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Artikel 13 Abstimmung vorverlegen? Empörung! Motto #CallEU

Claudio Kummerfeld

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Artikel 13 des EU-Urheberrechts sollte bisher in der Sitzungsperiode vom 25.-28. März im EU-Parlament abgesegnet werden. Kurz vorher am 23. März findet der EU-weite große Aktionstag gegen Artikel 31 statt. Die Befürworter machen keinen Hehl daraus, dass sie die Abstimmung am Liebsten schon gestern hätten durchführen wollen.

Artikel 13 Abstimmung vorverlegen?

Denn der Protest gegen Artikel 13 nimmt massiv zu. Je mehr Menschen demonstrieren und ihre Abneigung vor allem gegen die hauptverantwortliche CDU zeigen, desto mehr Angst könnten CDU-Parlamentarier in Brüssel bekommen, und möglicherweise doch nicht mit JA stimmen. Diese Angst geht wohl gerade um. Hauptverantwortlich für das angebliche Vorverlegen soll angeblich Manfred Weber von der CSU sein. Immerhin… Weber ist nicht irgendwer, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit der Nachfolger von Jean-Claude Juncker als Präsident der EU-Kommission. Sehen Sie dazu bitte folgende Videos.

#CallEU

Im folgenden Video ruft ein YouTuber dazu auf EU-Abgeordnete nicht anzumailen (aufgrund von wohl überquillenden Email-Postfächern), sondern sie anzurufen. Man erreicht sie zwar nicht direkt, aber ihre Mitarbeiter. Das wird wohl in der Tat eine viel bessere Wirkung zeigen als Emails zu schicken.

Gerade in Zeiten, wo doch CDU und SPD angeblich „gelernt“ haben, und wo sogar die CDU „Garagengespräche“ veranstaltet für mehr Bürgernähe und Diskussionskultur, da sollte man doch eigentlich glauben, dass vom Bürger „gelebte Demokratie“ erwünscht ist? Ja, gerade von jungen Menschen fordert die Politik doch seit Jahren mehr politisches Engagement.

Und bei keinem anderen Thema zeigt die Jugend aktuell mehr Interesse als zum Artikel 13 des EU-Urheberrechts. Und durch so eine mögliche Vorverlegung dieser Abstimmung zeigt die hohe Politik die blanke Verachtung jeglicher Kritik. Man will die Kritik einfach zeitlich überholen und somit austricksen. Am Ende des Tages könnte das der CDU viele Stimmen kosten. Vor allem in den nächsten Jahren, wenn von der „Generation YouTube“ mehr und mehr Jugendliche die 18 Jahre-Grenze überschreiten, dürfte dieses aktuelle Verhalten immer mehr zu Lasten der CDU gehen bei zukünftigen Wahlen.

Auch wenn man jetzt als Außenstehender oder vermeintlich Unbeteiligter meint, dass das doch alles nur rechtliche Kleinigkeiten sind oder verfahrenstechnische Sachen. Hier geht es darum, dass die Politik etwas durchdrücken will gegen eine große Zahl von Menschen, die unmittelbar davon betroffen ist. Und diese Masse von Menschen wird von der Politik ignoriert, diffamiert, für dumm erklärt, oder man tut sogar so, als seien diese Kritiker gar keine realen Menschen, sondern Computerprogramme, die von Google gesteuert werden.

Wir können wie einige andere Presseorgane auch nur unseren Teil dazu tun und zum Protest aufrufen, jetzt mehr denn je. Am besten Hörer in die Hand nehmen und anrufen, bitte! Hier noch ein paar unserer vorigen Berichte zu Artikel 13 zum Vertiefen in die Materie. Einfach anklicken.

Das Grundproblem.

Die Quadratur des Kreises.

Kritiker verbreiten angeblich FAKE NEWS.

Eine einfache Problemlösung.

Manfred Weber will offenbar früher über Artikel 13 abstimmen lassen
CSU-Mann Manfred Weber will wohl Artikel 13 möglichst schnell in Brüssel durchbringen, genau wie sein CDU-Kollege Axel Voss. Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Judgement Kazzy

    5. März 2019 17:06 at 17:06

    Bei mir is die CDU endgültig unten durch.
    Erst die Scheiße in Chemnitz und jetzt das.
    Wird Zeit dass man altes raus und neues reinkommt.
    Is ja nich mehr zum anschauen.

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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Konsumklima und Kaufverhalten im Oktober – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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Einkaufswagen

Die Coronakrise nimmt wieder mehr Fahrt auf. Deutschland hat mehr täglich Neuinfizierte als noch im Frühjahr, und die Restriktionen im Alltag nehmen wieder zu. Der selbe Reflex wie im Frühjahr zeigt sich aktuell bei den Verbrauchern – aber offenbar noch nicht im selben Ausmaß. Das kann man gut ablesen im Konsumklima und im Kaufverhalten der Deutschen. Heute früh wurden Daten zu Konsumklima und Kaufverhalten für Oktober veröffentlicht.

Konsumklima

Das einmal im Monat veröffentlichte GfK-Konsumklima zeigt heute früh, dass der Optimismus der deutschen Verbraucher im Oktober spürbar schwindet. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen demnach aktuell davon aus, dass COVID-19 eine große bziehungsweise sehr große Bedrohung darstellt, und etwa die Hälfte macht sich große beziehungsweise sehr große Sorgen, wenn es um die persönliche Zukunft geht. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert GfK für das Konsumklima für November 2020 einen Wert von -3,1 Punkten, und damit 1,4 Punkte weniger als im Oktober dieses Jahres. Gut sichtbar ist der Abwärtstrend im Konsumklima im folgenden Chart. Ein Balken steht für einen Monat.


source: tradingeconomics.com

Kaufverhalten

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Daten zum Kaufverhalten in Deutschland veröffentlicht. Man hat sich die Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 angeschaut, und mit früheren Zeiträumen verglichen. Wegen der steigenden Infektionszahlen ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teils deutlich gestiegen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier waren vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Der Absatz von Desinfektionsmitteln lag knapp drei Viertel (+72,5 %) und der von Seife knapp zwei Drittel (+62,3 %) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Die Grafik, die bis ins letzte Jahr zurückreicht, zeigt: Die Panikkäufe im Frühjahr waren deutlich heftiger als heute, aber der Trend zum Kauf bestimmter Waren geht aktuell bergauf.

Chart zeigt Kaufverhalten vor und während der Coronakrise

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker:

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich. In der 42. Kalenderwoche zog nun auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln an. So stieg der Absatz von Mehl verglichen mit dem Vorkrisen-Durchschnitt um mehr als ein Viertel (+28,4 %) und der Absatz von Hefe um mehr als ein Drittel (+34,8 %). Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln waren hingegen leicht unterdurchschnittlich (-0,2 %).

Statistik zeigt Kaufverhalten für einzelne Produkte

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