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Auch das noch: Ben Bernanke wird Hedgefond-Berater

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Endlich ist es so weit: nachdem Ben Bernanke nach seinem Rückzug aus der Fed zum Blogger avancierte, wird er nun Berater des in Chicago ansässigen Hedgefonds Citadel Investment Group. Das berichtet die „New York Times“. Citadel verwaltet derzeit 25 Milliarden Dollar, Firmenchef Kenneth Griffin sagte in einem Statement euphorisch:

“We are honored to welcome Dr. Bernanke to Citadel. He has extraordinary knowledge of the global economy and his insights on monetary policy and the capital markets will be extremely valuable to our team and to our investors.” (zitiert nach New York Times)

Ob Ben Bernanke wirklich „extremely valuable“ für die Investoren werden wird, muss sich jedoch noch erweisen: die Fehl-Einschätzungen des ehemaligen Fed-Chefs sind Legion, besonders sein Optimismus für den amerikanischen Immobilienmarkt kurz vor Ausbruch der Finanzkrise wähnte viele Anleger in Sicherheit. Bernanke selbst hatte die Krise nicht kommen sehen – und dann mit einer ultralxen Geldpolitik den Startschuss für die totale Dominanz der Notenbanken an den Finanzmärkten eingeleitet.

Der ehemalige Notenbanker sagte gegenüber der „New York Times“, dass er mehrere Angebote von Banken abgelehnt und sich für Citadel entscheiden habe, weil der Hedgefond im Gegensatz zu den Banken nicht von der Fed reguliert sei:

“I wanted to avoid the appearance of a conflict of interest. I ruled out any firm that was regulated by the Federal Reserve.” (zitiert nach New York Times)

Ben Bernanke
(Foto: Federal Reserve)

Die Geld-Frage

Bernanke wird für seine Berater-Tätigkeit entlohnt, wollte jedoch keine genauen Angaben zu seinem Salär machen. Als Fed-Chef verdiente Bernanke 200.000 Dollar im Jahr – diese Summe kann er derzeit problemlos für einen einzigen Vortrag erhalten. Man darf Bernanke unterstellen, dass Geld nicht der vorrangige Antrieb für sein Engagement sein dürfte:

“I was looking for an opportunity to use my skills and knowledge.This is an interesting firm.”

Dabei hat der Wechsel von ehemaligen Notenbanker zu Hedgefonds oder Private Equity-Firmen in den USA kein „Geschmäckle“: So wechselte der ehemalige Finanzminister Timothy Geithner, der eine zentrale Rolle in der Finanzkrise spielte, zu Warburg Pincus, während der Vorgänger Bernankes, Alan Greenspan, als Berater für die Deutsche Bank und den Hedgefond Paulson & Co tätig war. Erst vor wenigen Wochen war das ehemalige Fed-Mitglied Jeremy Stein zum Hedgefond BlueMountain gewechselt.

Nach dem Rücktritt als Fed-Chef im Januar 2014 wechselt damit Ben Bernanke erstmals in die Privatwirtschaft. Sein Engagement für Citadel ist dabei nicht exklusiv – er kann vertragsgemäß jederzeit andere Berater-Tätigkeiten aufnehmen. Zum großen Glück für die ökonomisch tumbe Menschheit wird Bernanke auch weiterhin als Blooger bei der Brookings Institution fungieren, für die er auch regelmäßig als Redner auftritt.

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Aktienmärkte: Die schlechteste Woche des Jahres! Videoausblick

Saisonal gesehen beginnt für die Aktienmärkte nun die wohl schlechteste Woche des Jahres: zu 80% negativ nach dem September-Verfall in den letzten Jahren

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Saisonal gesehen beginnt für die Aktienmärkte nun die wohl schlechteste Woche des Jahres: die Handelswoche nach dem September-Verfall war in den letzten Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% negativ. Die Aktienmärkte in den USA haben nun drei Verlustwochen in Folge absolviert, und mit Blick auf die innere Struktur der Märkte gibt es noch nicht wirklich Anzeichen für eine schnelle Drehung nach oben. Gleichwohl gibt es auch für die Bullen die ersten Hoffnungs-Schimmer – allerdings könnte es noch etwas dauern, bis diese zum Tragen kommen. Die US-Futures etwas schwächer heute, Sorgen um neue Lockdowns und schwache Banken-Werte wirken zum Start der Woche belastend..

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Das für die Aktienmärkte wichtigste Ereignis ist heute der große Verfall – und es steht viel auf dem Spiel! Überlegungen zur Rally – und warum sie endete!

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