Ein Aufstand gegen Trump formiert sich: Mehr als 450 Ökonomen stellen sich demonstrativ hinter Lisa Cook, Gouverneurin der Fed. Hintergrund ist der Versuch des Präsidenten, Cook wegen unbelegter Vorwürfe aus dem Amt zu drängen – ein Schritt, der nicht nur die Unabhängigkeit der Zentralbank infrage stellt, sondern auch die Stabilität der amerikanischen Demokratie berührt.
Aufstand gegen Trump
Laut einem Bericht von Bloomberg stellen sich prominente Ökonomen hinter Fed-Gouverneurin Lisa Cook, nachdem Präsident Donald Trump sie aufgrund von Vorwürfen, sie habe Hypothekenbetrug begangen, entlassen wollte.
Mehr als 450 Ökonomen unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie Cook unterstützen und erklären, dass die Hürden für die Entlassung von Fed-Gouverneuren hoch seien. Gewählte Amtsträger sollten demnach von Maßnahmen und Äußerungen Abstand nehmen, die die Unabhängigkeit der Zentralbank untergraben.
Der am Dienstag veröffentlichte Brief enthält die Unterschriften der Nobelpreisträger Claudia Goldin, Paul Romer und Christina Romer, die als Vorsitzende des Wirtschaftsberaterstabs von Präsident Barack Obama fungierte, sowie die von Trevon Logan, einem Professor der Ohio State University, der gemeinsam mit Cook wissenschaftliche Arbeiten verfasst hat.

„Die jüngsten öffentlichen Äußerungen über Fed-Gouverneurin Cook – darunter Drohungen mit ihrer Entlassung und die Behauptung, sie sei bereits entlassen worden – gehen mit unbewiesenen Anschuldigungen einher”, schrieben die Unterzeichner. „Dieses Vorgehen gefährdet das Grundprinzip der Unabhängigkeit der Zentralbank und untergräbt das Vertrauen in eine der wichtigsten Institutionen Amerikas.” Auch die Märkte reagierten auf die Angriffe: Die Nachfrage nach sicheren Häfen nahm zu und der Goldpreis erreichte am Dienstag ein neues Rekordhoch.
Trump erklärte in einem Brief, den er letzte Woche auf Truth Social veröffentlichte, dass er Cook „mit sofortiger Wirkung“ entlassen werde. Grund dafür sind unbewiesene Vorwürfe, sie habe 2021 in einem oder mehreren Hypothekenkreditanträgen gelogen. Cook verklagte Trump, um gegen die Entlassung vorzugehen und ihren Posten zu behalten. Sie entgegnete, dass sich die Vorwürfe auf eine Zeit vor ihrem Amtsantritt beziehen und keinen „Grund“ für die Entlassung einer Fed-Gouverneurin darstellen.
Als sie 2022 von Präsident Joe Biden nominiert wurde, wurde Cook die erste schwarze Frau im Gouverneursrat der Fed. Ihre Amtszeit läuft erst 2038 aus.
Angriffe auf die Fed
Der Vorstoß des Präsidenten, sie aus ihrem Amt zu entfernen, ist der jüngste in einer Reihe von Angriffen gegen die Fed seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar. Mit diesen Angriffen will er die Zentralbank zu Zinssenkungen bewegen. Sollte es Donald Trump gelingen, Cook zu entlassen, hätte er die Möglichkeit, einen anderen Fed-Gouverneur zu ernennen. Dadurch könnte er die Mehrheit im siebenköpfigen Gremium erlangen und seinen direkten Einfluss auf den unabhängigen Zinsfestsetzungsprozess der Fed ausbauen.
Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von der ehemaligen Chefökonomin des Arbeitsministeriums, Janelle Jones, dem Professor der University of California, Berkeley, David Romer, sowie den ehemaligen Fed-Ökonomen Claudia Sahm und Julia Coronado.
„Wir stehen hinter Gouverneurin Cook und den institutionellen Schutzmaßnahmen, die seit langem die wirtschaftliche Stärke Amerikas untermauern”, heißt es in dem Brief.
FMW/Bloomberg
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Es sind alles „Dem-Okonomen“, es fehlt noch der „Nobelpreisträger“ Paul Krugmann, da „weiss man, was mat hat“. Übrigens, seit wann ist die FED unabhängig???.J.P.Morgen, Goldman Sachs, Bank of Amerika usw.stecken da ganz tief drinnen und wer ist Hauptaktionär dieser Banken???? – der Befehlsheber unseres „Superkanzlers“ Friedrich Merz, BLACKROCK