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ARD-Chef plant deutsche Youtube-Alternative – warum das in einem Desaster enden wird

Mit den Monopolen, die sich Facebook, Youtube und Co de facto in ihren Bereichen geschaffen haben, müsse Schluss ein. In Europa müsse man etwas Eigenes schaffen, und nicht mehr den US-Riesen die eigenen „wertvollen Daten“ kostenlos zur…

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Von Claudio Kummerfeld

Erinnert sich jemand noch an den krampfhaft eingeführten Bezahldienstleister der deutschen Banken namens „Paydirekt“? Ach ja, den gibt es ja noch! Benutzt ihn jemand? Kennt Sie irgendwen, der diesen Anbieter nutzt? Und wie wäre es mit dem Konzept der „De-Mail“. Wer nutzt das? Oder wie wäre es mit dem glorreichen Versuch der Staats-Banker (Landesbanken) am großen Investmentbanking-Roulette teilzunehmen?

Der Staat kann es nicht

Der Staat war nie kreativ, und wird es niemals sein können. Man denkt stets regulativ, und nie kreativ! Ähnlich verhält es sich mit sogenannten Öffentlichten Einrichtungen, die zwar auf den ersten Blick privatwirtschaftlich betrieben werden, aber von öffentlichen Geldern abhängen (der Rundfunkbeitrag ist das beste Beispiel). Dieser Gedanke schwebt im Raum, wenn man aktuell sieht, dass ARD-Chef Uwe Wilhelm offenbar getrieben durch die allgemeine Kritik am Öffentlichen Rundfunk derzeit versucht die gesamte Medienbranche aufzumischen.

Mit den Monopolen, die sich Facebook, Youtube und Co de facto in ihren Bereichen geschaffen haben, müsse Schluss ein. In Europa müsse man etwas Eigenes schaffen, und nicht mehr den US-Riesen die eigenen „wertvollen Daten“ kostenlos zur Verfügung stellten. – so darf man Wilhelm´s jüngst getätigte Aussagen zusammenfassen. Was er vor hat? Die hiesigen Produzenten von Medieninhalten sollen sich zusammenschließen und eine Art europäisches oder deutsches Konkurrenz-Youtube oder Konkurrenz-Facebook schaffen – eine Art eigene Medienplattform. So sieht seine grobe Idee aus.

Eine Mediathek ist kein Soziales Netzwerk

Die Rede ist von einer Art „Super-Mediathek“, in der Öffentlich Rechtliche, private Sender, Verlage, Museen, Universitäten und Theater Inhalte einstellen sollen. Noch ist es nur eine Grundidee. Aber Wilhelm nennt es einen möglichen „großen Wurf“ für Europa. Was sofort auffällt: Die Privatnutzer von Online-Medien sind in keinster Weise erwähnt. Dabei basieren Youtube, Facebook und Co vor allem auf dem völlig freien und kostenlosen Zugang von Privatnutzern, die gleichberechtigt mit Unternehmen Content hochladen und um die Reichweite bei den Konsumenten der Inhalte konkurrieren.

Wilhelm´s Vorschlag wäre nicht die Gründung eines neuen Sozialen Netzwerks, das in Konkurrenz zu den Amerikanern tritt. So wie es klingt, wäre es in der Tat nur eine extrem große Online-Mediathek, wo man auf Inhalte zugreifen kann, die von Institutionen aller Art produziert wurden. Von Privatleuten produzierte Inhalte sind dort anscheinend nicht vorgesehen. Und selbst wenn: Das gesamte Konstrukt würde dank Beteiligung der Öffentlich Rechtlichen erstmal ewig lange in einem Prozess der Öffentlichen Regulierung gefangen.

Welche Inhalte sollen erlaubt sein, und wie ist es mit der Altersbegrenzung? Soll damit Geld verdient werden, und was soll kostenpflichtig werden? Wie kommerziell soll die Plattform sein? Soll auch alles mit Werbung zugeschmissen werden wie bei den Amis? Man bedenke: Youtube und Co haben jahrelange Erfahrung bei Werbung, beim Algorithmus und bei den Vorschlägen für Nutzer. Wenn so eine Mediathek online geht, wie viele Nutzer wird sie wirklich haben?

