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Aufatmen Amerika! Donald Trump erklärt sich zum „stabilen Genie“

Das Skandalbuch des Jahres “Fire and Fury” über die gespenstische Berserkerei eines selten zurechnungsfähigen Präsidenten ist über Nacht zum Beststeller geworden: Autor Michael Wolff, der den Aufstieg und die Amtszeit von Donald Trump so brutal sezierte wie niemand vor ihm, kann sich über den ersten Platz auf den Bestsellerlisten von Amazon und Barnes & Noble freuen..

Markus Fugmann

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am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Das Skandalbuch des Jahres “Fire and Fury” über die gespenstische Berserkerei eines selten zurechnungsfähigen Präsidenten ist über Nacht zum Beststeller geworden: Autor Michael Wolff, der den Aufstieg und die Amtszeit von Donald Trump so brutal sezierte wie niemand vor ihm, kann sich über den ersten Platz auf den Bestsellerlisten von Amazon und Barnes & Noble freuen.

Das Buch ist in vielen Läden in New York und Washington ausverkauft, auch bei Barnes & Noble online kommt es bereits zu längeren Bestellzeiten von bis zu vier Wochen.

Trump wollte über seine Anwälte das, wie er sagt, “Lügen-Buch” verhindern lassen. Der Verlag Henry Holt ließ sich nicht einschüchtern, verlegte sogar den Verkaufsstart um vier Tage vor.

Seit Freitag ist das Tell-All, in dem 200 Insider das peinliche und gefährliche Chaos im West Wing beschreiben, in den USA erhältlich.

Debatte um Geisteszustand von Trump

Das Bombenbuch ist seit Tagen Top-Thema wegen der brisanten und oft auch skurrilen Enthüllungen über einen heillos überforderten Oberkommandierenden mit zerrütteter Ehe und dysfunktionaler Familie, umgeben von einer Tölpeltruppe an Beratern, die ihren Boss selbst für einen demeneten Vollidioten halten.

Das Buch löste eine bizarre Debatte um den Geisteszustand des mächtigsten Politikers der Welt aus.


Foto: whitehouse.gov

Wie immer machte Trump selbst als noch viel schlimmer. Samstagmorgen erklärte er sich via Twitter zu einem “stabilen Genie”.

Zynisch formuliert: Man kann also aufatmen.

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    frank

    8. Januar 2018 13:01 at 13:01

    auf Wikileaks gibts das Buch kostenlos…

  2. Avatar

    baeuerin

    9. Januar 2018 07:22 at 07:22

    Ich konnte seit Trumps Praesi-Antritt ,noch keinen einzigen pos.Bericht,seitens der dt.Medien lesen!
    Das sagt doch schon alles ueber den dt.vesifften,heuchlerischen Jourlnalismus
    aus incl.seinen GEZ Zwangs-Primaten!

  3. Avatar

    baeuerin

    9. Januar 2018 07:44 at 07:44

    Nochwas Fugi…
    ich lass mich hier von einem @Michael, nicht durch die Blume, als Nazi betiteln…indem er von Nazipropaganda meinerseits spricht!!!
    Lebt dieser Typ etwa am Waldrand im Keller??
    Die Maerkte sind das eine,das Volk die andere Seite…..
    Nehmt den Reichen die Kohle weg und verteilt sie an die Armen!!!

    • Avatar

      Gerd

      9. Januar 2018 10:20 at 10:20

      Und dann auch noch ausgerechnet von jemand, der nach ehemaliger Faschistenmanier ihm missbillige Personen (er nannte Trump) am liebsten in eine Nervenheilanstalt wegschließen möchte. Mir kommen nebulöse Geschichtserinnerungen. Ähnlich fing es vor 90 Jahren auch an.
      Bei Facebook und Twitter wäre so jemandes Account neuerdings schon längst gelöscht.

      • Avatar

        Michael

        9. Januar 2018 11:06 at 11:06

        @Gerd, @Bauer, mir scheint, dass bei Ihnen beiden eine auffällige Form der Paranoia, gepaart mit einer massiven Form von Wahrnehmungsstörungen bis hin zur totalen Realitätsverzerrung die Oberhand gewinnt (@Bauer, vielleicht liegt das am Schlafentzug wegen der Hitze). Ich habe weder irgendjemanden als Nazi betitelt, auch nicht durch die Blume. Ich habe geschrieben, dass ich die bis zur Hasstirade und Nazidebatte neigenden Kommentare erstaunlich finde und bezog mich damit auf einen Kommentar eines Lesers namens „oscar“, der je zwei Mal die Begriffe Nazi und Goebbels in die Diskussion einbrachte.

