Allgemein

Arten von Franchise Unternehmen

Falls ein Interessent sich überlegt, ein Franchise Unternehmen zu gründen, sollte er sich entscheiden, für welchen Typ des Franchise er sich entscheiden will. Daher werden in diesem Artikel die verschiedenen Arten eines Franchise Unternehmens vorgestellt.

Das Modell Voll-Franchise

Im Bereich der Franchise Unternehmen ist Voll-Franchise die gängigste Form. Es wird hierbei von dem sogenannten Regelfall in dem Gebiet des Franchising gesprochen. Zwar erwirbt der Franchise-Nehmer in Form einer Lizenz über den Franchise-Geber das Konzept und die Geschäftsidee des Franchise-Gebers, doch rechtlich sowie wirtschaftlich führt der Franchise-Nehmer den Betrieb selbständig. Ein Beispiel hierfür ist McDonalds.

Das Modell Shop-in-Shop-Franchise

Diese Form eines Franchise Unternehmens gibt es oftmals im Einzelhandel. Es handelt sich hierbei häufig um kleine Shops, welche sich in größeren Warenhäusern befinden. Sie besitzen ein festgelegtes Sortiment, das sie anbieten dürfen. Dabei ist der Vorteil bei einem solchen Franchising, dass der Interessent Franchise-Nehmer und zugleich Franchise-Geber sein kann, indem er je einen Shop-im-Shop in diesen Warenhausketten betreiben kann. Beispiele sind Bäckereien oder Metzgereien.

Das Modell Corporate-Franchise (Investitions-Franchising oder auch Groß-Franchising)

Der Franchise-Nehmer ist bei dieser Art eines Franchise-Unternehmens in der Regel eine Gesellschaft, die im Unternehmen selbst nicht tätig ist, dafür jedoch einen Geschäftsführer einsetzt. Nur für solche Personen kommt diese Form eines Franchise-Unternehmens in Betracht, die ein entsprechendes Kapital besitzen, denn gegenüber dem herkömmlichen Franchising ist der Kapitalaufwand hier sehr hoch. Der Franchise-Nehmer muss hier generell mit einem Investitionsaufwand von über 500.000 Euro rechnen. Zum Beispiel ist ein typisches Corporate-Franchise-Unternehmen Obi.

Das Modell Mini-Franchise (oder Abteilungs-Franchise)

Diese Form des Franchise-Unternehmens ist weniger bekannt und nicht die Regel. Lediglich für Unternehmer, die schon auf dem Markt bestehen, ist diese Form interessant. Solche Unternehmer wollen eventuell einen neuen Arbeitsbereich erschließen, das sie noch nicht besitzen. Der Unternehmer bildet eine eigene neue Abteilung. Für diese wird dann ein Vertrag bei einem Franchise-Unternehmen abgeschlossen.

Das Modell Conversion-Franchise

Zunächst beschreibt das Conversion-Franchise die Veränderung von den Filialen eines Franchise-Gebers in Unternehmen des Franchise-Nehmers, die eigenständig sind. Mit Conversion-Franchise wird allerdings ebenso die Aufnahme von zuvor unabhängigen Betrieben aus der gleichen Branche in ein Franchise-System beschrieben.

Franchise Unternehmen können jedoch ebenfalls nach dem Zusammenwirken von Franchise-Nehmer und Franchise-Geber bestehen. Bei dieser Art eines Franchise Unternehmens werden folgende Arten unterschieden:

– Partnerschafts-Franchising: Das Franchise-System wird bei dieser Form des Franchisings vom Franchise-Geber sowie vom Franchise-Nehmer weiterentwickelt. Hier treten beide Partner beim System als gleichberechtigte Unternehmer auf. Dabei ist dieses Partner-Franchising eher unüblich und wird nur selten angewendet.

– Subordinations-Franchising: Hier stehen Franchise-Geber sowie Franchise-Nehmer in einem Verhältnis der Über- und Unterordnung. Für diese Form eines Franchise Unternehmens sind einseitige Vorschriften von dem Franchise-Geber zum Außenauftritt und zum Absatzkonzept des Franchise-Systems bezeichnend. Es handelt sich bei den meisten Franchise-Systemen um Subordinations-Franchising.

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