Werden Youtube und Facebook zittern?

Werden wirklich die Millionen von Jugendlichen, die ihren Lieblingen auf Youtube und Instagram folgen, schaarenweise zur höchstoffiziellen Super-Mediathek des Herrn Wilhelm wechseln? Alle interessanten Inhalte sind schon auf den US-Plattformen vorhanden. Das ist unter anderem auch der Grund, warum zum Beispiel Konkurrenten wie Google+ keine Chance haben. Facebook war zuerst da, und alle User haben sich dort bereits vernetzt. Diese neue Plattform soll offensichtlich nur eine Art institutionelle Anbieter-Plattform werden.

Damit wäre sie kein ernstzunehmender Konkurrent für Youtube und Co. Das wird ein Medienmanager wie ein Herr Wilhelm nie verstehen, der nie einem marktwirtschaftlichen Druck ausgesetzt war Geld verdienen zu müssen. Haben wir schon erwähnt, dass er vor seiner Tätigkeit als BR/ARD-Chef jahrelang Pressesprecher von Angela Merkel war? Kann man bei so einer Karriere modern, marktwirtschaftlich und im Sinne der User denken?

Den bösen Amis krampfhaft Konkurrenz machen wollen

Es passt natürlich perfekt in den aktuellen Zeitgeist, dass man im Zuge des Facebook-Datenskandals vorprescht und den „bösen Amerikanern“ den eigenen Content nicht mehr gratis zuführen will (Youtube-Videos, Facebook-Posts etc). Es wirkt aber eher wie ein krampfhafter Versuch, weil man in Europa im Bereich Social Media keinen einzigen Global Player geschaffen hat. Aber eine europäische Alternative könnte nur funktionieren, wenn es erstens ein vollständig privat erstelltes Social Network wäre, und wenn es zweitens eine richtige User-Plattform wäre, wo Privatnutzer eben gleichberechtigt Inhalte hochladen können.

Aber ja, Herr Wilhelm spricht eben von einer „Super-Mediathek“, und nicht von einem Sozialen Netzwerk. Sein Projekt könnte enden wie die De-Mail, wie Studi VZ oder Google+. Eine Hand voll Menschen melden sich eine Zeit lang dort an. Aber die Funktionalitäten sind nicht nutzerfreundlich und eher langweilig. Und die große Masse der User verbleibt wohl lieber im relativ freien, unregulierten, und weltweit täglich aktuellen US-Netzwerk. Es bedarf einer ausschließlichen Privatinitiative in Europa, denn Öffentlich Rechtliche und Staaten können es einfach nicht!

Übrigens: ARD und ZDF hatten schon mal vor eine größere Mediathek namens „Germany‘s Gold“ aufzulegen, wurden aber vom Bundeskartellamt gestoppt. Wenn man sich nun vorstellt, wie ein Herr Wilhelm von der ARD zusammen mit den Damen und Herren vom Spiegel, von der Süddeutschen, Burda, Springer und Co versuchen sollen eine Alternative zu Youtube zu basteln… geraten die Jungs und Mädels bei Facebook und Youtube ins Schwitzen? Wohl kaum. Es müsste eine reine europäische Privatinitiative sein, die nicht über Regularien nachdenkt, sondern sich nach dem ausrichtet, was die Nutzer wollen. Aber so denkt man beim Staat und bei Öffentlich Rechtlichen eben nicht. Man wird eine langweilige staubige Mediathek basteln,  und wird glauben damit Facebook und Youtube Konkurrenz machen zu können.

Youtube Angst machen? ARD-Chef Ulrich Wilhelm
ARD-Chef Ulrich Wilhelm. Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

2 Kommentare

2 Comments

  1. rote_pille

    3. April 2018 21:45 at 21:45

    Wenn die dort Videos von ihrem Sprung von der Brücke hochladen, dann kann Youtube einpacken. Und sie können ihre Dominanz auf dem Markt für Jahre sichern, wenn sie ihre Freunde aus der Politik gleich mit einladen lmao.

