Europa

Auftragseingänge der Industrie: V-Erholung nicht komplettiert

Funken bei Industrieproduktion

Heute früh hat das Statistische Bundesamt Daten für die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat September veröffentlicht. Im Monatsvergleich steigen sie um 0,5 Prozent. Im Jahresvergleich zu September 2019 ist es ein Minus von 1,9 Prozent. Die V-förmige Erholung ist nicht komplettiert worden, und es fehlt noch ein Rest, wenn man nach dem Chart geht. Er zeigt die Entwicklung der Auftragseingänge als Index seit dem Jahr 2012. Im Februar kurz vor Ausbruch der Coronakrise lag der Wert für die Auftragseingänge der Industrie noch bei 103,3, jetzt sind es 94,1 Punkte. Im Tief im April war es ein Wert von 71,4.

Chart zeigt Verlauf der Auftragseingänge für die Industrie

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

Die Corona-Krise prägt seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im September 2020 saison- und kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im September 2020 um 2,3 %, die Auslandsaufträge verringerten sich um 0,8 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 6,0 % ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 2,7 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im September 2020 um 4,0 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es hingegen einen Rückgang um 2,0 % und im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 2,6 %.

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, ist der Auftragseingang im September 2020 weiter angestiegen (+5,1 % zum Vormonat) und liegt damit 5,8 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020. Für den Auftragseingang im Maschinenbau ergab sich im September 2020 ein Rückgang von 3,7 % zum Vormonat, im Vergleich zu Februar 2020 liegt er 8,2 % niedriger.



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