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Athen: Tsipras-Besuch in Moskau nicht wegen Finanzhilfen

Redaktion

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am

Von Markus Fugmann

Der Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Moskau am 08.April werde nicht genutzt, um über finanzielle Hilfen Russlands an Griechenland zu beraten. Das sagte heute Morgen ein Regierungssprecher in Athen. Zuvor war spekuliert worden, dass sich die Athener Regierung durch den zeitnah auf den EU-Gipfel folgenden Besuch von Tsipras in Moskau eine Hintertür offenhalten wolle, sollten die Verhandlungen Griechenlands mit ihren Gläubigern scheitern.

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Foto von: „Alexis Tsipras Komotini cropped“ von Alexis_Tsipras_Komotini.jpg: Joannaderivative work: Lapost (talk) – Alexis_Tsipras_Komotini.jpg. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alexis_Tsipras_Komotini_cropped.jpg#/media/File:Alexis_Tsipras_Komotini_cropped.jpg

Am Rande des EU-Gipfels wird es zu einem Treffen zwischen Tsipras, Merkel, Hollande, Juncker und Draghi kommen. Im Vorfeld des am morgigen Donnnerstag beginnenden EU-Gipfels hat der Präsident der Eurogruppe, Dijsselbloem, erneut bekräftigt, dass weitere Finanzhilfen nur erfolgen könnten, wenn Athen konkrete Reformmassnahmen beschliesse: „Der Druck auf Athen wächst“ so Dijsselbloem in einem Fernsehinterview des niederländischen Sender RTL Niuews. Die finanziellen Reserven Griechenlands würden Tag für Tag weiter abschmelzen. Die Athener Regierung warf Dijsselbloem daraufhin vor, mit derartigen Äusserungen seine Kompetenzen zu überschreiten.

In einem Interview mit „Die Welt“ hat der EU-Währungskommissar und ehemalige französische Finanzminister Moscovici vor einem Grexit gewarnt:

„Der Euro ist mehr als nur ein System fester Wechselkurse, er ist eine Einheitswährung. Wird ein Teil davon herausgebrochen, nimmt der Währungsraum als ganzes Schaden, weil seine Integrität infrage gestellt wird.“

Und weiter:

„Wir werden Griechenland nicht zu jedem Preis in der Euro-Zone halten, sondern zu strikten Bedingungen, die für beide Seiten akzeptabel sind.“

Ander sieht das der Wirtschaftsweise Christoph M. Schmidt in einem Gespräch mit der Redaktion der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:

„Nach all den Reformen der Architektur des Euroraums und angesichts des Engagements der EZB wäre für die übrigen Euro-Staaten ein Grexit wohl verkraftbar“.

Gefährlicher als die ökonomischen Folgen eines Grexits sei die Möglichkeit, „dass politische Strömungen, die vermeintlich leichte Auswege aus der Krise versprechen, in Europa mehr Zulauf erhalten könnten, wenn man zulassen sollte, dass die vertraglichen Vereinbarungen der Rettungspakete ohne Konsequenzen einseitig aufgekündigt werden“.

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