Europa

Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe weiter rückläufig – Inlandsnachfrage brummt

Es ist eine klare Spaltung. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind derzeit ganz klar getrennt. Im Inland läuft es super, aus dem Ausland gibt es ganz klar einen Rückgang der Bestellungen. Heute vorgelegte offizielle Daten zeigen für den Monat Juli, dass die Aufträge aus dem Ausland im Monatsvergleich um 3,4% gefallen sind, während sie aus dem Inland um 2,4% angestiegen sind.

Insgesamt gesehen hat die Industrie ein Problem, was man am Besten im folgenden Chart sehen kann, der bis 2010 zurückreicht. Die Auftragseingänge sind seit einiger Zeit rückläufig. Nicht nur im Monatsvergleich gehen sie um 0,9% zurück, sondern auch im wichtigeren Jahresvergleich von Juli 2017 auf Juli 2018 sinken sie um 0,9%.

Weitere Details vom Statistischen Bundesamt:

Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2018 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % niedriger als im Vormonat. Für Juni 2018 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 3,9 % gegenüber Mai 2018 (vorläufiger Wert: -4,0 %). Der preisbereinigte Auftragseingang ohne Großaufträge im Verarbeitenden Gewerbe lag im Juli 2018 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % niedriger als im Vormonat.

Die Umsätze gehen auch zurück. Zitat:

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Juli 2018 saison- und kalenderbereinigt um 1,8 % niedriger als im Vormonat. Für Juni 2018 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 0,7 % gegenüber Mai 2018 (vorläufiger Wert: -1,0 %).



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1 Kommentar

  1. Die derzeit veröfffentlichten Gewinne der 30 Dax-Werte offenbaren sehr anschaulich dem Timelag zwischen Börsenindex Dax und den Wirtschaftszahlen.
    Im 1. und 2. Quartal diesen Jahres war man stets zuversichtlich für die Exporttitel aus dem Dax und rechnete mit weiterem soliden Wachstum. Bei der Auswertung der Q2- Zahlen stellte man jetzt fest, dass die Gewinne der Dax-Unternehmen im Vergleich zu Q2 (2017) um 11% gesunken sind, von 37,2 Mrd. auf 33,2 Mrd. €. Der Dax ist bis heute Morgen um fast 8% seit Jahresanfang gefallen..
    Das Interessante daran, der Ifo-Index, als Frühindikator, hatte dies vorhergesagt, indem er von November 2017 bis Juli 2018 in 7 von 8 Monaten gefallen war (von 105,3 auf 101,7 Punkte). Überraschenderweise ist dieser Geschäftsklimaindex im August um 2 Punkte auf 103,8 Punkte gestiegen. Damit zeigt sich wieder einmal: Der Leitindex ist der früheste der Frühindikatoren, obgleich auch nicht ohne Fehlsignale: Der Dax fiel von April 2015 bis Anfang 2016 von 12389 auf 8699 Punkte, ohne dass die Wirtschaft in ähnlichen Größenordnungen kontrahierte.
    Für mich ist es deshalb sehr interessant, was der Ifo-Index in seiner nächsten Veröffentlichung präsentiert. Schließlich ist das Stimmmungsbarometer von 7000 (manche sprechen auch von 9000) Unternehmenschefs bestimmt und die sollten die Geschäftsentwicklung besser kennen, als Analysten. Allerdings spricht man erst bei dreimonatigen Änderungen von einem Trend. Wird der Index wieder kippen und die Wirtschaftszahlen geben weiter nach?
    Es ist in der Tat ein spannender Börsenmonat.
    Gruß

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