        Und was Trump angeht, habe ich lediglich an die Aussagen in dem Artikel von Herbert Bauernnebel angeknüpft, der da so schön schreibt: umgeben von einer Tölpeltruppe an Beratern, die ihren Boss selbst für einen dementen Vollidioten halten. Das Buch löste eine bizarre Debatte um den Geisteszustand des mächtigsten Politikers der Welt aus…. Außerdem habe ich für ihn als Alternative zur geschlossenen psychologische Anstalt auch den Knast in Aussicht gestellt ;) In Wonderland sitzen vermutlich Millionen wegen weit geringerer Vergehen in einer der beiden Anstalten…

        • Avatar

          baeuerin

          9. Januar 2018 11:27 at 11:27

          Danke Gerd..
          aber es ist leider schon soweit gekommen,dass man nicht mehr aufs EINGEMACHTE schaut…sondern nur noch auf Alltime Highs!

        • Avatar

          baeuerin

          9. Januar 2018 13:08 at 13:08

          Hr.Fugmann,
          solange sie den Traed nicht fair behandeln,haben sie Arbeit mit mir!
          siehe @Gerds wunderbarer treffender Post von 12:54 Uhr!!!
          Er schreibt sie ausfuehrlicher, als ich in Kurzform…
          Der Bayer spricht auch nicht jedes Wort vollstaendig aus oder?
          Ich verfasse meine Texte direkt und ohne Umschweifungen.

  4. Avatar

    Hobby-Politologe

    9. Januar 2018 10:49 at 10:49

    Man kann von Trump halten u.sagen was man will,
    Das VERRÜCKTE ist nur, dass der anscheinend VERRÜCKTE für sein Land weniger Schaden anrichtet als der sogenannte „GUTMENSCH “ Merkel oder das unstabile Genie.

  5. Avatar

    baeuerin

    9. Januar 2018 11:02 at 11:02

    Es waere FATAL,wenn sich die FMW,als „Anne Will & Illner“Manier entpuppen wuerde!
    Hr Fugmann,
    ich schreibe nur hier..aber das kann ich nat.ausweiten,um gegen FMW-Methoden,aufmerksam zu machen!
    Zwecks Zensur!!
    Ich dachte,sie sind ein Bayer..da herrschen bekanntlich andere REGELN!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. Januar 2018 11:08 at 11:08

      @bauerin, es geht hier nicht um Zensur! Es geht schlicht darum, dass sich Ihre Aussagen doch stets wiederholen und daher nur von begrenztem Interesse für andere Leser sind! Und vor allem: Sie schreiben schlicht zu viele Kommentare, was viele Leser (und mich auch!) einfach nervt! Es geht hier nicht um Zensur, sondern um Erkenntnis – und wenn Sie Kommentare bringen, die zu weiterer Erkenntnis beitragen, dann sehr gerne! Aber nicht immer die selbe Leier bitte!

      • Avatar

        Gerd

        9. Januar 2018 11:17 at 11:17

        @baeuerin, das wirst du jetzt zwar auch nicht zu lesen bekommen, weil es nicht freigeschaltet wird. Ich sage mal einfach tschüss.

        @FMW
        Wäre schön gewesen, wenn der Schreiber (ich) einen Hinweis bekommen würde, dass sein harmloser Kommentar nicht freigeschaltet wird. Besser noch warum – evtl. weil FMW sich beleidigt fühlt, dass ich sie mit einem Bibelspruch bedacht habe?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          9. Januar 2018 11:25 at 11:25

          @Gerd, was meinen Sie? Was passieren kann, ist dass ein Kommentar „durchrutscht“, also übersehen wird. Wir haben von Ihnen noch nie einen Kommentar gelöscht – nur den Hinweis vorhin, dass wir einen Kommentar von Ihnen übersehen haben, den wir dann sofort freigeschaltet haben, wodurch der Hinweis ja keinen Sinn mehr machte, weil er umgesetzt wurde!

          • Avatar

            Gerd

            9. Januar 2018 12:03 at 12:03

            @Markus Fugmann
            Ich bitte Sie höflich um Entschuldigung. Zu dem Fehlschluss kam ich, weil auch nach meinem „Hinweis“ mein Kommentar noch nicht online war – wie ich fälschlich angenommen hatte.

