es jetzt ist nicht mehr länger aufrechterhalten. „Alter Schwede“, mag man da sagen. Wie schaffen die das? Steht den ganzen Tag ein Praktikant bei der Zahlstelle des NDR und schmeißt das Geld aus dem Fenster? „Spiegel Online“ schrieb heute Nacht „zum Vergleich würde man gerne mal einen RTLcheck sehen“. Da meinen wir nur: Ob RTL Qualität sendet oder Geld zum Fenster rausschmeißt, ist völlig egal, denn kein Mensch in Deutschland ist gezwungen das RTL-Budget zu bezahlen, monatlich, direkt vom Bankkonto.


7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    leser

    20. Oktober 2015 11:27 at 11:27

    Danke für die Zusammenfassung. Bei „Sandra Maischberger stellte ihm eine legendäre Frage, die wohl in die Investigativ-Geschichte eingehen wird“ habe ich herzlich gelacht. Vielleicht sollte sich Frau Maischberger beim Kopp-Verlag bewerben, ich fürchte allerdings, das sie das Anforderungsprofil nicht erfüllt.
    Mein Vorschlag: Wenn schon niemand an die GEZ ran will, was dringend geboten ist, dann macht doch eine Ausschreibung (wieso hat die EU das eigentlich noch nicht gefordert?). Bitte vorher aber die Jury richtig besetzen. Ich mache jede Wette, das sich jemand findet, der für 6,1 Mrd. ein besseres Programmangebot machen kann.

  2. Avatar

    Helmut Josef Weber

    20. Oktober 2015 11:51 at 11:51

    Nun wohne ich in Südspanien und kann über Astra ARD- und ZDF-Sendungen, wie auch alle anderen Sendungen, kostenlos empfangen.
    Das letzte was mir fehlen würde, wären ZDF und ARD, wenn sie den Sendebetrieb einstellen würden.
    Aus der Ferne kann man nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, was der Michel sich da für etwa 200 Euro im Jahr aufs Auge drücken lässt.
    Das könnte man endlos weiter führen über Hundesteuer, Anliegerkosten, Müllgebühren usw, usw.
    Wenn wir uns mit den Einheimischen zusammen mal einen lustigen Abend machen wollen, dann gebe ich zum Besten, für was Deutsche bezahlen, was in Spanien kostenlos ist oder nur einen Bruchteil kostet.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Avatar

    Kritix

    20. Oktober 2015 12:14 at 12:14

    Ich denke mal, es geht langsam um mehr als die 1,16 Mrd, denn wie viele versäumen es, für die läppische Beitragssenkung ihren Dauerauftrag anzupassen? Doch auch die 0,48 Cent läppern sich. Ein Grund mehr für den schlauen Lutz die Summe erst gar nicht anzusprechen.
    Ansonsten halten es L.M. und T.B. mit Büchner neoliberal: Friede der ARD-ZDF-GEZ und Krieg den Hütten.

  4. Avatar

    Bangon Oprom

    20. Oktober 2015 17:23 at 17:23

    Zur Sendung ARDcheck:
    40% Thema von den Verantwortlichen verfehlt! Sprich, keine konkreten Antworten auf die Fragen! Auf gut bairisch „WischiWaschi“
    60% „Menschen bei Maischberger“!
    Schon wieder ein neues Sendeformat? Nein, bekannt. Diese sehr kanalisierte Sendung hat keine einzige Lösung gezeigt – nur Forderungen an die zahlende Seite, Ach so, Demokratie! Wo?
    Letztendlich sind die örs für diesen mtl. Preis mehr als entbehrlich, und selbst kostenlos nur sehr eingeschränkt aktzeptabel! „Ausnahmen bestätigen die Regel“!
    Aber: Betrachten wir nur einmal die Mediatheken der örs!
    Nur ein Beispiel: Wiederholungen der (ARD etc.) DEGETO Filme durchschnittlich fast jeden zweiten Monat!
    Die Art und Methode, wie versucht wird uns Bürgern zu erklären, dass wir doch selber schuld sind, wenn wir uns nicht wehren, ist schon sehr überheblich! Der Spruch, „wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ gilt für die örs nicht. Die Aussage „wir hatten seit 2009 keine Gebührenerhöhung“. Gegenfrage: „Warum wohl“! Wo war die Frage in der Sendung?
    Meine wertvolle Lebenszeit erlaubt es mir nicht, mich noch weiter zu äußern! Habe ich recht, erwarte ich bitte keine Antwort!
    LG Bangon

  5. Avatar

    Bernd Grundmann

    20. Oktober 2015 19:29 at 19:29

    Warum wird mir etwas Aufgezwungen was ich nicht haben will?
    Warum werden millionen Bürger durch den ÖRR und seinem „Beitragsservice“ entmündigt,bevormundet,erpresst und enteignet?
    Warum lässt sich die Justiz zum Mittäter einer millionenfachen Nötigung missbrauchen?
    Sind wir eine Demokratie oder eine Diktatur?

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

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