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Athener Börse: Anflug von Panik

Von Markus Fugmann

Der Finanzmarkt in Athen reagiert mit Verunsicherung auf die gestrige Zahlungsverschiebung an den IWF. Nachdem die griechische Regierung gestern Abend die Bündelung der Rückzahlungen für den Juni am Ende des Monats bekannt gegeben hatte, geraten die Anleihemärkte und der Aktienmarkt in Athen unter Druck. Da verpufft die Nachricht, dass die Target2-Forderungen der deutschen Bundesbank erstmals seit Längerem wieder gefallen sind (von 532 auf nun 526 Milliarden Euro).

In Athen fällt der Leitindex um 3%, der Bankenindex verliert 6,5%. Vielleicht noch wichtiger: die Rendite für die 2-jährige Anleihe Griechenlands steigt um 2,6% auf nun über 24%, etwas weniger stark fällt der Anstieg der 10-jährigen Anleihe aus, die um 0,5% auf knapp über 11% steigt.

Damit spiegeln die Anleihemärkte Griechenlands die gestiegene Pleite-Wahrscheinlichkeit des Landes wider. Die Aufschiebung der IWF-Zahlung bis Ende des Monats ist der erste Kreditausfall für den IWF seit Mitte der 1980er-Jahre.

Trotz der großen Nervosität der Finanzmärkte, wird das Thema Griechenland beim heutigen G7-Treffen allenfalls am Rande zur Sprache kommen. Ein Sondertreffen ist nicht geplant. Heute soll es jedoch zu einer Fortsetzung der Gespräche kommen zwischen Tsipras und Spitzenvertretern der Gläubiger, vermutlich unter Beteiligung der IWF-Chefin Lagarde und EZB-Chef Draghi.



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