            Dabei ist er wohl aufgrund der Vielzahl von Kommentaren rasend schnell auf der seitlichen Rubrik durchgelaufen, so dass ich ihn zu keinem Zeitpunkt dort entdeckte. Weil er schon weg war, eh ich mich versah.
            Wie gesagt, sorry.
            Erlauben Sie aber, dass ich ihn noch einmal reinstelle, weil ich annehmen muss, dass auch fast niemand anders die Chance oder auch das Missvergnügen hatte, ihn lesen zu müssen.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            9. Januar 2018 12:07 at 12:07

            @Gerd, meinen Sie den Kommentar von ca. 10.10Uhr? Der ist online – aber Sie brauchen sich nicht zu entschudligen, es ist eben so, dass es durchaus eben viele Kommentare gibt und mal etwas übersehen werden kann, weil ich „nebenbei“ noch Artikel schreibe und recherchiere..
            also nichts für ungut – und gerne weiter mit Ihren Kommentaren!

      • Avatar

        baeuerin

        9. Januar 2018 11:24 at 11:24

        Ihre Erkenntniss bzw.die Mehrheit der User hier,kommt aber dann ziemlich spaet!
        Haette waere wenn….das ist doch keinen Pfifferling wert.
        Wo sind die Loesungen?
        Wenns dann zu speat ist,betreibt man dann nat.die Aufarbeitung!
        Sie berichten ueber kurzfristige Marktentscheidungen..ok gut so…aber ich bin nicht auf der Brennsupp“n daher geschwommen,was die Zukunft bringt!!
        Danach jammern,ist nicht meine ART.
        Wenn sie schon ueber Amerika,Asien berichten,dann sollte man auch die Mentaliaet deren bedenken!
        Nicht nur die DEUTSCHE,so wie es hier praktiziert wird!
        Was kann denn ich dafuer,wenn sie alle halbe Stunde ein neues Thema aufmachen(ist auch ok).
        Ok,wieviel Komment.darf ein User am Tag hier einstellen?
        Ich habe,im gegensatz zu euch.. 24 Std.Zeit..
        Ich werde Sie in Zukunft auf Wiederholungsaussagen daran erinnern!
        Sollte ich (wie schon oefters geschehen)einen ERKENNTNISREICHEN Post bzw.LINK hier einstellen,dann wird er geloescht und sie eroeffnen den gleichen Link als neue Rubrik!

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          9. Januar 2018 11:33 at 11:33

          @bauerin, einfach etwas Maß halten und die Kommentare dafür etwas Inhaltsreicher gestalten..

          • Avatar

            baeuerin

            9. Januar 2018 11:38 at 11:38

            Ok..aber bei manchen Aussagen hier,da kommt einem die Galle hoch..
            Sie sind damit NICHT gemeint!

  6. Avatar

    baeuerin

    9. Januar 2018 11:47 at 11:47

    Zusatz..
    Ich habe auch mal vor langer Zeit in die gesetzliche Rente einbez.
    und wir ALLE wurden dann um unsere Rentenpunkte beschissen.
    Man sieht es an den Tafeln!
    Die haben auch gearbeitet und noch viel haerter als heute der Neuzeit Deutsche.
    Siehe BITCOIN Millionaere!
    Damals hatte man (Frau)den Staublumpen in der Hand und heute ists der Computer..mit dem man seinen noch Wohlstand finanziert!
    Servus…

  7. Avatar

    Gerd

    9. Januar 2018 12:54 at 12:54

    Duplikat:
    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

    FMW veröffentlicht seine Artikel mitunter auf ziemlich provokante Art und Weise. Und auch der Inhalt ist mitunter nicht ohne.
    Nicht nur der aktuelle über ARD/ZDF – von wegen „Erpressung/Drohung/ Anspielung auf staatliche Abhängigkeit. (Würden die Öffentlichen ihrem eigentlichen Auftrag gerecht, würde sich auch kaum jemand so deutlich über Zwangsgebühren erzürnen)
    Nein, FMW bringt (erfreulicher Weise) sehr oft solche Artikel, mit dem sie den Finger in die Wunde legen und die oft konträr zu der veröffentlichten Meinung in Deutschland steht.

