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Aufhebung des Ölexport-Verbots in den USA rückt näher

Von Claudio Kummerfeld

Bisher war es Produzenten nur sehr eingeschränkt erlaubt, bei vorheriger Sondergenehmigung bestimmte in den USA erzeugte Ölprodukte ins Ausland zu exportieren. Nachdem in den letzten Monaten u.a. Chefs von Ölkonzernen und sonstige Lobbyisten bei Präsident Obama vorstellig wurden, haben letzte Woche demokratische wie auch republikanische Senatoren einen gemeinsamen Gesetzentwurf im US-Kongress eingebracht, um das Ölexportverbot, das seit dem 1970ern existiert, ganz aufzuheben.

Dann könnten US-Produzenten ihre Rekordlagerbestände auf den Weltmarkt schmeißen und der Preis für US-Öl (WTI) würde wahrscheinlich steigen, da das Angebot auf dem US-Markt abnimmt. Hingegen würde das Nordseeöl (Brent) durch das höhere Angebot auf dem Weltmarkt leicht fallen, und am Ende würden sich beide Preise relativ nah beieinander wiederfinden.

Eine der Hauptinitiatoren für die Gesetzesinitiative ist die demokratische Senatorin Heidi Heitkamp aus North Dakota, wo das größte Frackinggebiet „Bakken“ liegt. Sie sagte es sei eine „dringende Notwendigkeit“ den Weltmarkt für Öl aus North Dakota zugänglich zu machen. Hier geht es wohl eindeutig um die Themen „volle Öllager“ und „zu viel Angebotsvolumen“ auf dem US-Markt. Mehrere Demokraten sind aber gegen die Aufhebung des Verbots, weil sie (berechtigterweise) befürchten, dass die Öl- und Benzinpreise in den USA steigen könnten, wenn in den USA produziertes Öl teilweise außer Landes verkauft wird (weniger Angebot = steigender Preis).

Tendenz: Die Befürworter der Verbotsaufhebung werden sich durchsetzen.



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