  2. Mattthias

    4. April 2018 09:40 at 09:40

    Von Hr. Wilhelm wird hier nur eine neue Superidee promotet, um zukünftig höhere Gebühren zu rechtfertigen, die für das Stopfen der finanz. Löcher bei den Pensionsverpflichtungen gebraucht werden.

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Handelskrieg – nach dreizehn Verhandlungsrunden zurück bei „Phase 1“

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Containerschiffe - Symbole im Handelskrieg

Die hochrangigen Gespräche in Washington endeten gestern Abend mit Absichtserklärungen und weiteren Zeitplänen. Einen Deal gab es im Handelskrieg noch nicht. Alle etablierten Zölle und Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Zentrale Fragen sind weiterhin offen.

Handelskrieg – keine weitere Eskalation

Eine gute Nachricht vorweg: Die für kommenden Dienstag geplante Zollanhebung von 25 auf 30 Prozent auf Importe aus China im Gesamtwert von 250 Mrd. US-Dollar wird ausgesetzt.

Zudem sprachen beide Seiten von „substanziellen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Wobei Donald Trump erneut rhetorisch über das Ziel hinausschoss und von einer „substanziellen Einigung“ sprach, die es aber laut chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua nicht gab, ebenso wenig wie einen Deal oder einen Teil-Deal. Lediglich den Ankauf von US-Agrarprodukten hat die chinesische Seite verbindlich zugesagt. Eine schriftliche Zusammenfassung der erreichten Verhandlungsergebnisse gab es ebenfalls nicht. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, der zusammen mit Robert Lighthizer die Verhandlungen für die US-Seite führte, äußerte sich daher auch zurückhaltend und sprach davon, dass es noch viel Arbeit zu tun gäbe, auf dem Weg zu einer Teilübereinkunft. Das liegt auch daran, dass bei den wichtigsten Kernthemen keine Kompromisse erzielt werden konnte. Das gilt insbesondere für die Huawei-Sanktionen, den Schutz geistigen Eigentums und für die staatlichen Subventionen an chinesische Unternehmen.

Nach dem Besuch des chinesischen Verhandlungsführers Liu He im Weißen Haus musste der US-Präsident dann auch eingestehen, dass man sich nach 18 Verhandlungsmonaten, sieben Zoll-Eskalationsstufen und diversen Sanktionen gegen Bürger, Unternehmen und Organisationen nun wieder in „Phase 1“ der Verhandlungen im Handelskrieg befinde.

Chronologie der Zoll-Eskalation zwischen den USA und China:

Handelskrieg USA China Verlauf

Zeitpläne und Fortschritte

Die USA halten sich weiter die geplante Zollanhebung für Mitte Dezember offen. So will man den Druck auf die chinesische Seite aufrecht erhalten. Wie glaubhaft diese Androhung neuer Zölle noch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem Präsidenten nahe stehende und mit den Verhandlungen vertraute Mitarbeiter hatten laut Reuters bereits im Vorfeld von dem Wunsch Donald Trumps berichtet, weitere Zollanhebungen nach Möglichkeit zu verhindern. Positive Signale vonseiten der chinesischen Verhandlungsdelegation könnten dafür schon ausreichen. Genau so kam es dann auch. Vermutlich scheut der Präsident mittlerweile eine erneute Eskalation im Handelskrieg mit weiteren Belastungen für die US-Wirtschaft und die Wall Street. Durch den innenpolitischen Druck in der Syrienfrage und das drohende Amtsenthebungsverfahren ist seine Autorität auch im Handelskrieg angeschlagen. Das weiß auch die chinesische Seite. Die kommunistische Führung Chinas ist jedoch ebenfalls mit innenpolitischen Problemen, v. a. in Hongkong, und wirtschaftlicher Eintrübung konfrontiert. Beide Entwicklungen könnten im Reich der Mitte zur Ausbreitung sozialer Unzufriedenheit bis hin zu offenem Protest und Unruhen führen. So scheint es, dass beide Seiten diesmal tatsächlich dazu bereit sind, zumindest eine Teilübereinkunft zu erzielen, die weitere Belastungen für China und Amerika abwendet. Für beide Seiten steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel. Damit besteht erstmals seit Anfang Mai die berechtigte Hoffnung, dass zumindest auf Ebene der Zölle keine weitere Eskalation stattfindet. Das schließt gleichwohl Zölle gegen andere Handelspartner der USA und Provokationen auf Ebene von Sanktionen und verbaler Provokation durch den US-Präsidenten nicht aus.

