Aktien

Athener Börse: faktisch können nur noch Ausländer kaufen

Von Markus Fugmann

Athen Börse hat mit dem größten Tagesverlust in ihrer Geschichte eröffnet. Und es gibt nicht eben sehr viel Hoffnung, dass die Märkte wieder steil nach oben gehen in den nächsten Tagen. Der Grund: die Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland.

So dürfen Griechen von ihren Handelskonten bei griechischen Banken nur maximal 60 Euro pro Tag abheben. Das bedeutet: auch für Aktienkäufe stehen nur 60 Euro pro Tag zur Verfügung. Aktienkäufe sind damit praktisch nur noch auf folgenden Wegen möglich:

1. Griechen können nur Aktien mit Cash kaufen, das sie jenseits der Bank aufbewahrt haben oder das sie aus dem Ausland beziehen

2. Griechen können nur Aktien kaufen, wenn sie Gelder generieren durch den Verkauf anderer Aktien oder durch Dividendenausschüttungen von bestehenden Depots

3. Nach wie vor gilt das Verbot von Leerverkäufen an der Athener Börse

Ausländer hingegen können unbegrenzt Aktien kaufen und Gelder „exportieren“ oder „importieren“. Das bedeutet: der Aktienmarkt in Athen wird eine Veranstaltung von Ausländern! Aber ob die wirklich Lust auf Aktienkäufe haben? Viele Hedgefonds haben vor Monaten oder Jahren griechische Aktien gekauft (vor allem Bank-Aktien) – und müssen nun bluten..



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