Aktien

Athens Finanzmärkte unter Druck

Von Markus Fugmann

Die Finanzmärkte in Athen reagieren mit Verunsicherung auf das gestrige Scheitern des Eurogruppen-Treffens. So ziehen die CDS (Credit Default Swaps, Versicherungen gegen den Ausfall von Anleihen) deutlich an: so kostet die Versicherung für ein Paket von 10 Millionen Euro heute 1,814 Millionen Euro, gestern waren es noch 1,56 Millionen Euro.

Auch der Aktienmarkt ist unter Druck, der Leitindex in Athen verliert zeitweise knapp 5%, der Bankenindex verliert zwischenzeitlich knapp 10%. Auch die Renditen (=Risikoprämien) für griechische Staatsanleihen ziehen deutlich an: die maßgebliche 10-jährige Anleihe steigt gut 1% auf knapp 11%, die dreijährige Anleihe legt sogar über 4% auf nun gut 21% zu.

Am Mittwoch entscheidet die EZB über die Verlängerung der Notkredite an Griechenlands Zentralbank. Die griechische Regierung hatte vorgeschlagen, dass die EZB eine Art Brückenfinanzierung leistet – doch war die EZB an den gestrigen Gesprächen gar nicht beteiligt. Ohnehin ist der europäischen Notebank laut Statuten die direkte Staatsfinanzierung untersagt – gleichwohl hatte gestern Mario Draghi Sympathie für den deutlich entgegenkommenderen Vorschlag des Franzosen Moscovicic gezeigt, der dann jedoch in letzter Minute zurück gezogen und durch eine härtere Version ersetzt worden war.



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