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Axel Voss als Initiator von Artikel 13 denkt über Verbot von YouTube nach

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Was? Kann das sein Ernst sein? Offenbar schon! Jetzt gibt CDU-Mann Axel Voss, der Initiator von Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts, jegliche Zurückhaltung auf. Heuchelei oder eine bisherige bewusste Falschinformation der Öffentlichkeit kann man ihm aktuell durchaus vorwerfen. Aber schauen wir uns mal genauer an, was er in aktuellen Interviews gesagt hat.

Uploadfilter unter Artikel 13 laut Axel Voss auf einmal doch notwendig?

Gebetsmühlenartig hatte Axel Voss in den letzten Wochen bestritten, dass es unter Artikel 13 Uploadfilter geben werde. Sie wären ja auch gar nicht im Gesetzestext erwähnt, und seien überhaupt nicht notwendig. Jetzt aber spricht Herr Voss auf einmal Klartext. So sagt er, dass man es bei großen Plattformen wie bei YouTube ohne eine technologische oder softwaregestützte Haltung gar nicht anders werden schaffen können. Gemeint sind hiermit die Uploadfilter, um das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte auf Plattformen wie YouTube zu verhindern. Ach, sieh an. Auf einmal ist ihm ein Lichtlein aufgegangen, dass es gar nicht anders funktioniert? Oder hat er wochenlang die Öffentlichkeit belogen?

Unter Artikel 13 YouTube verbieten wäre eine Möglichkeit für Axel Voss

Und jetzt hat Axel Voss endgültig den Vogel abgeschossen. So sagte er auch, dass YouTube ein Geschäftsmodell mit dem (urheberrechtlich geschützten) Eigentum anderer Menschen kreiert habe. Falls es die Absicht von YouTube sei Menschen freien Zugang zu urheberrechtlich geschützten Arbeiten zu geben, dann sollte man darüber nachdenken, ob diese Art von Geschäftsmodell noch weiter existieren sollte. Im Klartext: Wenn Artikel 13 in Kraft ist, könnte man auch darüber nachdenken YouTube abzuschaffen. Ist ja eh nur eine Horde krimineller Copyright-Verletzer, stimmt´s, Herr Voss? Zitat Axel Voss:

„They have created a business model with the property of other people – on copyright protected works. If the intention of the platform is to give people access to copyright protected works then we have to think about whether this kind of business should exist. The new legislation is improving the situation for the European creators industry.“

Mal ehrlich. Ist der gute Mann noch ganzbei Trost? Ist ihm gar nicht klar, dass der überwiegende, weit überwiegende Teil der Inhalte bei YouTube von Content-Creatern tagtäglich mühsam selbst produziert wird? Dass hunderttausende Menschen von YouTube leben? Da fehlen einem echt die Worte. Aber das Gute daran ist, dass Axel Voss nun endlich seine Maske hat fallen lassen. Bisher hieß es von ihm ja immer, dass doch unter Artikel 13 alles genau so bleiben werde wie bisher. Die ganze Aufregung der (schlecht informierten und verblendeten Kids?) sei doch völlig übertrieben. Aber so langsam lässt er durchblicken, welch Geistes Kind er ist!

Jetzt gilt es um so mehr: Demonstrieren! (hier die Übersicht der aktuellsten Demos) Bis zum 25. März ist noch Zeit, denn dann beginnt im EU-Parlament in Brüssel die Sitzungsperiode, wo über Artikel 13 abgestimmt wird. Und vor allem Parlamentarier anrufen, ansprechen, oder anmailen (bitte nicht mit standardisierten Emails). Sehen Sie bitte auch das brandaktuelle Video zum großen Rundumschlag von Axel Voss von Deutschlands wohl bestem Nachrichten-YouTuber HerrNewstime.