In Anbetracht der noch zu findenden Kompromisse ist der weitere Zeitplan ambitioniert. In den nächsten drei Wochen sollen weitere konkrete Vereinbarungen schriftlich fixiert und finalisiert werden. Bereits in vier Wochen möchte sich Donald Trump nach eigenem Bekunden anlässlich des Asien-Pazifik-Gipfels mit Präsident Xi Jinping in Chile treffen, um ein Teilabkommen zu unterzeichnen.

Bedeutung für Weltwirtschaft und Märkte

Bereits im Mai hatte China einen von den USA ausformulierten Handelsvertrag zusammengestrichen, woraufhin der Handelskrieg weiter eskalierte. Seitdem sind die wirtschaftlichen Belastungen für China, die USA und die gesamte Weltwirtschaft angestiegen und bereits deutlich spürbar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den möglichen Schaden auf 700 Mrd. US-Dollar. Fast alle Regionen der Welt seien mittlerweile negativ betroffen, so die Direktorin des IWF Kristalina Georgiewa.

Der Welthandel leidet unter dem generellen Trend zum Protektionismus, der sich in weiteren Handelskonflikten zeigt. Von ökonomisch besonderer Bedeutung ist dabei der zuletzt eskalierte Konflikt zwischen Japan und Südkorea sowie den USA und Europa. Aber auch zwischen den USA und Indien gibt es noch offene Streitpunkte. Ob die deutsche Automobilindustrie erneut in den Fokus von Präsident Trump gerät, hängt auch davon ob, ob es für ihn von wahltaktischem Nutzen ist.

Fazit und Ausblick

Die jüngsten Verhandlungen in Washington zeigen eines ganz deutlich: Beide Seiten zeigen im Handelskrieg Ermüdungserscheinungen und sind auf ein Herunterkühlen des Konflikts bedacht. Ein Ende des Kampfes um die globale Dominanz auf verschiedenen Ebenen ist damit aber nicht eingeleitet. Sollte Trump tatsächlich wiedergewählt werden oder seine demokratische Kontrahentin Elisabeth Ann Warren sein Amt übernehmen, sind neue Spannungen zwischen den beiden führenden Machtblöcken vorprogrammiert.

Kurzfristig bedeutet die Deeskalation zumindest eine psychologische Entlastung für die Märkte. Auch der für die Gesamtwirtschaft in den USA so wichtige Konsument kann nun voller Hoffnung in die bevorstehende Weihnachtssaison starten. Was bleibt, ist das Nachrichtenrisiko oder besser gesagt das Twitter-Nachrichtenrisiko, welches man bei Donald Trump auch weiterhin nicht unterschätzen sollte.

Der grundsätzliche Konflikt um den Machtanspruch in der Welt, den Peking bis 2050 realisieren möchte und die USA auf keinen Fall aufgeben wollen, bleibt bestehen. Ebenso wie die grundsätzlichen ökonomischen Herausforderungen. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem sehr reifen übergeordneten Verschuldungszyklus, der die weitere Entwicklung geldpolitisch, geopolitisch und ökonomisch dominiert. Diese Erkenntnis steht den Märkten noch bevor, die in Anbetracht der Fortschritte in den Verhandlungen kurzfristig in Verzückung geraten sind. Umso ernüchterter wird man feststellen, dass gar nichts gelöst ist und die eigentliche Krise des künstlich am Leben erhaltenen Finanzkapitalismus noch bevorsteht.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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