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ARD-Pensionskasse: Riesiges Loch, das der Beitragszahler füllen darf?

Die „Baden-Badener Pensionskasse“ (bbp) ist die im Jahr 1997 gegründete Pensionskasse der ARD-Landesrundfunkanstalten, von Deutscher Welle, DeutschlandRadio usw. Nachdem die Finanzaufsicht BaFin gerade erst der Pensionskasse der Caritas verboten hatte Neugeschäft anzunehmen (offensichtliche Schieflage der Pensionskasse), so hört man ganz aktuell von der Pensionskasse unserer Öffentlich Rechtlichen, dass auch hier eine massive Schieflage vorherrschen muss.

Allgemein wird immer wieder gemurrt, dass die Betriebsrenten der ARD-Mitarbeiter sehr gut ausfallen sollen. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass die bbp mit zu den ersten gehört, bei der nun eine Schieflage auftritt? Offenbar können Leistungen nicht mehr in vollem Umfang bezahlt werden. Daher sei die bbp laut BamS bei einem betriebsinternen Stresstest auch durchgefallen. Laut einem Dokument der ARD werde die Pensionskasse gegenüber der BaFin in Kürze eine entsprechende Mitteilung machen.

Intern ist die Sprache von enormen Finanzrisiken für die ARD. Im Klartext: Durch die Nullzinsphase und vielleicht zu hohen Pensionen können die aktuellen Ansprüche der Bezieher nicht mehr komplett durch neu hereinkommende Gelder gedeckt werden. Denn die Verzinsung ist ja fast auf Null. Also muss wer für die Lücke aufkommen? Die Beitragszahler, so darf man es vermuten. Wenn die Pensionskasse ein Loch hat, muss der Betreiber der Kasse das Loch ausgleichen, also die ARD. Und weil die ARD ja eh schon Tag ein Tag aus rumjammert sie habe viel zu wenig Geld, werden die Löcher der Pensionskasse mutmaßlich dazu führen, dass das Drängen der ARD auf noch höhere Rundfunkbeiträge massiv zunehmen wird.

Die Rede ist von dreistelligen Millionenbeträgen, welche pro Jahr zusätzlich in die Pensionskasse der ARD gepumpt werden müssen. Was für wahnsinnige Zahlen. Was läuft da schief? Es ist schon merkwürdig, dass mit Caritas und ARD die beiden ersten Pensionskassen mit konkreten Problemen gerade solche Kassen sind, deren Betreiber nicht aus der freien Wirtschaft kommen, wo die Unternehmen unter dem Druck steht Gewinne erzielen zu müssen. Haben sich auch die Pensionskassen solcher nicht privatwirtschaftlicher Einrichtungen bislang ein zu einfaches Leben gemacht? Zu hohe Auszahlungen, zu wenig geachtet auf schwindende Erträge dank Nullzinsen? Die Zeche wird der Beitragszahler blechen dürfen. Macht die ARD nur genug Druck mit ihrer mutmaßlich kaputten Rentenkasse, werden die Bundesländer schon nachgeben und einen höheren Rundfunkbeitrag genehmigen, nicht wahr?

ARD Pensionskasse mit Finanzierungsloch
Das ARD-Logo. Gemeinfrei



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1 Kommentar

  1. Sollen Sie doch dem Rat von Friedrich (Kom)Merz folgen und in Aktien investieren. Hier kann man langfristig schließlich ja nur gewinnen und steuerfrei soll das Ganze auch noch sein. Die überdurchschnittlichen, quasi garantierten Gewinne könnten sogar genutzt werden, um die Zwangsbeiträge zu reduzieren. Am Ende würde man sogar den unfreiwilligen Investoren Dividenden auf die geraubten Gelder ausschütten. Schön, wenn man in der besten aller Welten lebt! ;)

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