Axel Voss will Artikel 13 unbedingt durchsetzen
CDU-Mann Axel Voss im EU-Parlament ist Initiator der Urheberrechtsverschärfungen nach Artikel 13. Foto: Sebastiaan ter Burg CC BY 2.0

15 Kommentare

15 Comments

  1. md

    13. März 2019 19:57 at 19:57

    ich will ja nicht hämisch klingen, :)))
    aber kommen hier türkische verhältnisse auf oder bin ich im falschen film. :)))
    erdogan lässt grüßen. ach ja drüben ist nur wiki verboten. youtube geht noch. soviel verbot wäre zuviel des guten. :))
    sorry aber ich kann nicht anders, ich muss lachen

    • leftutti

      13. März 2019 23:03 at 23:03

      @md, Schuld sind sicherlich wie immer die Grünen, wäre das nicht so, müsste sogar ich über die macht- und herrschaftsgeilen Jammergestalten Voss und Erdogan lachen. Sie als Deutschtürke freuen sich, dass in beiden Ihrer „Mutterländer“ irgendwelche Despoten und Zensoren der freien Meinungsäußerung Oberwasser gewinnen. Eigentlich sollte man darüber traurig oder besorgt sein, statt hämisch zu jubilieren. All das klingt eher nach AfD-Populismus: Gebrüll statt Lösungen.

      Bald sind Europawahlen: #niemehr CDU/CSU, niemehr SPD, #niemalsAfD

      • Peter

        3. April 2019 22:45 at 22:45

        Die einzige Rettung ist die AFD. Sie sollten sich mal deren bundestagsreden anhören… ruhig und sachlich

        • leftutti

          4. April 2019 11:22 at 11:22

          …außer sie verlassen mal wieder geschlossen beleidigt den Saal.

        • Kenguru

          4. April 2019 12:05 at 12:05

          Reichlich unsensibel so kurz nach einer Spendenaffäre plumpe Parteiwerbung in einem Wirtschaftsforum zu platzieren.

  2. Rationaller Johhny

    14. März 2019 11:56 at 11:56

    Die Welt besteht nicht aus der EU, wenn das wirklich durchkommt wird Google ihre server in die USA und Grossbritannien verlegen samt Arbeitsplätze. Den die grenzen der EU enden an der französischen Küste.

  3. Diana

    14. März 2019 14:55 at 14:55

    CDU/CSU Vorschläge/ Umsetzungen der letzten Zeit:

    -Erweiterung der polizeilichen Befugnisse

    -Abschaffung des DarkNet (Vor allem wichtig für Journalisten und Whistleblower durch die gegebene Anonymität)

    -Härtere Gangart und erweiterte Gesetzte gegen Whistleblower

    -Uploadfilter die die Meinungsfreiheit mindern (nicht abschaffen aber auf jeden Fall minimieren)

    -Abschaffung von YouTube und ähnlichen Seiten (eine der wichtigsten und schnellsten Möglichkeiten zur Verbreitung von Nachrichten)

    Ich kaaaaaann mir nicht helfen, aber die Richtung die die CDU/CSU einschlägt… Hmm, das Gesamtbild spricht für sich

    • leftutti

      14. März 2019 15:44 at 15:44

      @Diana, die Richtung, welche die CDU/CSU einschlägt ist genau die, die sie auch schon vor 40 Jahren verfolgt haben. Bei den ach so christlichen Parteien hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert. Nur manchmal fahren sie einen verbal politisch korrekteren Kurs, der nicht gleich auf den ersten Blick so offensichtlich ist. Und manchmal gibt es Phasen oder Personen (FJS, Zimmermann, Beckstein, Kohl, Gauweiler, Geißler & Konsorten), bei denen die ganze schwarze Seele für jeden offensichtlich zum Ausbruch kommt.

      Sie haben völlig Recht, seit einiger Zeit (seit Merkel ihr politisches Ende ankündigt hat?!), sind verstärkt innenpolitische Radikalisierungstendenzen ganz offen erkennbar.

  4. Michael

    14. März 2019 16:56 at 16:56

    Vielleicht sollte ihm mal jemand stecken, dass es gar keine aktiven Uploadfilter gibt und diese auch technisch nicht realisierbar sind ?
    Irgendwelche „ich wünsch mir was“-Gesetze oder fortwährendes Herbeireden wird daran auch nichts ändern. Da kann er sich auch mit Youtube anlegen und eine blutige Nase holen, das ändert doch auch alles nicht die Realität.

