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Argentinien schlittert immer tiefer in die Krise

Hannes Zipfel

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am

Argentinien gerät immer tiefer in die Schuldenspirale. Investoren, die dem Land Geld geliehen haben, müssen länger auf die Rückzahlung warten. Auch ein Staatsbankrott ist aus politischen Gründen nicht mehr auszuschließen.

Die Lage in Argentinien hat sich seit der Wahl im Herbst weiter verschlechtert

In letzter Zeit ist es in der Wirtschaftspresse wieder ruhiger geworden um die Schulden- und Währungskrise in Argentinien. Doch die Ruhe trügt. Weder bei der Landeswährung noch bei der Verschuldung hat sich etwas zum Besseren gewandelt – im Gegenteil: Obwohl der Internationale Währungsfonds (IWF) dem bankrotten Land seit zwei Jahren mit Hilfskrediten in Höhe von insgesamt 57 Mrd. US-Dollar zur Seite steht, ist Argentinien nicht in der Lage, seinem Schuldendienst nachzukommen. Der mitten in der Wirtschaftskrise Ende Oktober letzten Jahres neu gewählte peronistische Präsident, Alberto Fernández, lehnt die vom IWF geforderten Sparmaßnahmen und weitere Hilfen der supranationalen Organisation strikt ab.

Der Notkredit des IWF, immerhin der größte Hilfsbetrag in der 74-jährigen Geschichte der Sonderorganisation der Vereinten Nationen, half lediglich der Argentinischen Zentralbank (BCRA) den Absturz des Peso durch massive Interventionen am Devisenmarkt abzubremsen. Die BCRA hatte dafür selbst keine Reserven mehr übrig und war auf das Geld des IWF angeweisen. Doch die Markteingriffe allein hätten nicht ausgereicht, um den Kollaps der Landeswährung zu verhindern. Nur durch die Fixierung des Wechselkurses und drastische Devisenverkehrsbeschränkungen ab Anfang September gelang es der BCRA, den unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott abzuwenden.

Bereits Ende August letzten Jahres konnte der Anden-Staat fällige Darlehen über 101 Mrd. US-Dollar nicht zurückzahlen. Kurz nach Bekanntwerden der de facto Zahlungsunfähigkeit scheiterte zudem die Emission neuer Anleihen. Niemand, außer dem IWF, wollte Argentinien noch Geld leihen, nicht einmal für sehr kurze Zeit.

Argentinien Peso vs US-Dollar Chart

Besonders die hohen Auslandsschulden in US-Dollar, die Argentinien nach der Finanzkrise zu günstigen Zinsen und in einem Umfeld eines tendenziell schwachen US-Dollars aufgenommen hatte, belasten den Staatshaushalt. Als der US-Dollar begann, gegen den Argentinischen Peso aufzuwerten und die US-Notenbank Fed ab Dezember 2016 die Zinsen anhob, stieg die Schuldenlast von Argentinien auf ein nun untragbares Niveau an. Durch die Abwertung der Landeswährung und die starken Eingriffe der neuen Regierung in die Wirtschaft des Landes beschleunigte sich die Inflation zuletzt wieder auf eine Jahresrate von 53 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor´s bewertet die Bonität des Landes aktuell mit CCC- und damit die Staatsanleihen Argentiniens als hochspekulative Anlage mit „zu erwartenden Zahlungsausfällen“. Der Ausblick bleibt laut Ratingagentur „Negativ“.

Neue Zahlungsverzögerungen irritieren die Gläubiger

Am 17. Januar gab die neue argentinische Regierung Pläne für einen Schulden-Swap in Höhe von 214 Mrd. Pesos (3,6 Mrd. US-Dollar) bekannt, um im Februar und April fällige Zins- und Tilgungszahlungen aufzuschieben. Die Rückzahlung des Geldes soll nun erst am 18. September bzw. 22. Dezember 2020 erfolgen. Zusätzlich gab der vergleichsweise wohlhabende und bevölkerungsreichste Bezirk, die Provinz Buenos Aires, überraschend bekannt, eine am Ende dieses Monats fällige Zinszahlung auf Anfang Mai 2020 zu verschieben, was den Kurs der betroffenen Papiere zum Absturz brachte.

Die Initiative geht auf den neuen linken Gouverneur der Provinz Axel Kicillof zurück. Kicillof bildet auf Bundesebene über das Wahlbündnis Frente de Todos eine Koalition mit den regierenden Peronisten. Der 48 Jahre junge Politiker war von 2013 bis 2015 Wirtschaftsminister unter der ehemaligen Präsidenten Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, die nach den Wahlen im Oktober erneut zum politischen Schwergewicht in Argentinien aufgestiegen ist. Die Vizepräsidentin gilt als heimliche „Numero Uno“ und Einflüsterin ihres ehemaligen Kabinettsleiters und jetzigen argentinischen Präsidenten Alberto Ángel Fernández.

Die Initiative des Gouverneurs Kicillof droht das Klima der momentan stattfindenden Verhandlungen zwischen Argentinien und seinen Gläubigern zu vergiften. Insgesamt geht es um 100 Mrd. US-Dollar Schulden, die das Land restrukturieren möchte. Die ausländischen Gläubiger waren schockiert von dem Vorstoß Kicillof. Es war vereinbart worden, dass während der Verhandlungen alle fälligen Zahlungen an ausländische Gläubiger getätigt werden. Eigentlich sollten die Verhandlungen bis Ende März abgeschlossen sein. Doch das Vertrauensverhältnis ist nun erst einmal stark angeschlagen.

Fazit und Ausblick

Die Krise Argentiniens ist nur ein Symptom der globalen Überschuldungsproblematik, die auch Schwellenländer wie Brasilien und die Türkei betrifft. Am Ende werden die Gläubiger Zugeständnisse machen müssen, was einen Verzicht auf einen Teil des geliehenen Geldes bedeutet. Doch selbst mit einem Zahlungsmoratorium oder einem Teilverzicht der Gläubiger sind die wirtschaftlichen Probleme und die Überschuldung des Landes nicht gelöst. Die aktuellen Notmaßnahmen, also die Kapitalverkehrskontrollen, die Rationierung wichtiger Güter und die stark nationalistische Politik der Führung des Landes sind fast schon ein Garant für eine Verschlimmerung der wirtschaftlichen Lage bei dem ehemaligen ökonomischen Hoffnungsträger Lateinamerikas.

Obelisco in Buenos Aires
Der Obelisco in Buenos Aires. Foto: Sebastianalmaraz – CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    hans dampf

    30. Januar 2020 19:06 at 19:06

    war es nicht so, dass die finanzkrise 1929 auch von argentinien ausging?
    könnte es nicht sein, dass es diesmal genauso kommt?
    man hört nix in den nachrichten über die krise in argentinien, vielleicht weils bald scheppert?

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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am

Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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