    Und bei den Artikeln handelt sich eben nicht nur ausschließlich um Themen, welche das Wirtschaftsgeschehen unmittelbar und direkt angehen.
    Es sind oftmals Berichte, die das Soziale und Politische ansprechen.
    Und folgerichtig rufen solche Berichte natürlich auch demgemäße Kommentare der Leser hervor, auch sehr kontroverse bzw. solche die ebenfalls provokativ rüberkommen.

    Und wenn einige Leser den Sturm nicht vertragen können, den FMW mit seinen Berichten initiiert, dann sei ihnen tatsächlich eher ein katholisches Bibelforum empfohlen (Sorry, für die Überspitzung).

    Aber vielleicht sind sie dann dort wenigstens auch höchst elitär unter Ihresgleichen, wo nicht nur das Wort „rural“ binnen kurzer Zeit dreimal verwendet wird, sondern bestimmt auch noch viele andere Fremdwörter, welche der Durchschnittsbürger (ich zumindest) noch nie im Leben gehört hatte.

    Und die Foristen, die glauben, solche sozialpolitische Themen könnten auf längere Sicht nicht auch Einfluss auf das Wirtschaftgeschehen ausüben, liegen sowieso falsch.
    Wolfgang und Bademeister ihr lasst das bei der Beurteilung der Finanzmarktentwicklungen scheinbar wohl auch außen vor. Dabei weiß ich ganz genau, dass ihr wisst, dass nicht nur Zinsen und Unternehmensgewinne die Kurse beeinflussen. Auf längere Frist sollte man auch solche Faktoren unbedingt im Auge haben. Wenn Deutschland – aus welchem Grund auch immer – mal „den Bach runtergehen“ sollte, sind auch die Unternehmensgewinne futsch.

    DUPLIKAT, edidiert.

  8. Avatar

    baeuerin

    9. Januar 2018 13:42 at 13:42

    Gerd,
    es geht ja nicht nur um provokante Berichte seitens der FMW,sondern auch um die teilw.witzigen Ueberschriften bzw.Begriffe,die ich auch wuenschenswert finde.
    Man haette genauso „Milchbubenrally“schreiben koennen,aber man besinnt sich nach Merklischer Art,halt auf das weibliche Geschlecht im 21 Jhr.
    Aber die Bibelsprache ist seit dem Ratzinger in DE gepraegter denn je…
    ….aber ein perfekt formulierter Post von Dir!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. Januar 2018 13:48 at 13:48

      @bauerin, Milchmädchen ist ein Traditionsmotiv und entstammt den Zeiten der Gebrüder Grimm! Halt also nix mit weibl. Geschlecht im 21.Jahrhundert zu tun..

      • Avatar

        baeuerin

        9. Januar 2018 13:59 at 13:59

        Also Hr Fugmann..wer denkt denn bei diesem Begriff „Milchmädchen“…zuerst an die Gebrueder Grimm,wenn man ihre Ueberschrifft liest?
        Ok..der Bauer/Baeuerin in der damaligen Zeit,weiss nat.den Begriff einzuordnen!
        Aber immer wieder schoen,dass man auch hier noch Historisch/Geschichtlich, etwas lernen kann…
        u.a.Die Neandertaler hatten wir letzte Woche auch schon hier zu Gast…
        Aber was waere ihr Traed ohne mich?
        Da wuerde die Geschichte untergehen wie eine Primel…
        Danke fuer die Aufklaerung!

    • Avatar

      Michael

      9. Januar 2018 13:57 at 13:57

      @Bauer, @Gerd, warum treffen Sie beiden sich nicht mal und knutschen dann ein bisschen rum? ;) Ist ja im 21. Jahrhundert unter Merkel nichts Verwerfliches mehr.
      Echt schon fast ekelhaft schleimig, wie nach jedem längeren gut formulierten, aber inhaltsarmen Kommentar von Gerd das große Lob aus Thailand folgt.
      Und der Schleim schlatzt schlitzig aus dem Schlund…

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        9. Januar 2018 14:39 at 14:39

        @Michael, gönnen Sie den beiden doch die Harmonie! Und wenden Sie sich dann wieder den interessanteren und wichtgigeren Dingen zu :)

        • Avatar

          Michael

          9. Januar 2018 15:00 at 15:00

          @Markus, werde ich machen. Ich war nur etwas genervt von der Flut an Troll-Posts, den falschen Unterstellungen und dem Zensurgeschwafel ;) Ganz heimlich hatte ich wohl gehofft, dass es im Neuen Jahr mit all dem Unsinn besser werden würde.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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