    • Michael

      14. März 2019 18:12 at 18:12

      @Michael, Sie verwenden denselben Nickname wie ich. Würde es Ihnen aus Gründen der Unterscheidbarkeit etwas ausmachen, diesen zukünftig etwas abzuändern? Ansonsten wird es verwirrend für die Leser.

      • ms

        14. März 2019 21:51 at 21:51

        @Michael: kein Problem.

        Noch zum Beitrag: Da es scheinbar keine belastbaren Zahlen zu den vermeintlichen Urheberrechtsverstößen bei Youtube gibt, er aber behauptet, dass deren Geschäftsmodell nur darauf aufbaut, der tiefere (Un)Sinn dieses Gesetzes auch speziell darauf zielt, könnte Youtube rechtliche Schritte dagegen prüfen.

  5. Dude

    14. März 2019 17:50 at 17:50

    Guter Witz. U made my day! Thx!

  6. helmutn

    15. März 2019 07:20 at 07:20

    Zuallererst ist es mal „Mutti“ die sich verantwortlich für die Verbotsorgien zeichnet und für alle anderen Verwerfungen wie Rechtsbrüche,Rechtsbeugungen ect. denn Leute wie Voßkuhle und Haldenwang gehen wohl auf ihr Konto.

    • leftutti

      15. März 2019 12:51 at 12:51

      @helmutn, ich glaube, so einfach ist es nicht, dass man die Verantwortung immer dem Staatsoberhaupt zuschieben kann. In Amerika mag das der Fall sein, aber hierzulande kann die Kanzlerin nicht so einfach ihren Hunden und Schergen den Mund verbieten. Vor allem dann nicht, wenn sie sich in einer geschwächten Position befindet.
      Wenn beispielsweise die CSU irgendwelche Alleingänge und Vorstöße in Angriff nimmt (siehe z.B. Glyphosat), kühlt schlimmstenfalls die Stimmung zwischen Bayern und Berlin ab, ab mehr kann Mutti da nicht machen. Und wenn MdEP Vossibär seine One-Man-Show abzieht, kann sie ihn nicht aus dem Europäischen Parlament schmeißen, in das er demokratisch gewählt wurde.

      Unabhängig mal davon, dass die rabenschwarze Partei seit jeher Tendenzen zur totalen innenpolitischen Überwachung an den Tag legt und natürlich diesen Wahnsinn ohnehin vollkommen unterstützt.

      Ex-NSDAP-Mitglied, Meineidbauer „Old Schwurhand“, Verschärfer des Demonstrationsstrafrechts, Einschränker des Datenschutzes, Komplettversager beim Krisenmanagement des Reaktorunfalls in Tschernobyl und nicht zuletzt Ex-Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann wird ob dieser Maßnahme vor Freude im Grab hüpfen.

  7. Gamble

    19. März 2019 16:35 at 16:35

    Dann wird youtube im Darknet aufgezogen…cu there

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Aktuell: Ursula von der Leyen mit hauchdünner Mehrheit neue EU-Kommissionspräsidentin

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Vor wenigen Augenblicken wurde das Abstimmungsergebnis im EU-Parlament verkündet. Ursula von der Leyen wird neue EU-Kommissionspräsidentin. Sie erhielt 383 JA-Stimmen, gerade mal 9 Stimmen mehr als benötigt. Es gab 327 NEIN-Stimmen, 23 Enthaltungen und 1 ungültige Stimmen. Die Aussagen der Parlamentarier in den letzten Stunden haben es klar gemacht. Vor allem Konservative und Liberale haben Ursula von der Leyen die Mehrheit gesichert, zusammen mit Teilen der Sozialdemokraten.

Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen. Foto: Dirk Vorderstraße CC BY 3.0

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über „kenntnisfreie“ von der Leyen und die „verurteilte“ Christine Lagarde

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Es muß ja ein Fest sein für einen Satiriker wie Martin Sonneborn, die Dinge auf politischer Ebene der EU aus der ersten Reihe beobachten zu können. Bekanntlich gelang Sonneborn mit „Die PARTEI“ (deren Bundesvorsitzender er ist) der Wiedereinzug ins EU-Parlament – und das mit deutlich mehr Stimmen als im Jahr 2014 bei der letzten Europawahl.

Und das nutzte Sonneborn heute in einer Philippika über von der Leyen. So auch gegen die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde und einige andere neue designierte Verantwortungsträger der EU

Martin Sonneborn mit ungewöhnlichem Outfit
Sonneborn in Stauffenberg-Verkleidung mit Parteikollege Nico Wehnemann auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Von Ptolusque – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73580794

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Automatisierung: „Job-Kahlschlag konnte immer kompensiert werden“ – auch dieses Mal?

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Tochter der Bundesagentur für Arbeit, hat heute in einer Studie darauf hingewiesen, dass die seit den 70er-Jahren stattgefundene Automatisierung von der deutschen Volkswirtschaft gut verkraftet worden sei. Es seien in anderen Bereichen ausreichend neue Arbeitsplätze geschaffen worden, um die Arbeitslosen aus den wegbrechenden Industrien aufzufangen. Auf längere Sicht betrachtet entstanden etwa in dem Maß, wie Arbeitsplätze abgebaut wurden, auch neue, so das IAB. Technischer Fortschritt habe in Deutschland bislang nicht zu weniger Arbeit geführt, sondern zu einer Umschichtung von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften. Aber die Automatisierung kennt doch eine Verlierer-Gruppe. Und siehe da, welche ist das? Zitat IAB:

Für Hochqualifizierte seien sogar mehr Arbeitsplätze hinzugekommen als verschwunden, so die IAB-Forscher. Für Geringqualifizierte sind den Forschern zufolge dagegen weniger Stellen entstanden als abgebaut wurden. Die technologische Entwicklung war also verbunden mit einer qualitativen Veränderung des Bedarfs an Arbeitskräften: Die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist gestiegen, die Nachfrage nach Geringqualifizierten hat abgenommen. Die zunehmend besser ausgebildeten Arbeitskräfte konnten vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Gleichzeitig wuchs ab den 70er Jahren lange Zeit die Arbeitslosigkeit bei den Geringqualifizierten.

Bezogen auf die aktuelle Digitalisierungsdebatte („Wirtschaft 4.0“) erwarten die Forscher, dass auch dieses Mal das Beschäftigungsniveau in Deutschland unterm Strich nicht sinken werde. Man prognostiziere allerdings große Umbrüche. Durch die Digitalisierung würden rund 1,5 Millionen Stellen wegfallen, jedoch in ähnlichem Umfang auch neue entstehen. Dass neu entstehende Arbeitsplätze oft ein anderes Anforderungsniveau aufweisen als die weggefallenen Arbeitsplätze, sei mit ein Grund, dass es immer ein bestimmtes Maß an Mismatch-Arbeitslosigkeit gebe. Qualifizierung sowie professionelle Beratung und Vermittlung seien deshalb von zentraler Bedeutung, damit die Beschäftigten mit den Herausforderungen der Digitalisierung schritthalten könnten, so das IAB.

Tja, wird also alles so „rosig“ weitergehen wie bisher? Die Frage aller Fragen, die niemand im Vorhinein beantworten kann, lautet: Ist die nun beginnende Welle von Automatisierung und Digitalisierung überhaupt zu vergleichen mit dem Strukturwandel in den 70ern und 80ern? Oder werden die Kahlschläge in Unternehmen und ganzen Branchen viel schlimmer als jemals zuvor sein? Schaut man zum Beispiel auf Banken und vor allem Versicherungen, dann werden dort ganze Abteilungen platt gemacht und durch Algorithmen ersetzt, oder ins billigere Ausland verlagert. Können wirklich so viele neue Jobs für App-Entwickler, Software-Ingenieure und E-Auto-Konstrukteure entstehen, wie in „alten“ Industrien wegfallen? Da müssten auch wir raten.

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