Wenn der global entscheidende Ausrüster für Chipfabriken glänzende Quartalszahlen präsentiert, dann darf der geneigte Börsianer daraus den Schluss ziehen, dass Chiphersteller gut laufende Geschäfte haben, weil sie bei ASML mehr Produktionskapazitäten bestellen! Vor wenigen Minuten hat der niederländische Hersteller ASML seine Quartalszahlen präsentiert, die überzeugen. Ebenso überzeugt der Ausblick!
Kurz zu den Umsätzen und Gewinnen im zweiten Quartal: Der Umsatz im letzten Quartal lag bei 7,69 Milliarden Euro nach 6,24 Milliarden Euro im Vorjahresquartal (für heute erwartet 7,50). Den Jahresumsatz sieht ASML um 15 % gegenüber 2024 ansteigen. Der Nettogewinn im letzten Quartal lag bei 2,29 Milliarden Euro gegenüber 1,57 Milliarden Euro im Vorjahresquartal (für heute erwartet 2,04).
ASML-Auftragseingänge übertreffen Erwartungen nach KI-Investitionen
Bloomberg meldet aktuell: Die Aufträge von ASML im zweiten Quartal übertrafen die Erwartungen, nachdem der Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz die Nachfrage nach den hochentwickelten Chip-Fertigungsmaschinen des Unternehmens ankurbelte. Das niederländische Unternehmen gab heute früh in einer Erklärung bekannt, dass es in diesem Zeitraum Aufträge im Wert von 5,5 Milliarden Euro verbuchen konnte. Die durchschnittlichen Schätzungen von Analysten in einer von Bloomberg zusammengestellten Datenerhebung lagen bei 4,8 Milliarden Euro.
ASML, zu dessen Kunden Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Intel zählen, wird von den Investitionen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren profitieren, da es das einzige Unternehmen ist, das Extrem-Ultraviolett-Lithografiegeräte herstellt. Diese Technologie wird für die Produktion der modernsten Chips von Nvidia benötigt, die das Rückgrat eines Großteils der geplanten KI-Infrastruktur bilden.
„Mit Blick auf 2026 sehen wir, dass die Fundamentaldaten unserer KI-Kunden weiterhin stark sind“, sagte Christophe Fouquet, Chief Executive Officer, in der Erklärung. „Gleichzeitig sehen wir weiterhin zunehmende Unsicherheiten aufgrund makroökonomischer und geopolitischer Entwicklungen. Daher können wir, obwohl wir uns weiterhin auf Wachstum im Jahr 2026 vorbereiten, dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen.“
FMW/Bloomberg
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